Vier Rehkitze vor dem Mähtod in Güdesweiler gerettet

Matthias Maurer mit Rehkitz
Matthias Maurer mit Rehkitz

Gemeinde Oberthal

Am letzten Mittwoch wurden in Güdesweiler am Pinsborn und Heischerberg mehrere Wiesen gemäht. Der Naturschutzbeauftragter

und Jagdpächter Matthias Maurer aus

 

Güdesweiler suchte hierfür freiwillige Helfer, die vorher die Wiesen nach Rehkitzen absuchten. ,,Es war schön, dass hier eine Gruppe von 11 Personen  zusammen kam", freute sich Maurer. Das Resultat der Suchaktion, waren 4 gerettete Kitze. 

 

 

,,Die Überlebensstrategie von Rehkitzen besteht darin, so wenig wie möglich aufzufallen", erklärt Jäger Matthias Maurer. Sie geben deshalb wenig Eigengeruch ab. Um bei sich nähernden Feinden nicht aufzufallen, bleiben sie möglichst ruhig und klein am Boden liegen. Genauso verhalten sie sich auch, wenn sich der Kreiselmäher nähert. ,,Während die Strategie vor Fressfeinden sie schützt, ist sie bei einem sich nähernden Mäher die denkbar schlechteste Strategie und die Überlebenschance geht gleich gegen null", erklärt Matthias weiter. 

 

 

Jäger und Helfer bei der Aktion
Jäger und Helfer bei der Aktion

 

 

 

Um die Rehkitze vor dem Tod durch den Mäher zu bewahren, bleibt nur die Alternative sie zu suchen und an einen sicheren Ort zu bringen. Die gefundenen Kitze werden vorsichtig mit Handschuhen und Grasbüscheln angefasst, damit sie nicht mit dem Geruch von Menschen in Kontakt kommen und dann eventuell von der Mutter verstoßen werden.

 

Anschließend kommen sie in eine abgedunkelte, mit Gras gepolsterte Kiste. In dieser können sie die Zeit bis zum Ende der Mahd sicher verbringen. Anschließend setzen die Jäger und Helfer die Kitze natürlich wieder aus.

 

 

 

"Die Strategie nicht aufzufallen, geht voll auf. Man braucht sehr viel Ausdauer und ein gutes Quäntchen Glück die Kitze im hohen Gras zu finden. Wir waren fast 4 Stunden unterwegs. Umso mehr danke ich im Namen der Güdesweiler Jäger allen, die uns an diesem Tag unterstützt haben. Ohne ein paar Helfer wäre eine solche Aktion fast nicht möglich.", sagt Matthias.

 

"Ein weiterer Dank gilt aber auch den Landwirten Ludger Weber und Peter Gebel, die uns immer rechtzeitig über ihre Mähvorhaben informieren und uns dadurch überhaupt die Chance geben, die Kitze zu schützen. Das war bereits unsere dritte erfolgreiche Suchaktion dieses Jahr. Es ist zwar sehr zeitaufwendig aber jedes gerettete Kitz entschädigt einen hundertfach!"

Fotos: Matthias Maurer

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Bernd Stephan-Gronig (Dienstag, 05 Juni 2018 13:40)

    Hallo Matthtias ich finde deine Aktion war ein großer Erfog und damit habt ihr ein Beitrag geleistet zu Rettung der Rehkitz und gezeigt dass so eine Aktion doch was bringt .Auch einen großen Dank an deine Naturfreunde dich unterstützt haben.Wir in Gronig hatten auch zwei Aktionen durch geführt aber keine Rehkitz gefunden bevor gemäht wurde.

  • #2

    Meyer (Donnerstag, 07 Juni 2018 19:19)

    Finden wir so super. Weiter so