Feuerwehr Güdesweiler übt Rettung von verunglücktem Wanderer an der Teufelskanzel

Gemeinde Oberthal

 

Am Mittwochabend übte der Löschbezirk Güdesweiler mit Unter-stützung von Kameraden aus dem Löschbezirk Oberthal-Gronig, im Oberthaler Bruch in der Nähe der Teufelskanzel den Ernstfall. Dabei

 

ging es um einen verunglückten Wanderer. Dieser war eine steile Böschung herabgestürzt und musste gerettet werden. So das Szenario für die 13 Wehrmänner und -frauen aus dem Löschbezirk Güdesweiler und zwei Wehrmänner aus Oberthal-Gronig.

 

Um sich nicht selbst in Gefahr zu begeben rüsteten sich zwei Feuerwehrleute mit Absturzsicherungsgurten aus und wurden mittels Leinen an einem Feuerwehrfahrzeug gesichert und langsam zu dem verletzten Wanderer herabgelassen.

 

Während der Wanderer, eine lebensgroße Puppe die speziell für die Feuerwehr gebaut ist, medizinisch durch die beiden Feuerwehrleute erstversorgt wurde, bereiteten weitere Feuerwehrleute eine sogenannte Schleifkorbtrage vor. Mit dieser können verletzte Personen zum Beispiel aus schwierigem Gelände, aus Baugruben und von hohen Gebäuden gerettet werden.

 

Die Schleifkorbtrage, eine robuste Kunststoffwanne mit Kufen an der Unterseite, wurde ebenfalls mit Leinen gesichert und zu dem verletzten Wanderer die steile Böschung hinabgelassen. Dieser war in der Zwischenzeit erstversorgt und konnte behutsam mittels einem speziellen Rettungsbrett, um weitere Verletzungen an der Wirbelsäule zu verhindern, in die Schleifkorbtrage gelegt werden.

 

Jetzt hieß es anpacken. Die Trage mit dem Verletzten musste mit Muskelkraft an den Leinen die Böschung hoch gezogen werden. Die beiden Feuerwehrmänner, die den Verletzten betreut hatten, wichen nicht von dessen Seite und unterstützen die Rettung aus dem schwierigen Gelände. Auf den Einsatz von Winden wurde hier bewusst verzichtet, da diese nicht überall eingesetzt werden können und die Übung so etwas fordernder gestaltet wurde.

 

Bei der Nachbesprechung der Übung im Feuerwehrgerätehaus Güdesweiler war man sich einig, dass dieses Szenario jederzeit eintreten kann. Unsere Gemeinde verfügt über eine große Anzahl von schönen Rad- und Wanderwegen, die sehr viel genutzt werden. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass aus der Übung nicht Realität wird.

Danke an Christopher Tritz für den Text. 

 

Christoph Ternig, Oberthal
Christoph Ternig, Oberthal

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