Werner Rauber zeigt den Renovierungsstand von St.Stephanus

Gemeinde Oberthal

Die Renovierungsarbeiten in der St.Stephanus Kirche in Oberthal laufen auf Hochtouren. Es ist schon viel geschafft, aber es gibt auch noch viel zu tun. Schließlich soll bis zur Eröffnung im September, die 

 

 

Kirche im neuen Glanz erstrahlen. Werner Rauber vom Verein für Geschichte und Heimatkunde Oberthal, zeigt was noch alles gemacht werden muss. Auf den ersten Blick erscheint einem das Innere der Kirche wie eine riesige Baustelle. Denn die Kirchenbänke und Kunstdenkmäler wurden ausgeräumt, stattdessen zieht sich ein großes Gerüst durch den Innenraum, welches sich über ein paar Stockwerke bis zum Gewölbe hochzieht. Der Boden wurde zum Schutz abgedeckt.

 

Schwindelfrei muss man schon sein, wenn man die vielen Treppen und schmalen Leitern erklimmen will, um bis zu den Kirchengewölben empor zu kommen.  Ganz oben angekommen zeigt Werner anhand eines Spezialschwammes am Kirchengewölbe und den Wandmalereien wie staubig und schmutzig das Gewölbe tatsächlich ist. Deutlich hebt sich der saubere vom verschmutzen Wandbereich ab. Und mit solchen Schwämmen muss das ganze Deckengewölbe gereinigt und die Wandmalereien erneuert werden. Jetzt kann man sich erstmal ein Bild davon machen, wie viel Arbeit das ist. 

 

Hier erkennt man an den dunklen Stellen deutlich den Unterschied
Hier erkennt man an den dunklen Stellen deutlich den Unterschied

 

Stück für Stück arbeiten sich die Restauratoren im Deckengewölbe voran. Dabei wird im ersten Schritt das Gewölbe von Staub und Ruß befreit. Da ist Geduld gefragt, wenn es dann Zentimeter um Zentimeter mit einem kleinen Pinsel weitergeht. Auch Werner Rauber hilft kräftig mit bei der Entstaubung die sich über Jahre an den 6 Kronleuchtern angesammelt haben. Einen hat er mit nach Hause genommen und ihn dort fast einen ganzen Tag gereinigt. 

 

Die Kunstgegenstände werden in einem Nebenraum aufbewahrt. Dort erinnert sich Aloysius Biegel der sich ebenfalls im Geschichts und Heimatverein engagiert, an die frühere Zeit: ,,Hier haben sich die Messdiener immer getroffen und man musste Glück haben, dass man als Messdiener alle Woche an die Reihe kam". Denn zur damaligen Zeit gab es noch 20 bis 30 Messdiener. ,,Es war für uns eine Ehre zu dienen", fügt er stolz hinzu. Und auch Rauber war jahrelang Messdiener in der Oberthaler Kirche. Ihm liegt St.Stephanus besonders am Herzen.

 

Auch die Orgel ist noch lange nicht einsatzbereit, die wird gerade gereinigt und überholt. Und das bedeutet ebenfalls jede Menge Arbeit und auch zusätzliche Kosten. Alle einzelnen Orgelpfeifen müssen entnommen werden, gesäubert und von Schmutz und Staub entfernt werden. Verschleißteile durch neue Materialien  werden ersetzt. Beleuchtung, Elektrik, Lautsprechanlage, Sakristei, alles ist noch in Bearbeitung.

 

Und ganz oben auf dem Dachboden war auch noch das Dach undicht und ließ die Feuchtigkeit ins Gewölbe ziehen. Risse waren zu sehen, die Feuchtigkeit kroch ins Gemäuer, da musste nochmal nachgebessert werden. Und während der ganzen Zeit hat es sich eine Kauz Familie auf dem Dachboden  gemütlich gemacht. Einen ganzen Berg voll Geäst, Rinde und Blätter wurden angesammelt und auf dem Dachboden gefunden. Dabei leider auch ein totes Käuzchen auf dem Dachgewölbe. 

 

 

Da die Versicherung nur für den Brandschaden aufkommt, aber nicht für den Rest der Renovierungsarbeiten, ist man hier dringend auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Der Grundstein für die Kirche St. Stephanus wurde am 9. September 1923 gelegt, nachdem die alte Kirche abgerissen worden war. Im Juni 1926 wurde sie eingeweiht.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten beträchtliche Schäden an dem Gotteshaus beseitigt werden. Die Sakristei wurde im Jahre 1959 gebaut, ein neuer Fußboden in der Kirche 1965 verlegt. Die letzte Außenrenovierung liegt auch schon um die 30 Jahre zurück. 1986 gab es eine letzte Innenrenovierung. Zu sehen im unten stehenden Bild mit der Beschriftung der Firma auf der Bierflasche.

 

Übrigens wäre auch eine gute Idee zur Finanzierung von St.Stephanus. Eigenes Kirchenbier ,,St.Stephanus" zu brauen und Rund um Oberthal zu verkaufen. So haben es nämlich die Priester einer Kirche in Brüssel geschafft, diese vor dem Abriss zu bewahren und durch das Bier die Restaurierung finanziert. Unten im Video zu sehen.

 

Wer für unsere Kirche spenden möchte, hier die Bankdaten:

 

IBAN: DE42 5925 1020 0059 0778 75

BIC: SALADE51WND Institut: Kreissparkasse St. Wendel Oder

 

IBAN: DE24 5929 1000 4011 0151 37

 

BIC: GENODE51WEN Institut: Unsere Volksbank eG St. Wendeler Land

 

Verwendungszweck: Sanierung der Pfarrkirche

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Andreas Bick (Sonntag, 18 März 2018 20:51)

    Danke für den Bericht über die Renovierung der Kirche.

    Eine Anmerkung zu der gemalten Bierflasche: Der Pfarrer bei der Ausmalung hieß Robert Bier, daher auch das Biersymbol.
    Auf der anderen Seite der Empore entdeckt man auch ein umgedrehten Schu in der Blume gemalt. Der Architekt hieß Schu.

    Wenn man vorne am Marienaltar die gemalten Verziehrungen genau betrachtet, entdeckt man die Jahreszahl der Ausmalung der Kirche 1988.
    So hoffe ich, dass die Kirche mit ihrer wunderschönen Orgel bald wieder im neuen Glanz erstrahlt.
    Andreas Bick Unterschleißheim

  • #2

    Hans-Günter Setz aus Gronig (Sonntag, 18 März 2018 22:30)

    Ich habe den Bericht über die Renovierung der Oberthaler St. Stephanus Kirche aufmerksam gelesen. Es erinnert mich noch an meine eigene Jugendzeit.
    Als Gronig noch keine Pfarrkirche hatte, gingen wir als Groniger immer in unseren Nachbort zur Messfeier.
    Solche Zeiten vergesse ich als gläubiger Christ nicht.
    Werner Rauber, sowie allen an der Renovierung der Kirche in Oberthal beteiligten Personen, wünsche ich weieterhin ein gutes Gelingen.
    St. Stephanus ist bald wieder zur Messfeier pp
    bereit.
    Für die Pfarreiengemeinschaft Oberthal/Namborn wir die neu gestaltete Kirche eine Bereicherung sein und ich persönlich freue mich jetzt schon in dieser Kirche mit der Chorgemeinschaft Oberthal-Gronig zu singen.
    Herr A. Bick aus Unterschleißheim, schönner Kommentar.
    Viele Grüße aus Gronig, H. G. S.