Interview mit Timo Backes dem neuen Ortsvorsteher von Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

Timo Backes ist seit dem 25. Juli 2017 neuer Ortsvorsteher von Güdesweiler. Er gehört mit seinen 36 Jahren zu der jüngeren Generation an Ortsvorstehern, die dieses ehrenvolle Amt ausüben. Wie aber kam es zu dieser Entscheidung und was fasziniert Timo an diesem Posten? 

 

 

 

Saar-Heimat:  Wie kam es dazu, dass gerade Du als Ortsvorsteher vorgeschlagen wurdest? 

 

Timo: Bereits bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014, hatte Norbert Rauber mich und die CDU informiert, dass es seine letzte Legislaturperiode sein wird. Kurz zuvor hatte er mich angesprochen, ob ich mir nicht vorstellen könnte dieses Amt zu übernehmen bzw. 2019 dafür zu kandidieren. Ich hatte also schon etwas Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich dieses Amt antreten möchte bzw. zu kandidieren. Als Norbert dann so plötzlich verstorben ist, habe ich mich nach Rücksprache mit meinen CDU-Kollegen dazu entschieden für das Amt des Ortsvorstehers zur Verfügung zu stehen. 

 

Saar-Heimat: Und wie hast du dich nach der Wahl gefühlt und was meinte deine Familie dazu?

 

Timo: Wenn ich ehrlich bin, macht es mich schon Stolz - Ortsvorsteher von Güdesweiler zu sein und meinem Opa Seppel, welcher von 1986 - 1999 dieses Amt inne hatte, nachzufolgen. Meine Familie hat es durchweg positiv aufgenommen, etwas bedenken aufgrund des Zeitaufwandes für diesen Job sind zwar aufgekommen, aber das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. 

 

 

Saar-Heimat: Wie sah dein bisheriges Engagement auf kommunaler Ebene aus?

 

Timo: Mit 14 Jahren wurde ich Mitglied der Jungen Union und später dann auch Mitglied der CDU. Im Jahr 2009 wurde ich auf Listenplatz 4 der CDU für den Ortsrat nomminiert und bin seit der Kommunalwahl 2009 Mitglied des Ortsrates von Güdesweiler. 

 

Saar-Heimat: - Was machst du beruflich?

 

Timo: In diesem Jahr wechselte ich nach 19 Jahren meinen Arbeitgeber. Bis zum September war ich beim "Atos", einem großen IT-Dienstleister als IT-Consultant beschäftigt. Seit Oktober bin ich nun bei ELO Digital Office, einem Hersteller für Dokumentenmanagmentsysteme als Leiter des Competence Center SAP tätig. 

 

Saar-Heimat:  Bist du noch in anderen Vereinen tätig ?

 

Timo: Bis 2010 habe ich die Fussballschuhe für unsere SFG geschnürt, habe aber das aktive Kicken aufgrund mehrmaligem Verletzungspech eingestellt, dem Verein bin ich aber weiterhin treu geblieben. Danaben bin ich noch im Verein zur Förderung des Sports im Turn- und Sportverein aktiv im Vorstand tätig. Dieser Verein ist für die Organisation und die Durchführung unserer Fasenachtsveranstaltung verantwortlich. Neben meiner Mitgliedschaft im Turnverein Güdesweiler, liegt mir die IG Hämmel auch am Herzen. 

 

 

Saar-Heimat: Nun bist du seit Ende Juli als Ortsvorsteher im Amt. Was waren deine Aufgaben bisher seit der Amtsübernahme. 

 

Timo: Aufgrund der Wahl zum Ortsvorsteher am 25. Juli, war meine erste Amtshandlung die Eröffnung der Kirmes bzw. das Empfangen der Straußbuben zum Abholen der Kirmes. An Kirmesdienstag führten wir dann als Ortsrat den diesjährigen Seniorentag im Festzelt auf dem Kirmesplatz durch. Neben einigen kleineren Anfragen von Mitbürgerinnen und Mitbürger, fand am 13. September meine 1. Ortsratsizung als Ortsvorsteher statt. In den nächsten Monaten stehen dann weitere Termine und Veranstaltungen wie der Martinsumzug, Gedenkfeier zum Volkstrauertag und evtl. der Nikolaus- bzw. Weihnachtsmarkt auf dem Programm. 

 

Saar-Heimat:  Was steht in Zukunft an, und hast du hierbei irgendwelche Ziele?

 

Timo: Ich möchte versuchen, für jeden ein offenes Ohr zu haben. Ich selbst mag eine offene Kommunikation und jeder der Fragen oder Probleme hat, kann mich gerne ansprechen, anschreiben per Mail oder natürlich auch anrufen. Auch für Ideen und Anregungen bin ich offen und erhoffe mir von der Dorfbevölkerung auch Feedback.

 

Saar-Heimat: Gibt es noch Hobbys neben der Politik?

 

Timo: Es gab mal eine Zeit, in der ich sportlich sehr aktiv war und sogar einen halben Ironman gemacht habe, ist aber schon 4 Jahre her. Ich sollte jedenfalls mal wieder Radfahren, Laufen oder auch Schwimmen gehen. Ab und zu spiele ich mit Freunden auch mal eine Runde Golf.

 

 

Vielen Dank Timo, das du dir die Zeit für das Interview genommen hast.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Schdani (Dienstag, 10 Oktober 2017 13:51)

    Schön wäre es, wenn der neue Bürgermeister von Güdesweiler sich dafür engagieren könnte, daß die früher so genannte "Kisskoul" geschlossen und das riesige Loch im Leistberg mit dafür geeignetem Material wieder "zugekippt" würde. Es ist nicht nachvollziehbar, daß dort seit Jahrzehnten in großem Stile Landschaftszerstörung betrieben wird ohne daß ein Ende absehbar ist.
    Desweiteren wäre es schön, wenn die riesigen "Windräder", die beinahe himmelhoch über den Ort aufragen schnellstmöglich abgebaut werden. Auch hier muß man von Geländezerstörung sprechen, denn es mußten ja Waldgebiete in ziemlichem Umfange abgeholzt werden. Wenn man diese Anlagen sieht, muß man an Größenwahn denken. Sie stören auch das Auge beim Betrachten der Landschaft und sind laut. Die Ruhe am Leistberg ist jedenfalls ein gutes Stück weit beeinträchtigt. An die Tierwelt wird gar nicht gedacht. Es gilt aber das Naturerbe in der Tat zu er- und behalten und nicht nur in Reden belanglos, wie es aussieht, darüber zu räsonieren- wenn überhaupt.
    In beiden Fällen aber diktieren schnöde Kapitalinteressen offenkundig das Handlungsgeschehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    De Schdani