Pfarrkirche in Bliesen


Direkt an der Hauptstraße gelegen, ist er nicht zu übersehen. Der mächtige Bliestaldom wie ihn der Volksmund nennt. 

Die Pfarrkirche St.Remigius gilt als die größte im St.Wendeler Land und ist das Wahrzeichen des Ortes. Im inneren der Kirche gibt es viele Schätze zu entdecken. Wandbekleidungen, besondere Decorfliesen und viele Figuren. Es lohnt sich auf jedenfall einmal reinzuschauen.

 

Der Erbauer ist der Pfarrer Jakob Backes,( 1897 - 1929 ) der als Seelsorger in der Pfarrei tätig war und 1909 zum Dechanten des Dekanat St.Wendel ernannt wurde.

Im Mittelalter war Bliesen Großpfarrei und somit Zentrum der Seelsorge für viele Höfe, Mühlen und Dörfer im oberen Bliestal. Das 19.Jahrhundert war von einer tiefen religiösen Zeit geprägt. Die Arbeitswelt war hart und viele empfanden das Leben als drückend und trostlos. Das Leben konnte nur durch einen sicheren Glauben ertragen werden. Das Brauchtum wurde gepflegt, viele Prozessionen und Wallfahrten waren darin fest verankert. So ist es auch zu erklären, dass nach sechsjähriger Sammlung innerhalb der Gemeinde der Kirchenbau begonnen werden konnte. Der Spatenstich erfolgte im Mai 1903 gefolgt von der Grundsteinlegung im SeptembNer. Das Mauerwerk besteht aus Buntsandstein.  Die Arbeiten gingen so zügig voran, dass im November 1904 bereits die kirchliche Einsegnung durch den Dechant Bourgois statt fand. In den folgenden Jahren wurde die romanische Kirche auch innen immer weiter ausgebaut. Man rühmte die Kirche als eines der gelungensten und eindrucksvollsten Gotteshäuser im ganzen St.Wendeler Land, was auch der Grund war, warum der Volksmund ihn den den Bliestaldom nannte.



Auf den Spuren der Vergangenheit mit Werner Möller
Auf den Spuren der Vergangenheit mit Werner Möller


Das Innere der Kirche ist genauso beeindruckend wie das Äußere. Am Eingang befindet sich der Römerkopf, wobei Alter und Herkunft nicht genau ermittelt werden konnte. Beeindruckend ist er trotzdem mit seinen 50 cm Höhe. Beim Betreten des Hauptportals ist man überrascht von der Weite und Überschaubarkeit des Innenraumes. Säulen und Pfeiler sind aus rötlichem Sandstein, die sich angenehm von den hellen Putzflächen der Wände und Gewölbe abheben.



Im Jahre 1912 hat der Innenraum eine figürliche und ornamentale Ausmalung erhalten. Der Boden besteht aus Dekorfliesen, die Bänke zeigen jeweils am Anfang und Ende verschiedene geschnitzte Kunstwerke, wie Tierköpfe oder ähnliches.


Im Hintergrund sieht man das Missionskreuz. Hier ist Christus in Menschengröße dargestellt, nicht als der leidende Heiland, sondern als Christus der König. Neben dem Kreuz stehen Maria und Johannes. Kreuz und Figuren sind aus Eichenholz angefertigt. Das Halbrund über dem Kreuz ist ausgemalt mit der Darstellung des letzten Gerichts.

Barockfigur aus dem Jahre 1750, der Rochus
Barockfigur aus dem Jahre 1750, der Rochus
Kirche mit Hauptportal
Kirche mit Hauptportal

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Kommentare: 2
  • #1

    Jung Alfred (Freitag, 30 Oktober 2015 17:06)

    Da war ich mal Messdiener.

  • #2

    Gerhard Maldener (Samstag, 17 März 2018 15:03)

    Ich freue mich sehr, dass es endlich gelungen ist und die Kirche tagsüber geöffnet ist. Diese Kirche ist meine Heimatkirche, mit der ich mich identifiziere. In dieser Kirche empfing ich schon einen Tag nach meiner Geburt die Taufe. Alle meine Hl.Sakramente einschließlich meiner Hochzeit und Goldenen Hochzeit konnte ich in dieser Kirche feiern. Seit 70 Jahren bin ich in den verschiedenen Funktionen in der Pfarrei und somit auch in diesem schönen Gotteshaus tätig.
    Ich hoffe und wünsche, dass unser Bliestaldom ein Haus des Gebetes und der inneren Einkehr mit Gott, den Besuchern zu einem Ort der Ruhe von der Hektik des Alltags ist.