Fronleichnamprozession in Gronig

Gemeinde Oberthal

Gelb-weiße, rot-weiße und violett-weiße Fahnen in den traditionellen  Kirchenfarben, schwingen leicht im Wind, mittendrin die Groniger Trachtenkapelle mit Klarinetten und Posaunen, die den Zug von Menschen zum ersten Altar am 

 

 

 

Dorfgemeinschaftshaus begleitet. An der Spitze Pastor Seel mit den Messdienern. Der sehr aktive und beliebte Geistliche aus St.Wendel gestaltete den Gottesdienst und trug bei der Prozession den Leib Christi in Form der gewandelten Hostie durch die Straßen. Die Hostie befindet sich in einer Monstranz, einem mit Gold verzierten liturgischen Gefäß.

 

Den Altar am Dorfgemeinschaftshaus haben die Frauen und Männer aus dem Ortsteil Güdesweiler aufgebaut. Die Güdesweiler Frauen haben einen wunderschönen bunten Blumenteppich aus lila, weiß

 

und gelben Blüten angefertigt, die sie aus verschiedenen Gärten gepflückt haben. Liebevoll haben sie daraus einen Kelch entstehen lassen, der das ,,Brot des Lebens" symbolisiert. 

 

Und auch der zweite Altar an der Ecke Zollhaus - Theleyer Straße wurde mit einem Blumenteppich ausgelegt, aus weißen Christrosenblüten und rosa Rhododendronblüten, geschmückt von den Groniger Frauen und Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. 

 

Mit dem "Fest des Leibes und Blutes Christi" erinnern die Katholiken an das letzte Abendmahl Jesu. Er hatte laut Bibel den Aposteln Brot und Wein gereicht und dabei "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut" gesagt. In den katholischen Messen wird dies in der Eucharistie (Kommunion) nachgefeiert - und an Fronleichnam noch einmal mit einem besonderen Fest. Es soll demonstrieren, dass Christus und damit Gott gegenwärtig ist.

 

 

Doch schon Tage vorher haben Küster Dietmar Schröder und Hausmeister Hans-Jürgen Boujong alles für den feierlichen Tag hergerichtet. Vor der Donatuskirche wurde ein roter Teppich ausgerollt der an den Seiten mit weißen und rosafarbenen Blüten geschmückt wurde. Der wurde vorsichtshalber abends mit Folie abgedeckt, wegen den gemeldeten Unwettern, erklärte der Küster. 

 

Alte abgeschnittene Zaunpfähle wurden zurecht geschnitten, und in die Erde geklopft. Das war nötig, erzählt Dietmar, denn als die Straßen neu gemacht wurden, hat man auch die Löcher dicht gemacht, die normal für die Fahnenstangen angedacht waren.

 

Da es in Gronig schon längere Zeit kein Fronleichnam mehr gab, musste mit den Fahnen improvisiert werden. ,,So haben wir alte Zaunstangen in die Erde geklopft und mit Bohnenstangen die Fahnen befestigt", lachte Schröder. Und diese wiederum stammen aus den Gärten der Bürger in unserer Gemeinde. 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Schdani (Freitag, 01 Juni 2018 10:27)

    Die hl. Messe ist eine heilige Feier, die Feier der hl. Liturgie und wird nicht "gestaltet" wie häufig verlautet, von niemandem. Und auch ein Priester oder Bischof kann diese Feier nicht "gestalten", sondern hat sich als Diener Christi genau an die Rubriken, die kirchlichen Vorschriften für den Vollzug der Liturgie, zu halten. Das ist oft nicht (mehr) bekannt oder wird auch bewußt mißachtet, denn man will sich ja selber "einbringen" usw. Das ist aber nicht der Auftrag Christi und der Sinn der hl. Messe.

    Das sog. letzte Abendmahl Christi wird in keiner hl. Messe "nachgefeiert", sondern in jeder hl. Messe wird das Opfer Christi in unblutiger Weise neu begangen. Und dafür feiert die Kirche diesen eigenen Festtag Fronleichnam (Fron= Herr; das Pendant ist Frau= Herrin) als öffentliche Bekundung der realen Gegenwart Christi (Fleisch und Blut) im Sakrament der hl. Eucharistie. Daran erinnert auch das 5. Gesätz im "lichtreichen Rosenkranz".