Rückblick und Ausblick in Güdesweiler - Neujahrsempfang mit Ortsvorsteher Norbert Rauber

Gemeinde Oberthal

Ortsvorsteher Norbert Rauber lud am letzten Freitag zum Neujahrsempfang im Gasthaus ,,Zum Flare" ein. 

Dabei begrüßte er zahlreiche Gäste, wie Bürgermeister Stephan Rausch und seinen Beigeordneten Michael Maurer, Landtags-abgeordneter Hermann Scharf, Karl Rauber (Minister a.D. außer Dienst) und den Orts-vorsteher Reiner Burkholz. Rauber gedachte

 

 

an dieser Stelle seinem Vorgänger im Amt, Josef Scherer, der im Alter von 80 Jahren im Oktober letzten Jahres verstorben war. Er war von 1984 - 1999, 15 Jahre Ortsvorsteher von Güdesweiler und hat in seiner Amtszeit viele Projekte angestoßen und umgesetzt, wie die Verlegung des Kriegerehrenmals und die Anlegung des Pilgerweges. ,,Er hat dem Ort ein anderes Gesicht gegeben, wir werden ihn immer in Erinnerung behalten", so Rauber.

 

2017 wird in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr werden. Wir feiern nicht nur den 500. Jahrestag der Reformation am 31. Oktober, sondern 2017 ist auch ein Wahljahr. Am 26. März ist die Landtagswahl und am 24. September die Bundestagswahl. So sind wieder viele Menschen aufgerufen die Tage zu nutzen und wählen zu gehen.

 

 

Der Ortsvorsteher sprach das vergangene Jahr an, welches von Krieg und Terror gezeichnet war und auch in unserem Heimatland angekommen ist. So Rauber: ,,Wir müssen erkennen, dass wir die schrecklichen Geschehnisse in dieser Welt nicht einfach nur in den Nachrichten-sendungen verfolgen können, wir müssen erkennen, dass bei uns Menschen leben,

 

die aufgrund ihrer ideologischen Verblendung voller Fanatismus den Tod unschuldiger Menschen ohne jede Regung in Kauf nehmen und wir müssen erkennen, dass es einen 100-prozentigen Schutz gegen dieses menschenverachtende Töten und Verletzen nicht gibt. Aber wir dürfen auch erkennen, dass unser Land, unsere Gesellschaft auch in dieser schwierigen Situation zusammen stehen und die Bürger hier trotz der brutalen Taten immer noch besonnen reagieren". Denn das sei wichtig, denn dadurch  werden die Terroristen ihr eigentliches Ziel nicht erreichen.

 

 

Ortsvorsteher Norbert Rauber mit Hermann Scharf und Reiner Burkholz
Ortsvorsteher Norbert Rauber mit Hermann Scharf und Reiner Burkholz

 

Auf kommunaler Ebene hat die Zuwanderung der Flüchtlinge stark nachgelassen. Die letzte Zuweisung an die Gemeinde war im Mai 2016. So sind zur Zeit in unserer Gemeinde noch 67 von ehemals 148 hier untergebracht. Davon entfallen auf den Ortsteil Güdesweiler gerade noch 11 Personen. Hierbei wohnen 5 Personen bei der Familie Stängler und 6 Personen im Wohnhaus, ehemals Papst. Diese 6 werden in den nächsten Wochen nach Oberthal umziehen.

 

Zu der Sanierung der Bliesener- und Unteren Bliesener Straße ist zu erwähnen, dass die Kanalarbeiten die getätigt wurden, in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar waren. ,,Ich kann nur sagen, dass wir hier nicht mehr von einer Sanierung, sondern von einem Neubau sprechen müssen", so der Ortsvorsteher. Die Maßnahmen beliefen sich auf ca. 130 000 Euro. Der zweite Bauabschnitt wird warscheinlich Mitte 2017 beginnen.

 

 

Gegen Ende des Jahres wurden vier Ruhebänke angeschafft, wobei 2 Bänke am Dorfbrunnen stehen, die noch aus dem Erlös aus der Veranstaltung der SR3 Landpartie 2013 stammen und die anderen zwei Bänke auf der alten ,,Trierer Straße",  wurden aus Sponsorengeldern von der Firma Saarfeldspatwerk und dem Ortsverband Güdesweiler mit jeweils 500 Euro finanziert. 

 

Was jetzt noch fehlt sind die Abfalleimer und Hundekotbeutel-Spender die mittlerweile schon beschafft sind und demnächst aufgestellt werden. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an den Wanderverein für die Säuberung am Ehrenmal, bei den IG Hämmel für die Reinigung des Pilgerweges, für Karl-Heinz Rimpel für die Anfertigung und Aufstellung eines neuen Wegkreuzes, für den Musikverein Steinberg-Deckenhardt der bei verschiedenen Anlässen spielte und ein Dankeschön an Günter Biegel der auf seinem Firmenglände die SR3 Landpartie zu Gast hatte.

 

Nicht zu vergessen sind natürlich die Vereine, Verbände, kirchlichen Gruppierungen, Feuerwehr, Gemeinde- und Ortsrat und an die Stellvertreterin des Ortsvorstehers, Birgit Bauer. 

 

2017 wird wie schon erwähnt der zweite Bauabschnitt der Bliesener Straße erfolgen, auf dem Friedhof eine zweite Urnenwand errichtet und es laufen bereits die Planungen für die Erweiterung des Kindergartens Güdesweiler für 2018.

Mit einem passenden Zitat von Martin Luther schloss Norbert Rauber seine Rede ab: ,,Was kommt im neuen Jahr, kannst nit durchschauen, musst hoffen und auf Gott vertrauen".

Bilder von Andreas Wita und Hermann Scharf.

 

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