Feuerwehralarm am Samstag in Oberthal

Gemeinde Oberthal

Am Samstag kurz nach 13 Uhr hallten die Sirenen über die Ortschaften unserer Gemeinde. Aber zum Glück war es nichts ernstes, die Löschbezirke der Gemeinde Oberthal hatten einen Übungseinsatz im Schullandheim, von dem selbst nur die Gemeindewehrführer Stefan Müller, Günther Burkholz und Christoph Müller

 

der den Alarmplan erstellte, davon Kenntnis hatten. Geübt wurde ein Brandeinsatz mit starker Rauchentwicklung im Eingangsbereich mit 4 Übungspuppen die in den Räumen versteckt wurden, und so schnell wie möglich von den Einsatzkräften gefunden werden mussten. Denn die Rettung von Menschenleben ist oberstes Gebot. Teamarbeit ist hier Voraussetzung, nur zusammen kann man Leben retten. 

 

Die Wehrführer zeigten sich zufrieden. Stefan Müller: ,, An der einen oder anderen Sache muss noch nachgesteuert werden, aber ansonsten sind wir zufrieden und der Plan so wie er erstellt wurde, hat gut funktioniert". Mit Wärmebildkameras wurden die Übungsdummys schnell gefunden und auch hier ist Müller sehr zufrieden: ,, Wir sind in der Gemeinde Oberthal in der glücklichen Lage in den nächsten Wochen über 4 Wärmebildkameras zu verfügen, das heißt jedes Löschfahrzeug erhält eine. Auf diese Weise findet man wesentlich schneller die Personen".

 

Das Schullandheim ist mit einer automatischen Brandmeldeanlage ausgestattet, die bei einem Brandfall, direkt zur Leitstelle nach Saarbrücken geht und diese alarmiert was hinterlegt wurde. Die Problematik bei einem Einsatz am Schullandheim ist die schlechte Löschwasserversorgung, laut Hauptbrandmeister Stefan Müller. ,,Durch die Topographie und die exponierte Lage haben wir Probleme mit der Löschwasserversorgung hier." Das heißt der Oberflurhydrant hier bringt nur 2 bar, da das Schullandheim nur 15 Meter unter dem zentralen Hochbehälter in Steinberg-Deckenhardt liegt.

 

Deshalb wird auch eng mit den Kollegen aus Namborn zusammen gearbeitet, die waren nämlich auch bei dem Übungseinsatz dabei.

 

Im Landschulheim, rechts die Rauchentwicklung
Im Landschulheim, rechts die Rauchentwicklung

 

,,Die Namborner", so Müller ,,sind ziemlich stark in der Löschwasserversorgung, die haben einen Schlauchwagen, den wir nicht haben. Sie legen uns die Schlauchleitung von der Neunkirchener Straße, bauen ihn auf bis zur Einsatzstelle".

 

Automatisch je nach Alarmstufe rückt dann Namborn in so einem Fall aus. Bei Kleinigkeiten können die Züge Oberthal die Einsätze selbst bewältigen. Bei erhöhter Alarmstufe kommt Namborn und St.Wendel raus. Müller lobte auch die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren untereinander, die vorzüglich sei. 

 

Aber neben der Löschwasserproblematik gibt es ein weiteres Problem, nämlich das geringe Personal. Bei der Übung am Samstag waren 46 Feuerwehrleute im Einsatz. Noch zu wenig.

,,Mitunter der Woche kann es sein, dass wir nur 25 Leute sind", fügt der Wehrführer hinzu.

,,Und dann muss bei gegebenen Fall, bei erhöhter Alarmstufe St.Wendel nachrücken. Ohne die geht es gar nicht".

 

 

Die Feuerwehr in unserer Gemeinde sind nicht mehr nach Löschbezirken organisiert, sondern nach Löschzügen. Wir haben 3 Löschzüge mit Oberthal-Gronig, Güdesweiler-Steinberg und ein Technischer Zug der verteilt ist. Die herausragende Bedeutung der ehrenamtlichen Feuerwehr wird hier deutlich. Ohne dieses Engagement wäre ein Brandeinsatz in dieser Form gar nicht möglich. Die Feuerwehr ist deshalb von existentieller Bedeutung für das Land und seine Menschen. 

 

Feuerwehrleute investieren viel Freizeit für Übungen und Ausbildung. Sie sind bereit, auch unter hoher eigener Gefährdung Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

 

 

Wehrführer Stefan Müller
Wehrführer Stefan Müller

Kommentar schreiben

Kommentare: 0