Finanzielle Unterstützung für das Tierheim Linxbachhof durch Landkreis und Kommune

St.Wendel

Dirk Walter, Vorsitzender des Niederlinxweiler Tierheimes kann endlich aufatmen. In jüngster Zeit wurde ein Konsortialvertrag unterzeichnet, der das Tierheim

 

finanziell unterstützt. Hintergrund war die Finanznot des Tierheimes St.Wendel und Homburg. Da die Städte und Gemeinden aufgrund ihrer ordnungspolizeilicher Zuständigkeit eingebunden sind, haben die Landkreise diese Verantwortung nun übernommen. 

 

,,Diese wichtige Vereinbarung ist nicht nur ein eindeutiges Bekenntnis für den Erhalt der beiden Tierheime, sondern auch ein gutes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit unter der Beteiligung von 22 Städten und Gemeinden sowie dreier Landkreise", erläutert Landrat Udo Recktenwald.

 

Mit dem unterzeichneten Vertrag erhalten die Tierheime von den jeweiligen Kommunen bis zu 0,30 Euro pro Einwohner im Jahr. Dazu gibt es 10 000 Euro jährlich im Rahmen einer freiwilligen Leistung von den Landkreisen. Die Tierheime nutzen die Gelder zur Finanzierung des laufenden Unterhalts. Auch eine Bedarfszuweisung seitens des Innenministeriums wurde in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit Umweltminister Reinhold Jost sei sich darauf geeinigt worden, dass weitere Verhandlungen erfolgen werden.

 

In Niederlinxweiler wurde die Entscheidung für den Vertrag begrüßt: ,,Wir sind erstmal zufrieden. Ein Anfang ist gemacht. Das Bewusstsein für den Tierschutz und die Tierheime ist geweckt", sagte Monika Breuer eine der Mit-Besitzerin des Tierheim Linxbachhof. ,,Es wäre allerdings noch Luft nach oben und könne nachgebessert werden". 

 

Im Juni 2016 hatte Dirk Walter für den Linxbachhof ein düsteres Bild gezeichnet. Der Vorsitzende des Neunkircher Tierschutzvereins, für das finanziell angeschlagene Tierheim in Niederlinxweiler verantwortlich, sprach damals von einem jährlichen Defizit von bis zu 50 000 Euro bei einem Jahresbudget von bis zu 130 000 Euro. Walter dazu: "Wir leben von der Substanz."

 

Nun kann Dirk Walter aufatmen, es geht wieder aufwärts. Die Gemeinden sind im Übrigen dafür zuständig, herrenlose Tiere unterzubringen. Es handelt sich dabei nicht um eine Aufgabe der Landkreise. Dennoch beteiligen sich St. Wendel, Neunkirchen und Saarpfalz (Homburg) an dem Projekt.

 

 

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