Neues Familienberatungszentrum für Kinder und Jugendliche in Oberthal

Gemeinde Oberthal

Nachdem vor knapp einem Jahr die Umbaumaßnahmen im ehemaligen Gasthaus König in Oberthal vollzogen wurden, konnte am 08. Mai 2018 die offizielle Neueröffnung des Familienberatungszentrums Oberthal/Namborn 

 

eingeweiht werden. Es ist eine Einrichtung der Stiftung Hospital St.Wendel. Nach vielen Jahren des Umherziehens der Einrichtung von Oberthal über Namborn nach St.Wendel, ist Direktor Dirk Schmitt nun froh mit Christoph Ternig einen Vermieter gefunden zu haben, der sich nicht nur eng mit der Hospital-Stiftung verbunden fühlt, sondern dazu auch die passenden Räumlichkeiten bieten kann. Im Erdgeschoss befindet sich das FBZ und im Obergeschoss das Jugendwohnhaus.

 

An das Familienberatungszentrum kann man sich unter anderem wenden bei Problemen und Sorgen mit den Eltern oder in der Schule, bei Schwierigkeiten, Sorgen und Ängsten in der Erziehung und bei Beratungsbedarf in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. "Die Familienberatung ist in der gesellschaftlichen Entwicklung ein wichtiger Baustein der sozialraumorientierten Jugendhilfe, weil dauerhafte Hilfe möglich ist, und man sollte nicht warten bis das Kind sprichwörtlich im Brunnen liegt", sagte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald, der auch Kuratoriumsmitglied der Stiftung ist.

 

 

Es sei wichtig Kinder und Jugendlichen in ihrem Sozialraum zu helfen, sie dort zu unterstützen und Wege zu finden durch Einbindung dessen was der Sozialraum biete, so zum Beispiel im Ehrenamt oder in der Vereinsstruktur. Die jungen Menschen auffangen und ihnen Alternativen anbieten. Und zudem sei es wichtig für den Bürger einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, so der Landrat.

 

Bürgermeister Stephan Rausch begrüßte die Rückkehr des Familienberatungszentrums nach Oberthal und hofft dadurch wieder auf eine engere Zusammenarbeit. Projektleiterin Isolde Kirch stellte die 3 Säulen vor mit den hier gearbeitet wird.

 

Die erste Säule ist die ambulante Familienarbeit. Hat hier jemand ein Problem im Bereich Erziehung, häufig sagt Isolde Kirch, weiß man noch gar nicht richtig um was für ein Thema es sich handelt, so kommt es zu einer Einzelberatung. Nach näheren Informationen wird ein Zielplan festgelegt. Wie kann geholfen, welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, wie oft soll das Kind/Jugendlicher das FBZ besuchen.

 

Die zweite Säule ist die Gruppenarbeit. Das sind Kinder die an 3 Nachmittagen hier betreut werden. Die Kinder bekommen vor Ort ein warmes Mittagessen, es werden Hausaufgaben gemacht und danach geht es um das soziale Lernen und Interagieren. ,,Wir haben festgestellt, dass sich die Kinder viel zu wenig bewegen, deshalb haben wir uns vorgenommen, das Thema Sport und Bewegung uns ganz groß auf die Fahne zu schreiben". Hier benötigt das FBZ noch 8 Roller für die Kinder.

 

Direktor Hospital St.Wendel: Dirk Schmitt
Direktor Hospital St.Wendel: Dirk Schmitt

 

Und Möglichkeiten hier rund um Oberthal gäbe es genug. Die dritte Säule ist die Präventionsarbeit. ,,Hier arbeiten wir ganz eng mit Schulen und Kindergärten zusammen", erzählt Kirch. Es gibt Projekte für Kindergartenkinder und Schulkinder.  Da geht es um intensive Betreuung wie Sprachförderung, Umgang mit Emotionen, Konzentrationsfähigkeit, Schulfähigkeit und sozialer Gruppenarbeit. 

 

Im letzen Jahr gab es 39 Einzelberatungen, davon gab es 3 Familien die einen Hilfeantrag gestellt, hatten. Das heißt in 92% der Fälle waren kurzfristige Beratungen ausreichend. Das heißt aber auch Beratungen werden intensiver weil die Problematik in den Familien immer komplexer werden. Zurzeit werden 37 ambulante Fälle, davon sind 13 Familien aus der Gemeinde Oberthal und 22 Familien aus der Gemeinde Namborn betreut.

 

All diese Arbeit wird künftig hier im Familienzentrum in Oberthal gestemmt. Die Mitarbeiter sind alles geschulte Fachkräfte, die auch als Schoolworker unterwegs sind. Sie verfügen über Zusatzqualifikationen in Traumapädagogik, Familienaktivierung, Marte Meo und Flüchtlingsintegration.

 

Die Erziehungsziele orientieren sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen, aber auch an den Erfordernissen der Lebensrealität. Alle pädagogischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Fähigkeiten und Stärken des jungen Menschen zu betonen und zu fördern und ihn in das gesellschaftliche System zu integrieren. Hier wird mit dem Jugendamt eng zusammen gearbeitet. 

 

links:Projektleiterin Isolde Kirch mit Mitarbeiterinnen und Direktor Dirk Schmitt
links:Projektleiterin Isolde Kirch mit Mitarbeiterinnen und Direktor Dirk Schmitt

 

Im Rahmen dieser Veranstaltung überreichte Christoph Ternig für das neue Familienzentrum einen Scheck von 300 Euro als Willkommensgruß und freute sich über die Entscheidung der Stiftung Hospital , hier in die neuen Räumlichkeiten einzuziehen. 

 

Weitere Gäste waren vom Kreisjugendamt (Vera Meyer, Markus Klein, Carina Ost und Mitarbeiter) aus Oberthaler Schule und Kindergarten sowie Pater Ignasius.

Vor Ort arbeiten: 

 

Nadine Grewe, Vera Bost-Monshausen, Regina Leinen, Eva Müller, Shari Schweig, Maria Meyer und Heidrun Fegert; als Projektleitung: Isolde Kirsch

 

 

FBZ Oberthal/Namborn

Hauptstraße 78

66649 Oberthal

 

v.l Christoph Ternig ( Allinanz ), Direktor Dirk Schmitt
v.l Christoph Ternig ( Allinanz ), Direktor Dirk Schmitt

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