Waldohreule wohnt in Nachbars Garten

St.Wendel/Bliesen

 

Mitten in Bliesen hat es sich eine Waldohreule gemütlich gemacht. Eine Nachbarin hat sie vor 5 Tagen bei Werner Möller im Garten entdeckt. Wie lange sie tatsächlich

 

 

schon dort ist, weiß niemand. Aber seitdem beobachtet Werner die Eule jeden Tag und hat wunderschöne Bilder fotografiert. Die Waldohreule unterscheidet sich vom Waldkauz durch ihre Federohren. Außerdem ist sie etwas kleiner und schlanker wie der Kauz. Mit einer Länge von 35 - 38 cm ist die Waldohreule etwa so groß wie die Schleiereule und wiegt zwischen 250 und 300 Gramm.

 

Mit ihren Ohren seitlich am Kopf hört sie das leiseste Quieken einer Wühlmaus. Den Kopf kann sie übrigens in beide Richtungen um 270 Grad drehen. Rund 100 der kleinen Nagetiere wie Mäuse, kleinere Wirbeltiere und Insekten verzehrt sie in einem Monat. Auch werden in strengeren Wintern gerne Spatzen und Grünfinken erbeutet.

 

 

Foto von Werner Möller
Foto von Werner Möller

 

Aktiv auf Nahrungssuche sind sie nachts in zwei Hauptphasen, etwa 3 Stunden am Abend und zweieinhalb Stunden am Morgen. Zwischendurch legt sie eine dreistündige Pause ein, etwa um Mitternacht. Um den Winter besser zu überstehen, halten sich diese Vögel bevorzugt im Umfeld von größeren Städten und Ortschaften auf. Vielleicht ist die kleine Eule wegen den strengen Temperaturen der letzten Tage in Werners Garten eingezogen und wartet sehnsüchtig wie wir auf den Frühling.

 

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