Wenn die Owerdahl-Groniger gege die von Gilleswilla spiele

Gemeinde Oberthal

.....dann passiert folgendes:

Unser neuer Kommentator Alexander Sandmann aus Gilleswilla hat beide Mannschaften realistisch unter die Lupe genommen und seinen Senf dazu gegeben. Hierbei dreht es sich um Spiele der Alten Herren aus Gilleswilla. Eigentlich sind es keine

 

Spielberichte der herkömmlichen Art, wie er selbst sagt, sondern eher satirische Beiträge über das fußballerische Leben Älter gewordener Männer. Und die haben es nicht immer ganz leicht:

 

Der Beweis der String-Theory oder warum eine Nacht im grünen Kakadu das Obere Thal Gronisch entsetze!

Samstag, 16. Juni 2018
SG Gronig/Oberthal - SFG 2:2 (0:1)
Tore: 0:1 Oliver Hofmann | 0:2 Alexander Scheid
1:2 & 2:2 Lars Behlau

Aufstellungen:

Koschda Kordalis
Steven Busch ... Tobias Federkeil ... Joachim Kuhn ... Jürgen Born ... Ariebert Laub ... Thomas Dammberger ... Thomas Allerchen ... Thorsten Klein ... Lars Behlau ... Daniel Busch

Ergänzungen: Christian Janssen, Steffen Pellmann, Jochen Müller | Übungsleiter: Dr. fut. Ariebert Laub

Hanfred Kaiser
Tobias Frei ... Steven von Ehr ... David Getrey ... Alex Scheid ... Christian Dahl ... Oliver Hofmann ... Andreas Klein ... John Grässer ... Elmar Kelkel ... Klaus Scheid

Ergänzungen: Kalle Blomquist, John Grässer Jr.
Übungsleiter: Christian »My Lovely« Schwan

 

Fangen wir heute mal einfach mit dem Autor an, wobei fangen exakt das simplifiziert, was an diesem Wochenende geschehen ist. Wo soll wir anfangen? Beim Einfangen? 
Irgendwie sind wir ja ein wenig befangen, weil wir nicht stinken wollen wie ein Pfingstochse am Valentinstag, nur weil sich heute - dank Eigenlob - alles um den Autor dreht, aber dann sind wir wiederum Gefangen! Gefangen von der wunderbaren Einzigartigkeit des Seins im Universum, welches uns heute die gottgegebene Herrlichkeit in Verbindung mit graziöser Einfältigkeit, dank der Unbefangenheit im Umfangen der Empfangenen eingefangen hat. Zu schwer?

 

O.k., fangen wir noch mal von vorne an. Er, also der, der heute von sich nur noch in der dritten Person redet, musste man am Samstag einfangen. Zuvor hatte er den heiligen Geist empfangen, denn nur so lässt sich der Glanz, die Grazie, ja die Anmut beschreiben, wie heut die Wanderdüne über das Grün filigriert ist. Um mit den Worten eines Caledonischen Barden jenes Ereignis zu beschreiben: Es war wie eine Nacht im grünen Kakadu, wie ein Tanz an der Stange bei Edeka, zwischen Avocados und Himbeermarmelade, dieses aufreizende Gewibbe an der Zitruspresse, auf und nieder immer wieder, versüßt mit so viel Poesie.

 

Bevor wir uns nur noch mit IHM beschäftigen, werfen wir einen Blick auf unseren Gegner. Einige Jahrhunderte lang waren sie die Giganten der Gemeinde. Gefühlt spielten sie immer in einem anderen Universum, gefühlt haben sie sich auch immer, als wären sie in Selbigen und uns spüren lassen, haben sie es uns, bei jeder sich gebenden Gelegenheit. So, liebe Freunde der Gemeinde, der keine Hieb zur Seite musste mal eben sein, aber ansonsten lieben wir Euch und freuen uns immer auf die Titanen vom Mombach und die Giganten von Osenberg.

 

Aber der Fußball kann schon manchmal eine Bitch sein. Vereinbart war vor dem Spiel, dass der Platz in der Mitte um gefühlte 20 Meter zusammengeschoben wird und Arie sagte uns der Bosch würde das schon machen, der aber wiederum an der Côte Azur weilte. Sah er die Katastrophe etwa kommen? Eventuell hätte er das Kästchen hüten und die Einschläge verkraften müssen und später geknickt am Torpfosten gesessen und nach Eier gefordert.

 

Ja, je länger das Vorspiel, desto nasser die Katze. Also lassen wir sie endlich aus dem Sack. Fulminant legten die, in satten grün gekleideten, Gastgeber los. Die Passmachine rollte an, es war wie ein Geschiebe an der Fleischtheke. Ein Bäuchlein hier, ne Haxe da. Während wir noch bestrebt waren den Bus vor den Kasten zu schieben und unsere taktische Raffinesse, das 1-9-1 Spiel vorzubereiten, tänzelte der laubende Ariebert kuhn über allerchen Busch, um mit Damm it! Berge zu versetzen und einen Federkeil nach dem anderen um den Born zu treiben.

 

Und auf der Tribüne analysierten weitere Urgesteine das bunte Treiben. So viel Prominenz sieht man ansonsten nur noch in der Allianz-Arena. Wenn man vom Kopfschütteln ein Schleudertrauma bekäme, ging dies als Arbeitsunfall durch? Vorsorglich untersuchte Allianz-Ternig den Noffts Kurt, konnte aber außer eingeschlafenen Füssen, keine weiteren Nebenwirkungen des Spiels erkennen.

 

Das obere Thal war gronisch entsetzt. Denn immer wieder war Schluss, wenn der Kaiser gefragt war. Wer seinen Bus Hanf-red nennen darf, dem schwant nix an, selbst wenn der Übungsleiter heut selbiges geraucht hätte, denn im Anschluss war ja das Fest der Feuerwehr am Herrenwald, wo sonst nur in seiner Datscha der Baum brennt. Davor stand ein Bollwerk neben dem anderen. Andy machte regelmäßig Him und Bim mit seinen Gegnern und vor Tobias wurde auch nie was Frei. Zentral sorgte der Güdesweiler Dorfadel, heut vertreten durch den Gebruder Steven und die Hau-Um-Garantie David Getrey für Ruhe im Karton.

 

Sobald das Leder abklatschte und der Ball erobert wurde, ging das Schaltspiel los. Wup und hin zum Jedi-Meister Oli Hof-Kenobi, der zusammen mit Christian - die Vortriebsmaschine - Dahl potzplitz einen Gang höher schaltete. Durch geschickte Verlagerung der Seitenanker gelang es uns über John Grässer, die linke Hand des Teufels, mächtig Dampf im Kessel zu erzeugen. War jedoch die rechte Seite gefordert, so mussten eventuelle Verzögerungen in Kauf genommen werden.

Wie um Himmels Willen der Coach auf die tollkühne Idee kam, ernsthaft zu glauben, dass der dortige Akteur für ein schnelles Umschaltspiel steht, weiss der Teufel. Bekam die dort wandernde Düne den Ball, so starb die Hoffnung noch vor der Erkenntnis. Hundert Meter Grün vor sich! Wie soll dieser Weg gemeistert werden? Ab und an half ein Lufthauch, wenn auch nur so weit ein Teebeutel fliegen kann. Dann aber veranstaltete man im Zentrum zuerst mal ein Sit-In und tauschte Panini-Bilder. An dieser Stelle könnte man sich ja Witze über die Unpünktlich der der Deutschen Bahn erzählen, nur weiss niemand ob die ankommen.

 

Ankam er ja auch immer, meist sogar mit Ball, so wie das ein oder andere Mal auch in der Vergangenheit, nur heut war alles anders. Die Eleganz war heut sein Spießgeselle, was auch zur überraschenden Führung führte. Ein kurzer Stopp, ein langer Atemzug, großzügig vom Gegner genehmigt und der Zauber begann. Der Blick wandert über das Feld, freudig erkennend, dass man die lange Strecke endlich überwunden hatte und sofort sah er die Lücke. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks passte er den Ball nahe dem Elferpunkt.

 

Der Rest ist schnell erklärt. Elmar stoppt, Oli netzt. Mehr brauch man über ein normales Tor nicht zu schreiben. Erwähnenswert bei einem Tor ist lediglich die Vorbereitung und die wurde ja qualitativ bereits als phänomenal bezeichnet.

Aber weiter rannte die SG an, als wäre Adam naggisch hinter Eva her. Zahlreiche Chancen wurden kreiert, aber entweder stand der Kaiserbus im Weg oder man verfehlte einfach nur den Kasten.

 

Lassen wir die Bröckeleien weg, verschrubeln ein paar Szenen und widmen uns der eigentlichen Sensation. Das 2:0! Erwähnenswert bei einem Tor ist ja lediglich der Act an sich, während die Vorbereitung kaum von Bedeutung ist, weshalb wir uns hier qualitativ, als auch quantitativ ausschließlich mit diesem Treffer beschäftigen.

 

Irgendwie war er wieder da und dort, in der gegnerischen Box auf einmal da und sah dort wie der Ball weit über Aller die Aussenlinie entgegeneilte. Roch er den Braten oder war es die Illusion von verbrauchtem Zigarettendampf? Urplitzlich folgte er dem Leder, stoppte zart und mit viel Effet das Kügelchen, noch bevor ein machtvoll erscheinender Verteidiger seinen Elan zu bremsen vermochte.

 

Mit dem Absatz zog er das Leder entlang der Längsachse seiner angestrammten Waden, vorbei an Freund und Feind zugleich, verlagerte geschickt die kaum vorhandene Masse, seines eh schwerpunkttiefen Körpers aus Alabastaseide um das Wenden vorzubereiten.

 

Hätte Albert Einstein diesen Vorgang beobachtet, so hätte er aus dem Stand die Lösung der String-Theory errechnet. A x S3 im Quadrat und schon wäre CR7 vergessen und AS9 geboren. Es blieb ihm noch ein wenig Zeit und so beobachtete er noch einen Zeisig beim Abendgesang in einer Birke jenseits des Tales. Nun wurde es aber Zeit das Kunstwerk zu vollenden. Während im Kasten unzüglich der Koschda Kordalis auf die Entscheidung wartete, ob es nun eine Flanke oder eine Flanke werden sollte, hatte er sich bereits entschieden.

 

Noch einmal streichelte er zart das Geschoss, ehe sich das Leder, wie von selbst in Position brachte. Schien es zu ahnen, was nun passieren sollte? Wollte es mit Höflichkeit zuvorkommen? Kein Windhauch war mehr zu vernehmen, kein Atemzug mehr zu spüren. Es war wie in jenem Moment wo ein Sturm noch einmal tief Luft holt, bevor das Donnerwetter beginnt. Ein Hauch von Schicksal umgab die Arena.

 

Dann spannte er den Fuß, wagte einen weitern prüfenden Blick in Richtung Zentrum, wo Heerscharen seiner Artgenossen wild fuchtelten, als würden sie den Einschlag kaum mehr erwarten können. Jetzt hörte Er Stimmen. Mach et Otze, mach et ... oder so ähnlich. Er weiß es nicht mehr so genau, es war ihm auch egal. Nein, huldigen lassen wollte er sich erst nach dem Vollzug des Actes, schließlich wollte man nicht zum fussikus Interruptus werden.

 

Endlich traf er den Ball. An jenem Punkte wo Welten verschmelzen, wo das Ende des Grashalmes sich erstreckt, um noch eine winzige Berührung zu erhaschen. Sein kleiner Zeh hob sich just in jenem Moment wo der Quanteneffekt seine größtmögliche Absorption erzielt, um den entscheidenden Drall zu verursachen. So hob das Leder sich vom Boden um sinusgleich in den Steigflug überzugehen. Immer schneller umkreist sich das Leder, um sich selber, so wie er einst an Kirmes auf der Knubautobahn, wenn er vergessen hatte, wo die Mädels standen.

 

Der Weg war noch lang, aber schon zum Ziele ausgemacht. Koschda im Tor war wie Hella von Sinnen, dreht sich um Miterleben zu dürfen, wie dieser Ball Sekundenbruchteile später hinter ihm, im satten Dreieck und gänzlich ohne das Aluminium zu berühren, das Netz zum Zittern brachte. Erst jetzt' kurz nach dem Einschlag vermochte er die Stimmen zu deuten, die kurz zuvor noch seine Wahrnehmung trübten.

 

Nicht mach et Otze war zu hören. Isch könnt Kotze! Was macht der do? Spiel ab und noch viel furchtbarere Worte mehr waren noch für einen kleinen Moment vernehmbar, bevor die Ekstase das Publikum zu kochen brachte.

 

Was für ein Moment! Später dann, am Tresen, nachdem er sich den Weg durch die Massen gebannt hatte, war die Bescheidenheit sein treuer Begleiter. Fast schon peinlich war es ihm, immer und immer wieder von jenem Moment zu erzählen. Drum bat er auch den Autor kein großes Ding aus der Sache zu machen, schließlich netzte auch die SG noch zweimal ein und mehr wie einen Punkt, war an jenem Abend einfach nicht zu entführen.

 

Bald treffen wir uns ja wieder. Diesmal auf künstlichem Rasen an der Gombach. Warten wir also ab was dann noch alles passieren kann.

 

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Dirrersch Barbara (Donnerstag, 21 Juni 2018 00:08)

    Wie komm eich dann no Bliese, die hann User Dorf spillt Fußball, die stroß ess doch gesperrt Isabell! Gruß Bäbbche

  • #2

    Schuh Jean-Paul (Donnerstag, 21 Juni 2018 08:54)

    Nur es Bild passt nicht dazu. �
    Auf dem Bild ist das Väter- Spiel am Jugendtag. ��

  • #3

    Dirrersch Barbara (Freitag, 22 Juni 2018 18:46)

    Ab Moondach es Owwerdal no Bliese zu, wie komm eich dann bei de KIK e Kiddelscherz käfe. Bäbbche.

  • #4

    Isabelle (Freitag, 22 Juni 2018 22:54)

    Warum willschd du als no Bliese? Bleib scheen im Owwerdahl, Bäbbche und geh zum Nkd.