Der Trödeltrupp mit Mauro zog viele Menschen nach Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

 

Am 04. März 2017 war der Trödeltrupp zu Gast in Güdesweiler, im Mühlenweg im Millpetersch Haus. 

Ein wunderschönes bäuerliches Anwesen aus dem Jahre 1793. Lange Zeit hat es als Museum gedient. Schulklassen, Touristen

 

 

 

und Einheimische konnten die Funktionsräume, wie Web- und Spinnstube, Schuh- und Korbmacherwerkstatt, sowie den Kolonialwarenladen mit einer Münzsammlung besichtigen.

Das im Jahre 1793 errichtete Bauernhaus wurde von Johann Scherer aus Güdesweiler gekauft, der mit seiner Frau, den zwei Söhnen und den 3 Töchtern darin wohnte.Sein Sohn Jakob Scherer übernahm dann später das Haus. Das im Stil eines südwestdeutschen Bauernhauses, blieb in der Familie und Hubert Bier kaufte es quasi wieder zurück.

 

Über die ganzen Jahre hat Hubert viele wertvolle alte Möbel, Werkzeuge und Antiquitäten gesammelt und das Haus damit bestückt und zu einem kleinen Museum gemacht. Es wurden Bauernmärkte veranstaltet und Touristen durch das Haus geführt. Leider wurde es mit den Jahren immer weniger und nur ab und zu bekundete jemand mal das Interesse für eine Führung. So traf Gisela Schumann in Absprache mit Hubert, die schwere Entscheidung den Trödeltrupp zu rufen, um vieles zu verkaufen. Denn warum sollte etwas rumstehen und zustauben, dass eh keiner mehr sehen will.

 

Und auch jetzt fällt es Gisela noch schwer, darüber zu sprechen. Zwanzig Jahre lang, gepflegt, sich auf Führungen vorbereitet, Veranstaltungen organisiert immer nach dem Rechten geschaut und jetzt soll alles raus. 

 

Viele Menschen waren an diesem Tag nach Güdesweiler gekommen, um zu kaufen oder einfach nur aus Neugierde. Der Eingang zum Mühlenweg war regelrecht belagert. Als dann das Kamerateam mit Mauro von Richtung Bauernhaus kam und ein paar Erklärungen abgab, schob sich die riesige Menschenmenge in das Haus.

 

Alsbald hörte man Mauro rufen: ,,Wer bietet mehr, 40 Euro? Ja da geht noch was". Jemand kam mit einem ausgestopften Igel heraus und schien ganz glücklich über den Kauf.

 

Es war kaum noch ein Durchkommen in die oberen Räume, wo sich der Webstuhl mit Nähmaschinen und Kolonialwarenladen befand. Dort ganz oben unterm Dach stand Timo von de Saar, verkaufte eifrig im Laden und hatte alle Hände voll zu tun.

 

Und auch die anderen, Gisela und Ihr Mann Jacki, Lena und Sohn Christian  halfen mit um den großen Ansturm zu bewältigen. Vieles ist verkauft worden, die Möbel sind weg und andere Sachen auch, und damit ist wieder ein Stück Kultur aus unserer Heimat  verloren gegangen. 

Ein Dankeschön geht noch an Mauro, der mich bereitwillig meine Bilder machen ließ, denn zuerst verbat mir wegen Film- und Bildrechte, das Kamerateam meine Kamera zu benutzen. Danke an Helene Backes- Lyon für das wunderschöne Bild mit Mauro und Gisela und Danke an Gisela, das sie mit mir noch telefoniert hat, als ich bei Christa Haupenthal war, um über Millpetersch Haus mehr zu erfahren.

 

Die Ausstrahlung der Serie bei RTL, lt. Kamerateam, kann bis zu einem Jahr dauern.

 

 

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