Wer macht jedes Jahr in Oberthal die Blumenteppiche an Fronleichnam?

 

Gemeinde Oberthal

Bunte Blumenteppiche sind Tradition zu Fronleichnam. Zu bewundern sind sie   auf dem kleinen Parkplatz am Radweg, und in der Groniger Straße, Ecke Neunkirchener Straße auf dem Wiesengelände von Hans-Herbert Mörsdorf. Doch wer gibt sich jedes Jahr

 

 

soviel Mühe damit? Wer baut die Altäre auf, Wer pflückt die Blumen, zupft diese und legt die einzelnen Blüten fein säuberlich zu einem fertigen Bild zusammen? 

 

Manch einer sieht Fronleichnam vordergründig als Brückentag an. Doch katholische Christen feiern am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag das ,,Hochfest des Leibes und Blutes Christi" - ein wichtiges Kirchenfest. Die katholische Kirche feiert dieses Fest bereits seit 1264 n.Chr. am zweiten  Donnerstag nach Pfingsten.

 

Bereits in den Tagen vor Fronleichnam beginnen die Vorbereitungen. Dabei ist ein waches Auge für die Vegetation gefragt, denn der Pflanzenreichtum auf den Wiesen und in den Gärten ist noch etwas verhalten. Umso erfreulicher ist es, dass viele Bürger und Bürgerinnen in unserer Gemeinde sogar die Helfer anrufen und ihnen viele Blütenarten wie Flieder, Pfingstrosen und Ginster anbieten. 

 

 

,,Jedes Jahr wird ein neues Motiv für den Blumenteppich ausgewählt", erzählt Birgit Fries aus Güdesweiler. ,,Dieses Jahr ist das Jahr der Barmherzigkeit und demnach hat das Motiv eine ganz bestimmte Bedeutung".

 

Die Güdesweiler Frauen, das sind Birgit Fries, Mia Wagner, Monika Braun, Martha Graf-Schmidt, Birgit Schmitt, Claudia von Ehr und Resi Jung. Alles ehrenamtliche Helfer. Während die Frauen mit Blumenzupfen beschäftigt sind, sie in weiße, lila und gelbe Blütenblätter trennen, bauen ihre Männer den hölzernen Altar auf und belegen ihn mit einem Teppich. Dabei waren Robert von Ehr, Raimund Jung, Joseph Wegmann und Herbert Fries aus Güdesweiler am Werk.

 

 

Mittels Schablonen und Hilfsmittel wie Messlatte werden die Motive dann mit Kreide vor dem Altar aufgemalt. Zuvor wurde das Motiv von Birgit auf ein Blatt Papier gebracht. In der Mitte des Bildes befinden sich die zwei braunen Balken die das Kreuz symbolisieren. Der vertikale Balken steht für die Brücke zwischen Gott und Mensch, der horizontale bedeutet, das Gott bei den Menschen ist.

 

Vom Kreuz aus führen goldenen Strahlen hinweg, die mit grünen Tannenspitzen umrandet sind. Ganz früh heute morgen, ab 6 Uhr, wurden dann die Blüten auf die gemalte Vorlage gestreut und gesetzt, damit alles rechtzeitig fertig ist, wenn die Messe beginnt.

 

 

 

Auch der Blumenteppich in der Groniger Straße wurde wunderschön von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates und den ehrenamtlichen Helfern geschmückt. Es symbolisiert den Kelch mit der Aufschrift ,,Brot des Lebens".

 

 

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