Marienkrankenhaus in St.Wendel erhält Auzeichnung für besonderes Engagement

Foto: Birgit Wagner Franz
Foto: Birgit Wagner Franz

St.Wendel

Das Marienkrankenhaus in St.Wendel erhielt kürzlich eine Auszeichnung für sein großes Engagement im Bereich der Organspende. „Wir danken Ärzten und Pflegenden im Marienkrankenhaus St. Wendel, die 

 

sich gemeinsam mit ihren Kollegen seit vielen Jahren verlässlich für die Organspende einsetzen", sagte Dr. med. Thomas Lamberty, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, bei der Festveranstaltung Ende September.

Er überreichte die Auszeichnungsurkunde für das Krankenhaus gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. med. Ana Paula Barreiros, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in der Region Mitte. „Die Ehrung soll deutlich machen, dass Organspenden nur möglich sind, wenn engagierte Mitarbeiter in den Kliniken trotz hoher Arbeitsbelastung an die Gemeinschaftsaufgabe Organspende denken und sie als Teil ihrer Arbeit annehmen“, erklärte Barreiros.

„Den verstorbenen Organspendern und ihren Familien gebührt große Anerkennung für ihre Entscheidung, Organe nach dem Tode für die Transplantation zur Verfügung zu stellen“, ergänzte Lamberty. „Wir appellieren an alle Menschen, sich zu Lebzeiten über die Organspende zu informieren, eine Entscheidung dazu zu treffen und in der Familie darüber zu sprechen", betonte er weiter.

Barreiros beschrieb die Arbeit der DSO als Koordinierungsstelle für die Organspende: „Unsere Aufgabe ist es, den Willen der Verstorbenen, die Organe spenden wollten, umzusetzen und die Organe in bestmöglicher Qualität für die Transplantation zur Verfügung zu stellen. Die Koordinatoren der DSO stehen jederzeit bereit, um die Mitarbeiter in den Krankenhäusern bei allen Fragen und im Ablauf einer Organspende zu unterstützen.“

Dabei sind die Transplantationsbeauftragten die wichtigsten Ansprechpartner für die Koordinatoren der DSO. Sie kümmern sich darum, dass die Zuständigkeiten und Handlungsabläufe für den Fall einer Organspende in ihrem Krankenhaus festgelegt werden. Ebenso stellen sie sicher, dass das ärztliche und pflegerische Personal über die Bedeutung und den Prozess der Organspende regelmäßig informiert wird. Gemeinsam mit den Landesärztekammern bietet die DSO Fortbildungsveranstaltungen für Transplantationsbeauftragte an.

Alexander Pattar, Oberarzt der Anästhesie und Transplantationsbeauftragter im Marienkrankenhaus erklärte: „Eine Organspende stellt besondere emotionale, medizinische und logistische Anforderungen an uns und meine Kollegen. Der sensible Umgang mit den Angehörigen des Verstorbenen und ihre Begleitung sind für uns von zentraler Bedeutung.“

Über die Hälfte aller Entscheidungen zur Organspende basieren auf dem vermuteten Willen des Spenders oder auf dem Willen der Angehörigen selbst. Das zeigt, wie wichtig das Gespräch mit den Familienmitgliedern oder Ehepartnern des Verstorbenen ist. Nach einer durchgeführten Organspende werden die Angehörigen auf Wunsch über die Transplantationsergebnisse in einem Brief informiert. Auch nach einer Spende können sich Angehörige mit ihren Fragen jederzeit an die DSO wenden. Viele von ihnen kommen zu den Angehörigentreffen, bei denen sich Familien von Organspendern unter psychologischer Begleitung austauschen können.

 

Der Transplantationsbeauftragte resümierte: „Wir sind stolz darauf, dass heute unser Einsatz für die Organspende in einem multiprofessionellen Team gewürdigt wird. Dabei hat jeder der Kollegen eine persönliche Motivation für sein Engagement. Gemeinsam betrachten wir die Organspende als einen Ausdruck der christlichen Nächstenliebe.“

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