Zum letzten Mal zog St.Martin mit seinem Pferd Lysingur über die Oberthaler Bahntrasse

Gemeinde Oberthal

Jedes Jahr am 11. November gibt es einen Gedenktag für einen ganz bestimmten Heiligen: für St.Martin. Es ist die Geschichte, von einem Soldaten der in einer kalten Winternacht einem Bettler begegnet und ihm aus Mitleid einen Stück von seinem Mantel abschneidet und dem frierenden Bettler gibt. Dieses Jahr ritt Thomas Scherer

 

 

 

als St.Martin wohl zum letzten Male mit seinem Isländer über die Oberthaler Bahntrasse . Aus Altersgründen so zusagen. Denn der Wallach ist inzwischen schon 29 Jahre alt und geht in Rente. Für nächstes Jahr muss nun ein anderes Pferd genommen werden. Und das muss erstmal trainiert werden für den Ritt in der Menschenmenge.

 

Am späten Nachmittag versammelten sich nach dem Wortgottesdienst, der von Gitti Raber und Ortsvorsteher Reiner Burkholz gestaltet wurde, einige hundert Kinder und Erwachsene vor der Oberthaler Kirche, um sich dabei auf den Weg über den Wendalinusradweg zum Dorfgemeinschaftshaus nach Gronig zu machen. Unzählige Mütter und Väter waren mit ihren Kindern unterwegs, um den ,,Heiligen Martin" hoch zu Ross auf der Bahntrasse zu begleiten. Ein Lichtermeer von Laternen, welche die Kinder in den Kindergärten gebastelt hatten,  leuchtete im Dunkeln den Weg.

 

 

Unter den Klängen des Musikvereines Gronig kamen die Kinder dann auch eine viertel Stunde später an. Gut abgesichert von der Feuerwehr Oberthal-Gronig loderte das Martinsfeuer von weitem schon sichtbar. 

 

 

So dauerte es auch nicht lange bis sich eine Riesenschlange an den Türen bildete und die Kinder darauf warteten endlich eine Zuckerbrezel von der Bäckerei Conrad zu erhalten. Die Ortsräte von Oberthal und Gronig hatten alle Hände voll zu tun. Bei den Mitgliedern des Groniger Musikvereines gab es Würstchen, Bier und Glühwein.

 

So wurde noch einige Zeit geplaudert bis sich jeder auf den Heimweg machte. Der Ortsvorsteher von Gronig, Toni Schäfer, sowie der Oberthaler Ortsvorsteher Reiner Burkholz planten und organisierten wie jedes Jahr den Martinsumzug. Ein herzliches Dankeschön auch an alle Helfer, die es möglich machen so eine alte Tradition am Leben zu erhalten. 

 

 

Familie Gebauer aus Gronig mit ihren Kindern
Familie Gebauer aus Gronig mit ihren Kindern
Beim verteilen der Martinsbrezeln
Beim verteilen der Martinsbrezeln

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