Staatssekretär Roland Krämer überreicht 285 000 Euro für Wegeausbau in der Gemeinde Oberthal

Gemeinde Oberthal

Umweltstaatssekretär Roland Krämer hat an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft für das Zusammenlegungsverfahren Oberthal-Gronig, Klaus-Peter Müller, und den Bürgermeister der Gemeinde Oberthal, Stephan Rausch, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 285.600 Euro übergeben. Die Zuwendung dient

 

der integrierten ländlichen Entwicklung nach dem Flurbereinigungsgesetz und umfasst zwei Baumaßnahmen. Eine Baumaßnahme sieht die Anknüpfung des Hauptwegs von Gronig nach Theley an den Weg zwischen Oberthal und Tholey vor, indem auf einer Länge von 540 m der Weg zwischen Hirzbach und Hahnert ausgebaut wird. In der zweiten baulichen Maßnahme wird eine Direktverbindung der landwirtschaftlichen Betriebe Müller, Wagner und der Biogasanlage Gebel zum Hauptweg zwischen Gronig und Theley geschaffen.

 

Krämer betonte, dass der Ausbau beider Wege ein Teilprojekt des umfangreichen Flurbereinigungsverfahrens in der Gemeinde ist. Für die Anwohner in den anliegenden Wohngebieten haben die Baumaßnahmen die positive Folge, dass die Beeinträchtigung durch den landwirtschaftlichen Verkehr deutlich reduziert wird.

Krämer: „Von den 51 in den 60er Jahren gezählten landwirtschaftlichen Betrieben sind heute nur noch 13 vorhanden, die über mehr als 100 ha Fläche je Betrieb verfügen. Um einen solchen Flächenumfang überhaupt noch bewirtschaften zu können, müssen leistungsfähigere Maschinen angeschafft werden, die nur auf größeren Bewirtschaftungseinheiten sinnvoll einzusetzen sind. Die Baumaßnahmen schaffen geeignete Wege für die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge und entlasten die Verkehrssituation in den Wohngebieten.“

Alle vorgesehenen Maßnahmen des Flurbereinigungsverfahrens in der Gemeinde Oberthal, dessen Abschluss im Jahre 2025 zu erwarten ist, haben einen Gesamtumfang von rund 5,6 Mio. Euro. Bislang wurden Wege im Umfang von 1,84 Mio. Euro ausgebaut.

Die Ortsräte von Oberthal, Gronig und Güdesweiler sowie der Gemeinderat und die landwirtschaftlichen Betriebe stehen dem Verfahren positiv gegenüber. Die Gemeinde Oberthal verpflichtete sich, zusammen mit den Jagdgenossenschaften von Oberthal, Gronig und Güdesweiler, 20 Prozent der Projektkosten zu übernehmen, um eine finanzielle Belastung der beteiligten Grundstückseigentümer zu vermeiden.

Krämer: „Das beschleunigte Zusammenlegungsverfahren von Oberthal-Gronig zeigt, wie in einem Flurbereinigungsverfahren den unterschiedlichsten Anforderungen konfliktfrei Rechnung getragen werden kann. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass Flurbereinigung noch immer eine vorausschauende Planung und Gestaltung der Entwicklung des ländlichen Raums für die Zukunft ist.“

 

Grund für die Durchführung des Verfahrens war eine im Jahr 2001 veröffentlichte und für das gesamte Saarland durchgeführte Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung, die insbesondere für die Region um Oberthal die Notwendigkeit flurneuordnender Maßnahmen feststellte.

 

stellv. Fraktionsvorsitzender Magnus Jung, Bürgermeister Rausch, Herbert Lengert, Staatssekretär R. Krämer, Ortsvorsteher T. Schäfer, Karl-Heinz Köbrich
stellv. Fraktionsvorsitzender Magnus Jung, Bürgermeister Rausch, Herbert Lengert, Staatssekretär R. Krämer, Ortsvorsteher T. Schäfer, Karl-Heinz Köbrich

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