Gemeinderat beschließt Kanalbaumaßnahme im Bereich der Kompostieranlage

Gemeinde Oberthal

Mit der Änderung des Saarländischen Abfallwirtschaftsgesetzes sowie des Gesetzes über den Entsorgungsverband Saar (EVSG) Mitte 2014, wurde die Zuständigkeit 

 

 für die Verwertung des Grüngutes von den Kommunen auf den EVS übertragen. Die Kommunen sind ab dem 01.01.2018 nur noch für die Erfassung der Materialien verantwortlich. In der Gemeinde Oberthal soll die vorhandene Kompostieranlage als Sammelstelle für das anfallende Grüngut weiter betrieben werden.

 

In diesem Zusammenhang ist auch geprüft worden, ob die Anlage die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllt bzw. in welchem Umfang Um- oder Nachrüstungen erforderlich werden. Die vorhandene Fläche, die zurzeit als Kompostieranlage genutzt wird, beträgt rd. 3.200 qm. Davon sind 1.990 qm unbefestigt und 1.210 qm asphaltiert.

 

Die unbefestigte Schotterfläche dient als Lagerfläche sowohl für den angelieferten wie auch den teilweise geschredderten Grünschnitt. Künftig muss die Lagerung des Grüngutes auf der befestigten Fläche erfolgen. Die Auswertung der Aufzeichnungen über den durchschnittlichen jährlichen Grüngutanfall auf der Kompostieranlage ergab, dass die vorhandene versiegelte Fläche der Kompostieranlage als ausreichend für die Lagerflächen der künftigen Grüngutsammelstelle betrachtet wird.

 

Das Ingenieurbüro Leibfried aus Eppelborn wurde beauftragt, Lösungsmöglichkeiten für die Ableitung des Sickerwassers aus der Zwischenlagerung des Grüngutes (incl. Kostenermittlung) zu untersuchen. Die drei möglichen Ausführungsvarianten, die hier realisiert werden könnten, wurden in der letzten Gemeinderatssitzung öffentlichen vorgestellt.

 

Der Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass ein Anschluss an das öffentliche Kanalnetz bzw. an den Hauptsammler des EVS hergestellt werden soll, da dies die wirtschaftlichste der geprüften Maßnahmen sei. Bei dieser Variante wird das anfallende Sickerwasser auf der versiegelten Fläche über eine mittig angeordnete Vollrinne und seitlich eingrenzender Hochbordsteine gefasst und einem Ablauf zugeführt.

 

Anschließend kann das Wasser über einen noch zu erstellenden neuen Kanal auf einer Länge von ca. 250 m bis zum Anschlusspunkt am EVS-Hauptsammler abgeleitet werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme wurden mit ca. 117.000,— EUR ermittelt. Auch die beiden Varianten „Offene Lagerung mit Bau eines Sickerwasserbeckens“ und eine „Teilweise überdachte Lagerung“ wurden vom Planungsbüro geprüft.

 

Diese beiden Varianten wurden vom Gemeinderat allerdings aus Kostengründen abgelehnt. Zwar wäre der Bau eines Sickerwasserbeckens mit ca. 85.000,— EUR an Kosten anfänglich kostengünstiger wie die jetzt gewählte Ausführungsvariante. Aber bei künftig anfallenden jährlichen Entsorgungskosten von fast 5.000,— EUR für das sich ansammelnde Sickerwasser wäre der Kostenvorteil gegenüber der jetzt gewählten Variante mit dem Bau eines neuen Kanals schon innerhalb weniger Jahre aufgebraucht.

 

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