Happy Music am Rathausplatz mit der James HerbBert Band

Gemeinde Oberthal

Was ergibt ein Hauch von Wacken, eine Dosis Rock am Ring und eine Prise Jazz in einer Sommernacht? 

Richtig. Das Erlebnis Sommer Open-Air auf dem Rathausplatz in Oberthal. 

Fast 500 Menschen pilgerten 

 

ins Oberthaler Zentrum, stets ein feines Jäckchen zur Hand, den Partner fest umschlossen und recht schnell waren alle Sitzplätze vor der Bühne hoffnungsvoll besetzt, denn immerhin verhieß das Programm einen Hauch Nostalgie. Happy Music, schon wieder so ein eingedeutschtes Wort, welches unseren, doch immerhin recht umfangreichen Wortschatz, erobert hat.

Und das zu Recht! Lustige Musik kann man schlecht schreiben, am Ballermann geht es musikalisch auch recht lustig zu, allerdings braucht man dafür schon diverse Betäubungsmittel um selbige zu ertragen, wohingegen Happy Music eine ganze Generation prägte. Ein Erfinder des Easy Listening, wie diese amerikanische Musik offiziell genannt wird, war ein Deutscher.

 

 

Hans Last, mit kurzem a wurde später zu James Last mit langem a, schuf ein grandioses Orchester mit fettem Bläsersatz, gefühlvollen Streichern, rhythmischen Percussionsklängen und glänzendem Chor. Rund 40 Frauen und Männer waren notwendig den unisono klingenden Sound zu erzeugen und vielfach wurde seine Musik auch darauf reduziert. James Last war jedoch ein Meister der Einfachheit. Die Arrangements waren stets mehrstimmig, jedoch reduziert er seine Musik auf einen bestimmten Faktor, den Spaß, die gute Laune.

Sichtlich gute Laune versprühte auch unser Bürgermeister der Gemeinde. Schon vor Beginn des Konzertes war Stephan Rausch anzusehen, dass es sich lohnt der Kultur einen gewissen Stellenwert im dörflichen Leben einzuräumen. In der nunmehr dritten Auflage erwies sich bereits sein Engagement und das seiner Mitstreiter, dem Freundeskreis für Kultur in Rathaus Oberthal e.V., als voller Erfolg. Rund 500 Zuschauer waren hellauf begeistert.
Entertainment lebt nun mal von Entertainern. Allen voran zeigte der Mann der vielen Gesichter, Martin Mathias, dafür, dass er kein besseres Business, als das Showbusiness kennt. Bestens präpariert führte er durch das Programm, sorgte für gute Laune bei Alt, wie auch jungem Publikum und bot somit dem eigentlichen Star des Abends eine perfekte Bühne.

 

Das James HerbBert Orchester unter der Leitung von Dietmar Federkeil, einem Eigengewächs der Gemeinde, gehört dann der künstlerische Teil des Abends. Sowie das Opening ertönte schritt der Bandleader leichten Schrittes und swingend durch die Menge hin zur Bühne, um dem Schlussakkord den entsprechenden Akzent zu verleihen.

 

Es war zwar ein kurzer Weg zur Bühne, jedoch ein langer Weg, dieses Orchester zu gründen, die notwendige Musik zu arrangieren und einen eigenen Sound zu schaffen. Und so vielfältig die Schar der Musiker auf der Bühne, so facettenreich war auch das Programm. Mal wurde an an die Zeiten erinnert, wo unser Alt-Bundespräsident Walter Scheel hoch auf einem gelben Wagen durch die Lande streifte, aber meist war das Repertoire geprägt von Klassikern des All American Songbook.

 

 

So endete auch der Abend mit einem Klassiker. Ein Fremder in der Nacht verführte letztendlich auch die Zuhörer dazu, endlich das Tanzbein zu schwingen, sich der Musik zu ergeben, leise zu summen und andächtig die aufziehende Nacht zu begrüßen.

 

Bleibt zu hoffen, dass unser Freundeskreis und Bürgermeister auch im nächsten Jahr ein ähnlich glückliches Händchen beweisen und das Ereignis Musik in einer Sommernacht auf dem Rathausplatz in Oberthal zu einem Dauerbrenner wird, denn nichts ist wichtiger für das gesellschaftliche Miteinander in unserer Gemeinde, als gelungene Unterhaltung. 
Text: Alexander Scheid,
Bilder: Isabelle Möller

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