ASV Orletal feiert zwei Tage lang sein Fischerfest an der Weiheranlage wo eigentlich mal ein Campingplatz hinsollte

Gemeinde Oberthal

Am 13./14. August fand das diesjährige Sommerfest des Angelsportvereins Orletal statt, welches nun schon fast 40 Jahre Bestand hat.

An der schönen Weiheranlage im grünen, gab es neben Grillspezialitäten, Lyonerpfanne, geräucherte Forellen, Kaffee und Kuchen auch zünftige Blasmusik von

 

 den ,,Böhmischen Sechs." Zahlreiche Gäste fanden sich ein, darunter auch unser Landrat Udo Recktenwald der gerade von einer schönen Wandertour vom Momberg herunterkam ins Orletal, um sich zu stärken. 

 

Der Angel-Sportverein Orletal zählt zur Zeit 15 Mitglieder, darunter auch einige junge Leute, die Spaß an den sonntäglichen Treffen des Vereines haben.

,,Das Verhältnis von Jung und Alt ist einfach super bei uns", so die Vereinsmitglieder. 

Gemütlich beisammen sitzen und plaudern über dies und jenes.

 

Sonntags morgens finden sich immer ein paar Leute vom Verein ein. Aber auch die Woche über sind sie am Weiher anzutreffen, um nach dem Rechten zu sehen. Daneben kümmert man sich um die Fischzucht im Weiher. Neben der Eigenzucht von bestimmten Fischarten, gibt es Karpfen, Zander, Schleie und andere Fische.  

 

Der ASV Orletal
Der ASV Orletal

 

 Wie kam es eigentlich zum Bau der Fischerhütte? Darüber gibt es wahrheitsgemäß eine kleine traurige Geschichte.  Denn in den 70 ziger Jahren sollte im idyllischen Bliestal  ein Campingplatz entstehen, der aber von der Behörde verhindert wurde. Was auf dem Zeltlagerplatz in Steinberg-Deckenhardt funktionierte, war für´s obere Bliestal ungültig. Viele Jahre hatte Josef Burger, Inhaber der ,,Bliesquelle" gekämpft, um einen Campingplatz auf dem heutigen Gelände der Fischerhütte, zu eröffnen.

 

Alle Maßnahmen hatte er dafür ergriffen, alles in die Wege geleitet. Und doch versagte die gleiche Behörde, die später den Bau der Fischerhütte genehmigte, Josef Burger dort einen Campingplatz zu eröffnen. Es sollte der erste Campingplatz im Landkreis St.Wendel werden, aber Burger musste bitter feststellen, dass der kleine Mann aus dem Volk gegen die Macht des Ministeriums nicht die geringste Chance hatte.

 

 

Buwe und Mäd aus Gronig
Buwe und Mäd aus Gronig

 

Er investierte viel Geld in den Landankauf, in die Platzeinrichtung und Vorbereitung. Aber er stieß auf heftigen Widerstand der Behörde, die ihm schließlich noch ein Strafverfahren an den Hals hing. Die Rechtsgültigkeit blieb 1973 ungeklärt. Im Jahre 1975 im März, folgte dann das Urteil mit Recht für Josef Burger im ,,Namen des Volkes."

 

Aber nach 10-Jährigem Kampf kam das Urteil zu spät für Burger. Er war inzwischen mit seinen Mitteln am Ende, hatte das Land bereits an die Gemeine Oberthal und Nohfelden verkauft.

,,Ich siegte zwar vor Gericht, aber ich siegte mich zu Tode und ich kann nicht mehr." Das waren seine Worte nach dem Urteil. Nur vier Jahre später wurde von der gleichen Behörde ohne weiteres den Bau einer Fischerhütte genehmigt.

 

Reiner, Georg, Mike und Landrat Udo Recktenwald
Reiner, Georg, Mike und Landrat Udo Recktenwald

 

Einer der Haupteinwände der Behörde war die Abwasserfrage. Zwar hatte die Behörde sich keinen Deut darum gekümmert, dass es am Rande des Bliesquellgebietes eine Mülldeponie gab und dort das gesamte Schmutzwasser in die Blies lief, aber erst durch den Bau eines Campingplatzes die Gefahr einer Blies- und Fischwasserverschmutzung sah.

 

Auch fragte man sich zu jener Zeit, wieso ein Campingplatz hier nicht möglich war, aber auf der anderen Seite ein Zeltlagerplatz in Steinberg-Deckenhardt mit damals 16000 Übernachtungen ? Dafür gab es eine Genehmigung und Abwasserklärung durch 3 große Becken........Und dabei war Josef Burger bereit alle Auflagen zu erfüllen.....

 

 

Die Böhmischen Sechs
Die Böhmischen Sechs
Heinz ein Freund des ASV mit seinem Käfer
Heinz ein Freund des ASV mit seinem Käfer
Mike mit Freundin
Mike mit Freundin

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