Zahlreiche Menschen pilgern zur Valentinskapelle an Mariä Himmelfahrt bei Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

 

Der Wettergott hat es wirklich gut gemeint mit den vielen Pilgern, die am Sonntagmorgen von der Kirche in Güdesweiler zur Valentinskapelle pilgerten. 

Unter Mitwirkung der Chorgemeinschaft Oberthal-Gronig wurde das Festhochamt mit anschließender Kräutersegnung abgehalten.

 

Pater Heinrich Preun, der erst seit einem Jahr in St.Wendel bei den Steyler Missionaren ist und aus dem flachen Münsterland stammt, fühlte sich offensichtlich sehr wohl im St.Wendeler Land und lobte die schöne hügelige  Landschaft und die vielen Menschen die hier zur Kapelle am Montag gepilgert sind. 

 

Mariä Himmelfahrt, ein gesetzlicher Feiertag der nur noch im Saarland und Teilen in katholischen Gemeinden von Bayern gefeiert wird, ist immer am 15. August. Viele Menschen brachten selbstgepflückte Kräuter und auch Blumen mit und legten sie auf die alten Mauer-reste der ehemaligen alten Kapelle. Geschmückt wurde der Altar von Dietmar Schröder.

 

 

 

Bei der Kräutersegnung werden die schützenden und heilenden Kräfte der Natur besonders hervorgehoben. Es ist ein sehr alter kirchlicher Brauch am 15. August, zu Mariä Himmelfahrt, den Mitfeiernden beim Gottesdienst gesegnete Kräuterbüschel mitzugeben. Mit Hilfe der Gottesmutter sollen die Kräfte der Natur ganz besonders zugunsten der Menschen und Tiere wirken.

 

Die gesegneten Kräuter dienen in den Häusern später auch als Zeichen, dass Gott den Gläubigen vieles schenkt und die Menschen unter seinem ganz besonderen Schutz stehen. Seit dem 10. Jahrhundert sind Kräutersegnungen überliefert.

Besonders in ländlichen Gegenden ist dieser Brauch an Mariä Himmelfahrt noch sehr lebendig. Blumen aus dem Hausgarten, Heilkräuter und Getreideähren werden zu einem Strauß gebunden.

 

 

Chorgemeinschaft Oberthal-Gronig
Chorgemeinschaft Oberthal-Gronig
Messdiener der Christkönig Kirche in Güdesweiler
Messdiener der Christkönig Kirche in Güdesweiler

 

Die Chorgemeinschaft Oberthal-Gronig sang zwischendurch wunderschöne Kirchenlieder. Nach dem Hochamt besuchten viele noch die kleine Valentinskapelle, auch Pater Preun, die aus dem Jahre 1785 aus einem Kreuzbau entstand.

 

Im Mittelalter galt die Kapelle als Wallfahrtsort und wurde erst in den 90 ziger Jahren freigelegt. Ein schlichtes Kreuz und ein einfacher Sandsteinhalter wurden errichtet, damit hier zu besonderen festlichen Kirchtagen heilige Messen gefeiert werden können.

 

 

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