Gut vernetzt im Landkreis St.Wendel

Foto A. Anna Oertelv.l Hildegard Marx, Stephan Kolling, Sarah Gillen, Ruth Meyer
Foto A. Anna Oertelv.l Hildegard Marx, Stephan Kolling, Sarah Gillen, Ruth Meyer

St.Wendel

 

Die Frauen-Union des Landkreises St.Wendel hatten ins Marienkrankenhaus zum ,,Netzwerk Gesundheit und Pflege" eingeladen.

Im Landkreis St.Wendel gibt es viele 

 

Organisationen und Einrichtungen, die sich dem Thema Gesundheit widmen und sich mit den damit verbundenen Folgethemen wie z. B. Pflege beschäftigen. Genau darauf zielte die Informationsveranstaltung der Frauen-Union (FU!) des Stadtverbandes St. Wendel ab, als sie am 27.08.2018 ins Marienkrankenhaus St. Wendel einlud. Die jeweiligen Netzwerkpartner stellten ihre Tätigkeit vor, informierten in einem Kurzreferat und anschließend an den entsprechenden Infoständen ausführlich über die Möglichkeiten der Unterstützung im Bedarfsfall und boten Maßnahmen an, wie ein selbständiges Leben in der häuslichen Umgebung möglichst lange erhalten werden kann. 

Diese breit gefächerte Versorgungsstruktur im Landkreis hob auch Staatssekretär Stephan Kolling in seiner Ansprache hervor. Die Unterstützungsmöglichkeiten nicht nur der Seniorinnen und Senioren seien vielfältig und umfangreich, so dass eine umfassende Versorgung der Menschen im Landkreis gewährleistet ist. Dies sei nicht zuletzt auch den Anstrengungen der Politik im Saarland und im Landkreis zu verdanken. Trotzdem gibt es immer noch Themen, bei denen es konzertierter Anstrengungen bedarf, um zusätzliche Verbesserungen zu erreichen.

Als Beispiel nannte er die Situation der Pflege sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich und die Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes, verbunden mit vermehrten Anstrengungen im Bereich der Ausbildung. Frau Sarah Gillen, die Vorsitzende der Frauenunion moderierte den Abend.

Das Marienkrankenhaus St. Wendel, in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung stattfand, stellte seine verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten vor, die sowohl auf der professionellen Ebene wie auch im ehrenamtlichen Bereich bereitgehalten werden. Die Arbeit des Sozialdienstes im Krankenhaus spielt eine wichtige Rolle beim Übergang in eine häusliche oder stationäre Versorgung im Anschluss an die Krankenhausbehandlung.

Anhand eines Fallbeispiels stellte Beate Kirsch, die Leiterin des Sozialdienstes, die einzelnen Unterstützungsmöglichkeiten und Überleitungsschritte vor. Frau Anna E. Holzer bot anschließend Einblicke in die ehrenamtliche Unterstützung der Grünen Damen und Herren im Krankenhaus.

Ihre wichtigste Botschaft für die Patientinnen und Patienten ist es, Zeit zu schenken in dem eng getakteten System Krankenhaus. Sie nehmen sich z. B. Zeit zum Gespräch, zum Vorlesen oder für kleine Besorgungen. Monika Krächan, die Projektkoordinatorin des Projektes „Paten mit Herz“ berichtete über den Einsatz von ehrenamtlichen Patinnen und Paten sowohl beim Übergang aus der stationären Versorgung im Krankenhaus in den häuslichen Bereich als auch bei der Begleitung von Seniorinnen und Senioren zu Hause.

Auch ihre wichtigste Botschaft ist es, den alleinlebenden Senioren*innen Zeit zu schenken. Der Pflegestützpunkt St. Wendel wurde von Margarethe Klein vorgestellt, wobei deutlich wurde, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter primär in allen Fragen der Gesundheitsvorsorge und der Pflege beraten und an die entsprechenden Einrichtungen verweisen können, bzw. Unterstützung geben beim Ausfüllen von Anträgen und sonstigem Schriftverkehr. Der Pflegestützpunkt ist sozusagen das Drehkreuz im Landkreis St. Wendel beim Thema Gesundheit und Pflege.

Die Christliche Hospizhilfe, vorgestellt von Ursula Wunsch, kümmert sich um alle Anliegen, die Menschen in der letzten Lebensphase mit ihren Angehörigen beschäftigen. Die Mitarbeiterinnen stehen mit Rat und Tat zur Seite und informieren sowohl über die ambulante wie auch die stationäre Versorgung von Patienten mit schweren Erkrankungen bzw. mit Themen und Problemen, die sich in der letzten Lebensphase ergeben.

Der Direktor der Stiftung Hospital, Dirk Schmitt bezog sich in seinen Ausführungen überwiegend auf die Altenhilfe und erläuterte die unterschiedlichen stationären oder ambulanten Versorgungsmöglichkeiten im Alter. Deren breites Netz an Einrichtungen im Landkreis St. Wendel trägt mit zur Sicherung dieser Versorgung der Bevölkerung bei.

Dorfschwester Frau Kling aus Hoof stellte ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Ort vor. Ihr Engagement reicht von Beratungstätigkeiten bis hin zu tätiger Hilfe und Unterstützung von Menschen. Dies sind oft die kleinen Dinge des Lebens, die den Betroffenen aber enorm helfen und Ängste nehmen. Das Konzept der Dorfschwester ist ein soziales Bindeglied zu den bedürftigen Menschen vor Ort. Eine wichtige Unterstützung und ein Sicherheitsfaktor in der Bewältigung des Alltags stellt der Notruf dar, den Uwe Hupperich für den DRK Kreisverband vorstellte. Dabei ist es wichtig, dass dieser frühzeitig installiert wird, um eine größtmögliche Akzeptanz bei den Senioren*innen zu erreichen.

Eine ähnliche Zielsetzung hat der Energis assist, den vor allem die Angehörigen durch den Kontakt mit den zu Betreuenden schätzen. Der Energis assist ermöglicht in vielen Situationen eine Entlastung durch gezielte Rückmeldungen und Kontaktaufnahmen. Er wurde von Jan Risch vorgestellt. Abgerundet hat die Vortragsreihe die Hinweise von Gabriele Stalter, die sich als Seniorensicherheitsbeauftragte engagiert und die auch noch nach den Vorträgen (ebenso wie die anderen Teilnehmer) für individuelle Fragen an den jeweiligen Ständen zur Verfügung stand.

 

In der Veranstaltung wurde deutlich, wie vielfältig und breit das Angebot im Landkreis St. Wendel bereits ist und wie umfangreich die jeweiligen Unterstützungsmöglichkeiten im Thema Gesundheit und Pflege sind. Die Teilnehmer*innen der Veranstaltung fühlten sich umfassend informiert und beraten - sowohl bei den allgemeinen Vorträgen als auch anschließend an den jeweiligen Ständen der verschiedenen Einrichtungen. Für sie alle war es ein Gewinn bringender Abend. (H.M.) 

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