International gemischter Frühschoppen in Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

Von überall strömten die Menschen am Montagmorgen zum Frühschoppen nach Güdesweiler, der weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Ein gemischtes Publikum aus der Gemeinde Oberthal und den benachbarten Dörfern und mitten

 

 

 

drin Pater Ignasius Marus, als Hahn im Korb unter den ,,Herbert´s Angels". Das sind die Mädels vom Frauenfrühschoppen, die 1992 an Kerwe-Mondach das Gasthaus ,,Zum Flare" kaperten und seitdem dort ihr Unwesen trieben. Doch seit einigen Jahren gibt es den Frauenfrühschoppen gemeinsam mit den Männern im Zelt. Seit 4 Jahren versuchen die Männer sich daran zu gewöhnen, denn die Frauen machen einfach mehr Stimmung, erzählt man sich.

 

Übrigens, Logo-Shirt, Liedtexte, Hämmelchen Hermann, Sonnenbrille und gute Stimmung sollen zur Grundausstattung der Herbert´s Angels gehören. Und außerdem gibts jo noch die junge Kerwe-Schneggscha, die sich im Laufe der Zeit dazu gesellten. Sozusagen die zweite Generation. Das Team der  Kerwe-Schneggscha stand jahrelang unter der royalen Leitung von Queen Mom höchst selbst, manchen besser bekannt als ,,Polver Reesje".

 

Aufjedenfall bezeichnend für den Frauenfrühschoppen ist, dass hier nicht lang abgewartet wird, bis do mo endlich was passiert, sondern do wird direkt gesung, getanzt, geschwätzt unn de Dorschd gelöscht!

 

 

 Aber nicht nur die Frauen machten Stimmung, währenddessen fingen auch die alten Herren an, mit Verstärkung der jüngeren Generation, ihre Stimmen zu ölen. Aus 24 Kehlen, einschließlich Landrat Udo Recktenwald, Ortsvorsteher Timo Backes, Hämmel Häsje und Chorleiter Günther Haßdenteufel, ertönten alt bekannte Lieder wie ,,Mädel draußen ist es schön", ,,Aus der Traube in die Tonne" oder als Zugabe der ,,Bajazzo".  

 

Insgesamt wurden  7 Lieder vorgetragen. Dabei wurde nur 2 Mal geprobt, wie Hans Gatzweiler bestätigte. Was damals am 06. Juli 1880 so euphorisch begann, nämlich die Gründung des Gesangsvereines durch 20 junge Männer, hatte im April 2017 ein jähes Ende gefunden. Der Männergesangsverein ,,Cäcilia Güdesweiler" löste sich wegen mangelnder Sänger auf.

 

Nur noch 4 Sänger waren bereit weiter zumachen und Nachwuchs war auch nicht in Sicht. Es bestand aber der Wunsch unbedingt an ,,Kerwemondach" als ,,Kerwechor" weiter zu machen. Als Koordinator dieses Projektes, will Gatzweiler dies auch beibehalten. Hier gibt es weitere Ausschnitte des Chores vom Kerwe-Mondach:

 

https://www.youtube.com/watch?v=roiqNBH5cw8&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=KXIhWl5LLaI

https://www.youtube.com/watch?v=cwkpmV3BBms&feature=youtu.be

 

 

 

Und einer der jedes Jahr immer wieder zur Güdesweiler Kirmes kommt, obwohl er schon 30 Jahre in Marpingen lebt, ist Klaus Jung. 30 Jahre Marpingen, 30 Jahre Güdesweiler, da ist man aber auch wirklich hin und hergerissen. Mit seiner Kamera hat er all über die Jahre hinweg die Kirmes in Bildern festgehalten. Die folgenden Bilder stammen von ihm und sind von Kerwe-Sonndach, beim Verlesen der Kerwered der IG Hämmel.

 

 

Kerwe-Frühschoppen hieß aber auch für den MV Steinberg-Deckenhardt bei gefühlten 40 Grad, die Besucher musikalisch zu unterhalten. ,,Trotz der tropischen Temperaturen hat es sehr viel Spaß gemacht", sagte Verena Wagner und bedankte sich im Namen des Musikvereines für die hervorragende Bewirtung bei Christel Will und außerdem bei allen Gästen für die Super-Stimmung! ,,Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr"

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Kommentare: 8
  • #1

    Schdani (Freitag, 03 August 2018 10:42)

    Schöne Bilder und zünftig sollte ein Kirchweihfest gefeiert werden, aber was heißt heutzutage Kirchweihfest oder Kerb? Wie viele der Straußbuben und die anderen Teilnehmer wissen wohl eigentlich nicht mehr richtig wie die Kirche von innen aussieht!
    Möglicherweise hat Pater Maros dazu etwas gesagt. Dann hätte seine Teilnahme einen gesitlichen Sinn gemacht- und nächstes Mal vielleicht, hoffentlich in Priesterkleidung.

  • #2

    Birgit Bauer (Freitag, 03 August 2018 19:56)

    Erst mal dir liebe Isabelle für deine schöne Berichterstattung gut wie von dir gewohnt. Dann möchte ich noch erwähnen dass den Hämmeln sehr wohl bewusst ist was genau sie feiern sonst würden sie sich nicht die Arbeit machen, jedes Jahr, um die ganze Tradition zu bewahren. Und man höre und staune- mindestens 2/3 der Hämmel sind ehemalige lang gediente Messdiener. Mir ist persönlich ein Pfarrer oder Pater lieb - auch ohne erkennbare Kleidung- wenn er mit seiner Gemeinde feiert.

  • #3

    Komma... (Freitag, 03 August 2018 20:41)

    ... üben;)

  • #4

    Schdani (Samstag, 04 August 2018 12:16)

    Es gibt eindeutige kirchliche Vorschriften darüber wie sich ein Priester kleiden soll und muß, und das sollte ein Priester auch schon von sich aus wissen.
    Teilzeitpriester hat der Herr Jesus Christus für Seine Kirche nicht vorgesehen. Wenn die Einsicht fehlen sollte, dann gilt dennoch der Gehorsam, auch wenn manchmal Geistliche heute meinen, sich in allem Möglichen "den Menschen" anpassen zu sollen.

  • #5

    Nicole für Herbert‘ s Angels (Samstag, 04 August 2018 16:58)

    Welch wunderbarer Beitrag! Danke Isabelle! Mit deinem Bericht hast du die positive Stimmung, das herzliche und fröhliche Miteinander und die Absicht dahinter, eine alte langjährige Tradition nicht sterben zu lassen, sehr gut transportieren können.
    Sollte man nicht diese rundum gelungene Veranstaltung unter genau diesen positiven Aspekten stehen und wirken lassen ?!
    Ist es nicht geradezu unsere Pflicht, in einer durch digitale Medien geprägten Zeit, in der ein Großteil des Lebens der jüngeren Generation in der virtuellen statt in der realen Welt stattfindet, einen positiven Gegenpol zu setzen?
    Herbert‘ s Angels sagen dazu „Ja!“ und freuen sich auf hoffentlich noch viele schöne gemeinsame Stunden in fröhlicher Runde, wo gepredigte Nächstenliebe auch gelebt wird!

  • #6

    Schdani (Samstag, 04 August 2018 18:21)

    Ein letztes Wort: ich nehme hiermit das eine und andere zurück, was ich in meinen beiden postings geschrieben habe, vor allem auch den Begriff "Teilzeitpriester", und bitte alle, insbesondere Herrn Pater Maros, um Verzeihung.
    Alles Gute.

  • #7

    Michael (Montag, 06 August 2018 16:19)

    Hallo zusammen!
    Liebe Isabelle, das ist wirklich ein schöner Bericht über unsere Kirmes. Ordentlich recherchiert, sachlich, schön.
    Danke, dass Du ein solches Format in unserem kleinen Dörflein am Fuße des Leistberg und die Region unterhältst. Jeder, der einmal einen Text geschrieben, mit Bildern untermauert und veröffentlicht hat weiß, welchen Aufwand dies bedeutet. Ich ziehe meinen Hut. Chapau!

    15 Jahre habe ich der Gruppe um die roten Hüte vorgestanden Ich möchte als „nur“ Mitglied für die Kirmes in Güdesweiler eine Lanze brechen und kurz etwas zu den Kommentaren schreiben.
    Zu#1(2)
    Nur etwa 2 aktive Hämmel besuchen regelmäßig die Kirche.
    Im Zuge der Tradition um die Kirmes jedoch besuchen alle Hämmel inklusive des Kerwehannes die Vorabendmesse am Samstagabend. Auch die Messdiener sind Hämmel in Uniform. Leider habe ich es noch nie aus der Bank sehen dürfen, aber vom Altar aus ist es jedes Jahr beeindruckend. In einem persönlichen Gespräch mit Herrn Maros nach der Messe hat er sich ,sichtlich gerührt, nochmals von Herzen für das Mitwirken der Hämmel am Gottesdienst bedankt und erklärt, dass er es toll findet, wie die Kirmes in Güdesweiler gefeiert wird.
    (Vielleicht veröffentlicht Isabelle ja noch nachträglich das schöne Foto das nach der Messe am Altar aufgenommen wurde)
    Zu #2 und 4
    Wird denn ein Priester vom Altar aus einen jungen Menschen hinter dem PC, dem Smartphone oder der X-Box hervor-, oder einen mittelalten oder jung gebliebenen Menschen vom Golf- oder Fußballplatz wegholen? Ich glaube nein.
    Ist es nicht so, dass Gott immer bei uns ist? Braucht es ein Gotteshaus um zu glauben?
    Ein Mann der Kirche muss sich um die Gemeinde kümmern, sich sehen lassen. Mit den Menschen reden, feiern und leider viel zu oft auch trauern. Dabei muss er das Wort Gottes leben. Das hat Ignaz gemacht und zwar souverän!

    #5 Nicole… Ihr Schätzja!
    Traditionen sind irgendwann nicht mehr zeitgemäß! Ich bin Froh, dass Frauen mittlerweile auch an der Kirmes mitfeiern dürfen ;-p und dass nur selten jemand ein Wort darüber verliert.
    Wir sind im Wandel. Ich wünsch mir, dass wir alle uns weiterhin so gut vertragen und noch lange Kirmes in Güdesweiler feiern dürfen!

    Ich hatte Spaß und bin stolz auf darauf wie es an der Kerb 2018 gelaufen ist. Es waren fünf geile Tage mit den Schaustellern und den Fahrgeschäften.
    Unter Freunden, mit Onkel Karl(sberg Urpils), Nachtplanschen unter Flutlicht im Weiher, Eierpännje zum Frühstück.
    Es gab keine Schlägerei, Kein böses lautes Wort (außer vielleicht wenn die „Angels“ oder die „Schneggscha“ mal wieder lang, laut und schrill gesungen haben :-) ),keinen Vandalismus
    und allem was nicht dazugehören sollte
    Danke an alle beteiligten!

    Schade nur, dass so wenige Familien mit Kindern zur Kirmes kommen. Ich drück die Daumen, dass das weiterhin so aufrecht erhalten werden kann…

    Liebe Grüße @all
    Häsje

  • #8

    Michael (Montag, 06 August 2018 16:51)

    Achso, Schdani....
    Nach außen scheint es, als hättest Du noch nie Kirmes in Güdesweiler gefeiert. Vielleicht kommst Du nächstes Jahr mal vorbei, wenn es am 26.07. wieder heißt.. "Kirmes in Güdesweiler" ... Dann kannste Dich ja mal vorstellen� und wir können den Unterschied zwischen Kirmes, Kirchweih und Pfarrfest erläutern.