Güdesweiler Angelsportverein feiert 50-jähriges Jubiläum

Gemeinde Oberthal

An diesem Samstag hatte der Güdesweiler Angelsportverein etwas ganz besonderes zu feiern: 50 Jahre Jubiläum mit Ehrungen für die Mitglieder des Vereines. 

Darüber hinaus gab es am Güdesweiler Weiher den 

 

 

 

 

3. Durchgang für dieses Jahr im Angelwettbewerb. Und den hat Eric Reuter ganz klar für sich entschieden. Dabei kommt es nicht darauf an, wieviel Fische man fängt, sondern das Gewicht der Fische zählt. Und mit 1.35 Kilo hat Eric sich das höchste Gewicht erangelt. Auf Platz zwei landete Werner Schmitt mit 575 gramm, Platz 3 ging an B. Reiter mit 275 gramm.

 

 

v.l.Werner Schmitt, Eric Reuter und B.Reiter
v.l.Werner Schmitt, Eric Reuter und B.Reiter

Ortsvorsteher Timo Backes überreichte den Mitgliedern die Urkunde und gratulierte zum Jubiläum. Zurzeit gibt es 25 Mitglieder, wobei die wenigsten noch angeln. Mike Seibert 1. Vorsitzender des Angelvereins erzählt, dass die letzten 20 Jahre nur noch sonntags die Hütte vom Angelsportverein auf hat. ,,Früher war das anders, da hatten wir samstags und sonntags den ganzen Tag geöffnet". Heute treffen sich nur noch 8 Mann am Sonntag. Und die heißen der ,,Becherclub". Punkt 10 Uhr trudeln sie ein und widmen sich ganz dem Würfelspiel.

 

Das sind Herbert, Bernd, Alois, Josef, Horst, Gerd, Alfons und Gisbert. Und weil das alles gut erzogene Männer sind, ist um Punkt 12 auch schon wieder Schluss mit dem Spielen, denn dann geht es ab heim zum Mittagessen. Von den Gründungsmitgliedern sind nur noch zwei übrig geblieben, das sind Horst Scheid und Nick Will. Und einer von ihnen, der etwas später dazu stieß, ist der 85-jährige Werner Schmitt.

 

v.l Axel Will, Michael Hans, Frank Schröder, Werner Schmitt, Dieter Will, Horst Scheid, Irene Schröder, Riko Schmitt, Mike Seibert
v.l Axel Will, Michael Hans, Frank Schröder, Werner Schmitt, Dieter Will, Horst Scheid, Irene Schröder, Riko Schmitt, Mike Seibert

 

 Im Jahr 1962 kam er nach Güdesweiler. ,,Da hat noch keiner was vom angeln gewusst", erzählt er. ,,Ich habe Nick dazu gebracht mal mit angeln zu gehen. Wir sind dann immer öfter gegangen, haben damals sogar einen Karpfen von über 11 Kilo gefangen, eine Sensation". Mit Einverständnis der Anlieger wurde dann die Gombach hier aufgestaut. 

 

Werner Schmitt war Dorfpolizist in Güdesweiler und als der Verein 1968 gegründet wurde, war er gerade auf einem Fachlehrgang der Polizei. So stieß er erst 1969 dazu. ,,Alle Mitgliedsgründer außer Nick Will und Horst Scheid, sind schon verstorben", erzählt Schmitt. Nicks Elternhaus war die alte Mühle am Gombach, dort hatte er seine Werkstatt. Die musste aber wegen zu weniger Aufträge versteigert werden. Und dann brannte die Werkstatt auch noch nieder.

 

Da die beiden die Idee hatten, eine Weiheranlage zu bauen hat Schmitt die Brandruine für 9500 DM Nick abgekauft und ein Vereinshaus dort gebaut. Schmitt hat darauf hin mit dem damaligen Bürgermeister Theophil Scherer und der Gemeinde die Verhandlungen geführt. So konnte man 1971 das Gelände der heutigen Weiheranlage von der Gemeinde pachten. Und dank der Entstehung der Weiheranlage gab es für Güdesweiler eine Silber-Medaille im Wettbewerb ,,Unser Dorf soll schöner werden".  

 

 

Ein Jahr später war der Weiher fast fertig. In der Nähe gab es ein Wasserbassin, das die Güdesweiler Bevölkerung mit Trinkwasser versorgte. Das Quellwasser vom Leistberg wurde dort hoch gepumpt. Der Bürgermeister hatte die Feuerwehr beauftragt von dort aus Schläuche zu legen, damit die Anlage auch Wasser hatte. Und mit der fertigen Weiheranlage gab es dann sogar Gold für Güdesweiler im Wettbewerb der Dörfer. 

 

Die damaligen Gründungsmitglieder waren: Willfried Schröder, Berthold Rauber, Ewald Rauber, Heribert Schneider, Josef Backes, Meinrad Backes, Hans Treitz, Ewald Held, Günter Federkeil, Manfred Müller, Scheid Horst und Nikolaus Will.

 

Aus dem Verein heraus haben sich später die Schlepperfreunde gebildet und das Maifeuer. Und das war eigentlich zu Anfang ganz klein. ,,Mit ein paar Leuten wollten wir Rico, der am 1.Mai Geburtstag hat, ein kleines Geschenk machen", erzählt der 1. Vorsitzende Mike Seibert. So entstand aus Spass ein kleiner Scheiterhaufen. ,,Das fing klein an und wurde immer größer. Heute hat das Ganze gigantische Ausmaße genommen", fügt Seibert hinzu. 

 

Einer vom Saarländischen Rundfunk hat mal gefragt, wie man auf so eine Idee überhaupt kommen könne. Die Antwort kam prompt: ,,Mir sinn verrückt und verrückte Leut, mache verrückte Sache".

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Petra (Mittwoch, 29 August 2018 17:11)

    Danke Isabelle, ein sehr schöner Bericht.