Und die Hämmel waren sehr wohl in der Kirche

Gemeinde Oberthal

Nachdem unter dem letzten Bericht über die Güdesweiler Kerb, Kommentare auftauchten, dass die Hämmel bzw. Straußbuben und die anderen Teilnehmer wohl eigentlich nicht mehr richtig wissen, wie die Kirche von innen aussieht, 

 

wollten die Hämmel diese Schmach nicht einfach so auf sich sitzen lassen und schickten als Beweiß dieses Foto. Michael unser Häsje hat darüber hinaus auch Stellung dazu bezogen:

 

,,15 Jahre habe ich der Gruppe um die roten Hüte vorgestanden Ich möchte als „nur“ Mitglied für die Kirmes in Güdesweiler eine Lanze brechen und kurz etwas zu den Kommentaren schreiben":

Nur etwa 2 aktive Hämmel besuchen regelmäßig die Kirche.
Im Zuge der Tradition um die Kirmes jedoch besuchen alle Hämmel inklusive des Kerwehannes die Vorabendmesse am Samstagabend. Auch die Messdiener sind Hämmel in Uniform.

 

Leider habe ich es noch nie aus der Bank sehen dürfen, aber vom Altar aus ist es jedes Jahr beeindruckend. In einem persönlichen Gespräch mit Herrn Maros nach der Messe hat er sich ,sichtlich gerührt, nochmals von Herzen für das Mitwirken der Hämmel am Gottesdienst bedankt und erklärt, dass er es toll findet, wie die Kirmes in Güdesweiler gefeiert wird.

Wird denn ein Priester vom Altar aus einen jungen Menschen hinter dem PC, dem Smartphone oder der X-Box hervor-, oder einen mittelalten oder jung gebliebenen Menschen vom Golf- oder Fußballplatz wegholen? Ich glaube nein.
Ist es nicht so, dass Gott immer bei uns ist? Braucht es ein Gotteshaus um zu glauben?


Ein Mann der Kirche muss sich um die Gemeinde kümmern, sich sehen lassen. Mit den Menschen reden, feiern und leider viel zu oft auch trauern. Dabei muss er das Wort Gottes leben. Das hat Ignaz gemacht und zwar souverän!

Ich hatte Spaß und bin stolz darauf wie es an der Kerb 2018 gelaufen ist. Es waren fünf geile Tage mit den Schaustellern und den Fahrgeschäften.
Unter Freunden, mit Onkel Karl(sberg Urpils), Nachtplanschen unter Flutlicht im Weiher, Eierpännje zum Frühstück.


Es gab keine Schlägerei, Kein böses lautes Wort (außer vielleicht wenn die „Angels“ oder die „Schneggscha“ mal wieder lang, laut und schrill gesungen haben :-) ),keinen Vandalismus und allem was nicht dazugehören sollte
Danke an alle beteiligten!

Schade nur, dass so wenige Familien mit Kindern zur Kirmes kommen. Ich drück die Daumen, dass das weiterhin so aufrecht erhalten werden kann…

Euer Häsje 

 

https://www.saar-heimat.de/2018/08/02/international-gemischter-fr%C3%BChschoppen-in-g%C3%BCdesweiler/

 

v.l. Andreas Bauer, Ken von Ehr, Steven von Ehr, Simon Tritz, Pater Ignasius, Michael Backes, Pascal Jung, Lukas Backes
v.l. Andreas Bauer, Ken von Ehr, Steven von Ehr, Simon Tritz, Pater Ignasius, Michael Backes, Pascal Jung, Lukas Backes

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Kommentare: 3
  • #1

    Sabine Naumann (Dienstag, 07 August 2018 07:50)

    Einfach wunderbar ! Ich selbst habe es jahrelang fast jeden Samstag Abend im
    Gottesdienst miterlebt, dass viele Straußbuben jahrelang Messdiener waren.
    Und außerdem möchte ich auch sagen, es sind alle nette Jung`s !!!

    Auch unser Seelsorger Team ist super !!!! Ich bin mit allen froh !!!

  • #2

    Hilli (Dienstag, 07 August 2018 08:07)

    Richtig, Michi,ihr seid eine super Gruppe und dummes Gespräch gibt es immer schön geschrieben,ein schönes Bild von euch Messdienern.LG

  • #3

    Schdani (Dienstag, 07 August 2018 14:46)

    Nochmals: ich nehme das eine und andere Wort zurück, das ich geschrieben hatte und bitte nochmals alle dort Angesprochenen oder die sich angesprochen fühlen, explizit auch Herrn Pater Maros, um Verzeihung. Das geht mich tatsächlich auch nichts an, aber wenn so ein interessanter Bericht zu lesen ist und man seinen Kommentar als Leser dazu schreiben kann, dann ist es so. Sorry!

    Es ist schön @Michael, daß es diese, Ihre Antwort gibt und für mich als unbedeutenden Zeitgenossen, wenn ich diesen Artikel ein wenig auf mich beziehen darf, ist das eine ziemliche Ehre, sehr freundlich.

    Auf einen Satz möchte ich, wenn möglich, gerne ein wenig eingehen: "Braucht es ein Gotteshaus um zu glauben?" - Diese Frage sollte vielleicht genauer lauten: "Braucht es die Kirche, braucht es die katholische Kirche, um zu glauben?" - Da würde ich antworten: unbedingt braucht es die Kirche, um zu glauben, denn kein Mensch glaubt für sich allein wie auch keiner für sich allein lebt.
    Der Glaube an Jesus Christus, der sich beweist in Erfüllung seiner Lehren und Gebote, und das Leben sind ein und dasselbe im Grunde genommen- für einen Katholiken. Die Kirche vor Ort und auf dem weiten Erdenrund ist ja eine Gemeinschaft von Glaubenden, zu der jeder Katholik aufgrund der beiden Sakramente Taufe und Firmung ganz, mit Leib und Seele, für immer (wie schön ist das!) dazugehört: es ist die Eingliederung in den mystischen Leib Christi, Seine Kirche.
    Und es ist die Liebe zu Ihm, zum Herrn, die immer wieder drängt, sich zu versammeln, um Sein Wort zu hören und Sein Opfer, das sich bei jeder hl. Messe am Altar unblutig erneuert, mitzufeiern und mit ihm nach entsprechender Vorbereitung, dem hl. Sakrament der Beichte, eins zu werden durch den Empfang der hl. Eucharistie; ganz konkret eins zu werden mit dem Gottmenschen Jesus als Wegzehrung für dieses arme Leben auf Erden und als Vorgeschmack für die nie endende ewige Seligkeit im Himmel.

    Darum braucht es die Kirche, als Gemeinschaft/Familie der Gläubigen mit und in Jesus Christus und als Ort/Haus der Versammlung für das hl. Opfer und als gemeinsame Gebetsstätte. Kirche ist immer Wir. Erst im "Wir" der Kirche ist der Mensch ganz er selber, Kind Gottes.