Wie der CDU-Ortsverband in die Hochburg der Roten nach Steinberg-Deckenhardt kam

Gemeinde Oberthal

Am Samstag, den 09. September feierte der CDU Ortsverband Steinberg-Deckenhardt im Rahmen einer kleinen Feierstunde sein 25 jähriges Jubiläum in der Musik-werkstatt. Ministerpräsidentin 

 

Annegret Kramp-Karrenbauer hatte die Schirmherrschaft übernommen. Viele Gäste aus Politik, Verbänden, Vereinen und der Bevölkerung konnte der Vorsitzende Manfred Altmeyer begrüßen. In einer kleinen Chronik, die mit einigen Anekdoten gespickt war, ließ der Vorsitzende die Gründerzeit noch einmal aufleben.

 

Geburtshelfer für den Ortsverband waren damals im Jahr 1992 der verstorbene Landtagspräsident Hans Ley, sowie Karl Rauber, der spätere Leiter der Staatskanzlei und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Doch wie kam es eigentlich dazu in einer roten Hochburg wie Steinberg, einen schwarzen Ortsverband zu gründen?

 

 

Da mussten wohl ein paar Unerschrockene Optimisten am Werk gewesen sein.

Im Jahr 1991 blickte der damalige CDU-Kreisvorsitzende Hans Ley, so munkelte man, auf eine Landkarte in seinem Büro und musste erschrocken feststellen, dass es noch einen weißen bzw. roten Fleck ohne schwarze Streifen in einem Ort im Nordsaarland im Kreis St.Wendel gab.

 

So machte er sich gleich auf nach Steinberg-Deckenhardt um dort seines Gleichen zu suchen. Ein ehrgeiziges Ziel in einem Dorf, deren Wähler über 80 % rot wählten. Seine Fahrt nach Steinberg führte ihn zwangsläufig durch Güdesweiler, direkt an Karl Rauber vorbei, den er sogleich als Verstärkung mitnahm.

 

Nun standen die beiden tiefschwarzen vor den Toren der roten Hochburg. Dabei erinnerte Hans Ley sich daran, dass zur damaligen Zeit ein großer Blonder aus Schiffweiler nach Steinberg gezogen war und in den Groniger Ortsverband wechselte. Gemeint war Jürgen Welvers. Zusammen mit der weiteren Verstärkung von Lothar Müller traf man sich im Oktober 1991 mit 

 

 

 

der damaligen Bürgermeisterin der Gemeinde Oberthal Frau Sigrid Morsch, im Gasthaus Rauber. Dort wurde intensiv darüber beraten, wo sich eventuell noch ein paar ,,Schwarze" hier im Ort verstecken könnten. Aber es sollte noch über ein Jahr dauern, bis man endlich im November 1992 bis dahin 12 gewonnenen Mitglieder zu einer Versammlung einladen konnte.

 

Mit dieser Gründungsversammlung wurde dann der CDU Ortsverband gegründet mit folgenden Vorstand: Jürgen Welvers (Vorsitzender), Lothar Müller (stellvertr. Vorsitzender), Achim Mohr (Schriftführer), Dietgard Klein (Schatzmeister) Brigitte Will (Organisation), Nanna Kirch, Heini Bernhardt (Kassenprüfer) und Ulrike Müller, Ernst Korb, Franz-Josef Johann (Beisitzer).

 

Mitglieder der CDU mit Nadine Schön
Mitglieder der CDU mit Nadine Schön

 

Die nun sichtbare Präsenz der CDU in Steinberg-Deckenhardt, war bereits bei den darauf folgenden Wahlen 1994 erkennbar. Hatte man bei der Ortsratswahl 1989 noch ein Ergebnis von 16,43%, so konnte man 1994 mit 32,04 das Ergebnis fast verdoppeln.

 

Aus dieser Euphorie heraus gelang es sogar einige Jahre später, nämlich 1998 mit 10 Steinberger Jugendlichen die Gründung einer Jungen Union in Steinberg.

Das waren: Michael Schmitt, Julia Pauly , Christine Scholz, Christian Schlitter, Christof Scholz, Naninja Wilde, Daniel Will und Manuel Gorius.

 

Da nun aber die Zeit nicht stehen bleibt, führte es viele Jugendliche aus Steinberg hinaus und nach ein paar Jahren, musste man mit der JU Güdesweiler fusionieren. ,,Der CDU-Ortsverband Steinberg-Deckenhardt hat in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich und immer mit Blick zum Wohle aller Bürger daran gearbeitet unseren Ort zu dem liebens- und lebenswerten Dorf zu gestalten, wie wir es heute kennen, lieben und wo wir gerne leben", so der Vorsitzende Manfred Altmeyer in seiner Rede.

 

Folgende Ehrungen gab es dazu: 

 

25 Jahre für Hildegard Johann, mit 96 Jahren das älteste Mitglied des Ortsverbandes, mit 71 Jahren als Gründungsmitglied eingetreten.

25 Jahre auch für Brigitte Will, die seit Jahren Mitglied im Ortsrat ist,

25 Jahre für Manfred Altmeyer, Gründungsmitglied und Vorsitzenden.

 

30 Jahre gehen an Franz-Josef Johann, der in den 70 ziger schon in der JU Oberthal war.

 

40 Jahre für Jürgen Welvers, der auch Mitglied im Orts- und Gemeinderat, sowie über Jahre in der CDU Gemeindeverband war.

 

50 Jahre für Heinz Roosen, der 1957 in Bonn eine JU gründete und nach Umzug im Jahre 2002 nach Steinberg als Beisitzer tätig war.

 

Die Ministerpräsidentin dankte allen Mitgliedern des Ortsverbandes für ihr Engagement und ermutigte sie, auch weiterhin für die Ziele und Werte der CDU einzutreten. Bürgermeister Stephan Rausch, Landestagsabgeordneter Hermann Scharf und die stellvertretende Ortsvorsteherin Inka Ruppenthal überbrachten ebensfalls ihre Glückwünsche zum Jubiläum. Musikalisch wurde die Feierstunde durch das Klarinettenensemble des MV Steinberg-Deckenhardt umrahmt.

 

 

Noch rüstig mit ihren 96 Jahren, Hildegard Johann
Noch rüstig mit ihren 96 Jahren, Hildegard Johann

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Schdani (Dienstag, 19 September 2017 13:30)

    Ei gunn dach aach,
    en Schdämrich, ei gucke mol do. Doat gifted also aach e Zédé-uh-Ottsfaband. Dat kamma ball gar net gläwe.
    Jo, in Girreswella, awwa die wore jo emol kadolisch geween.
    Dat war jo emma soo geween: die Kadolike han meischdens die Zédé-uh gewählt on die Brodesdante faschd nore die Esspédé. So wor dat frija, awwa hout iss jo alles dojenanner. Nä, et es nimmie scheen. Dat moss ma so saan.
    Awwa mee well eisch a net schreiwe.

    Ei alles gurre on mach wejda eso.
    De Schdani
    Scheene Griess