FC Gronig feierte 90 jähriges Jubiläum im Gasthaus Andler

Gemeinde Oberthal

Viele namhafte Gäste begrüßte Günter Kasper, Trainer der A-Jugend an diesem Samstag. Landtagspräsident Klaus Meiser, der gleichzeitig auch Schirmherr dieser Veranstaltung war, Landrat Udo Recktenwald, Hermann Scharf, Bürgermeister Stephan Rausch, Ortsvorsteher und Stellvertreter Toni Schäfer und Gerd Backes, den Männer-

 

gesangsverein Oberthal-Gronig und die Trachtenkapelle Gronig sowie viele andere.

90 Jahre FC Gronig bedeutet gemeinsames sportliches Erleben, Entwicklung in den Bereichen Sozialkompetenz und Zielperspektiven. Aber auch so Kasper: ,, 90 Jahre bedeuten moralische Verantwortung für unsere Kinder, eine vertraute Umgebung durch den Fussball schaffen, denn der Vereinssport ist eine Lebensausbildung, du lernst alles was du für später brauchst, du entwickelst dich geistig, seelisch und körperlich".

 

Er erwähnte aber auch wie wichtig es sei Achtung und Respekt gegenüber dem Gegner, den Spielregeln, dem Schiedsrichter und den Fans zu zeigen. Das letzte Jubiläum liegt nun 15 Jahre zurück. In dieser Zeit hat sich vieles verändert was die Vereinsstruktur betrifft. Die neue Zeit verlangt nach visionärer Veränderung. Hier sei der FC Gronig in seiner Entwicklung stehen geblieben, hat sogar viele Rückschritte hinnehmen müssen. Nun gilt es dem Verein neue Perspektiven zu geben.

 

Günter Kasper
Günter Kasper

 

Im Jahre 2001 hatte der Verein sich gerade aus einer finanziellen Notlage befreit, als die sportlichen Erfolge ins schwanken gerieten und die Frage sich stellte, ob die Mannschaft überhaupt noch in der Lage war ein leistungsorientiertes Team aufzustellen. Die Meinungen gingen weit auseinander, bis man nach langen Diskussionen, schweren Herzens den Entschluss fasste 2002 eine Spielgemeinschaft mit dem Erzrivalen Oberthal einzugehen.

 

Doch wie sollte das gehen? Zwei Vereine als Rivalen bekannt mit viel Feuer und Patriotismus sollten jetzt harmonisch zusammen spielen? In den Köpfen brodelte noch die Rivalität, Sturheit und Unverständnis. Das hatte ein Rückgang der Mitgliedschaften zur Folge und kaum noch Zuschauer bei den Spielen. Auch sportlich gesehen musste der Verein wieder zurück in die Kreisliga. Ebenso erlitt die Jugendarbeit, die in den 80er Jahren auf Top-Niveau war, ein ähnliches Desaster und wurde somit komplett vernachlässigt.

 

 

 

Platz 13 in der Kreisliga A der untersten Klasse und das 4 jahre lang. Man wusste das es so nicht weiter gehen konnte und so beschloss eine Gruppe aus ehemaligen leidenschaftlichen Fussballern 2010 neue Wege zu gehen um eine solide Basis in allen Bereichen zu schaffen. Nach einiger Zeit stabilisierte sich die Mannschaft und ein stetiger Aufwärtstrend war zu erkennen.

 

Im Jugendbereich, besonders die A-Jugend die in der Verbandsliga spielt und auch für die Zukunft gut gerüstet ist, hat sich gut etabliert. Auch die anderen Altersgruppen sind mindestens mit einer Mannschaft im Spielbetrieb. Leider klappt es im Aktiven Bereich immer noch nicht. Der Fluch der Kreisliga A lastet immer noch auf der Mannschaft. Da nützt es auch nichts, wenn man schon 3 Jahre um den Aufstieg kämpft.

 

,,Es fehlt einfach das Quäntchen Glück oder der bedingungslose Wille, die sportliche Feinheit um den Meistertitel zu erringen", so Günter Kasper in seiner Rede. Auch gab er schmunzelnd  noch einen kleinen Tipp an die zweite Mannschaft: ,,Ich glaube etwas Training könnte euch ganz gut tun". Und er appellierte an alle: ,,Mehr Leidenschaft, die Bereitschaft Fussball zu leben, an den Erfolg zu glauben und ihn mental als Entwicklung zu nutzen, das ist dass was wir brauchen".

 

 

Der Verein hofft in den nächsten 2 Jahren mit 12 Spielern aus der A-Jugend/Verbandsliga einen sportlichen Schritt nach vorne zu machen. Zwei Projekte hat der Verein in Angriff genommen: Das Sportheim wird neu renoviert und der Gemeinderat Oberthal hat einstimmig das Projekt 

,,Rasenplatz", genehmigt. Das heißt es wird ein Rasenplatz gebaut.

 

Zahlreiche Ehrungen gab es an diesem Abend für J. Gisch, Steffen Pellmann, Tobias Federkeil, Philipp Wolf, Andreas Paul, Timo Schmidt. Für die Herren über 60: Dieter Keller, Peter Wirtz, Raimund Bernhard. Unter anderem wurden Schecks  von Landrat Udo Recktenwald und Bürgermeister Stephan Rausch überreicht.

 

 

 

Ortsvorsteher Toni Schäfer dankte dem Verein für das große Engagement, das Mitmachen und das ,,sich einbringen". Denn sonst würde der FC Gronig nicht da stehen, wo er heute steht. Ein Dank ging auch an Hermann Scharf, der so manchen Weg zu den Ministerien und Institutionen  geebnet hat. Landrat Udo Recktenwald lobte die funktionierende Jugendarbeit beim FC Gronig und die Integration von Flüchtlingen in den Sport. 

 

Auch Bürgermeister Rausch zeigte sich erfreut darüber das dass ,, Rasenprojekt" genehmigt wurde. Mit 60 000 Euro ist die Gemeinde mit dabei und erfreulicherweise gibt es nach Gesprächen mit dem Innenminister Klaus Bouillion und Landtagspräsident Klaus Meiser weitere Bedarfszuweisungen, so dass nun der grüne Rasenplatz, der sich auch in den Vereinsfarben widerspiegelt,  gebaut werden kann. 

 

 

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