Michael Marx - Ehrenbürger von Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

 

Michael Marx, geboren 1885 in Güdesweiler war schon in seiner Kindheit seinem Heimatdorf sehr verbunden. Nachdem er 1937 in den Ruhestand ging, beschäftigte er 

 

sich intensiv mit der Heimatforschung. Insbesondere fesselten ihn die Geschichten der alten Dorfbewohner, lauschte ihnen gebannt zu, schrieb sich diese Sagen und Geschichten über sein Heimatdorf Güdesweiler auf und bewahrte sie uns dadurch bis zum heutigen Tage.

 

Um die Geschichte seines Heimatortes Güdesweiler zu erforschen, war ihm kein Ort zu weit gelegen, keine Fahrt zu unbequem und keinen Quellennachweis zu teuer. Wer um geschichtliche Forschung weiß, wer schon einmal in den verschiedensten Archiven und Büchereien in Frankreich und Deutschland wochenlang - und sehr oft suchen musste, der weiß auch dass Marx für ,,sein Güdesweiler" ein Vermögen an Geld geopfert hat.

 

Seine Heimatforschung, seine Liebe zur Heimat, seine Sippen- und Ahnenforschung, hat Alois Scheid damals in Würdigung um die Verdienste von Marx ein Gedicht über Güdesweiler gewidmet:

 

 

Mein Guidesweiler

 

Im schönen Saarlandnorden, dort wo der Gombach fließt, mein kleines Heimatdörfgen, mein Güdesweiler liegt. An Schönheit mannigfaltig, ein ländliches Idyll, fern hastigem Menschentriebe, liegt's einsam und still.

 

Der Leistberg überragt das Dorf in schönster Pracht, und über Waldeswipfeln weht's Heimatlüftgen sacht. Zwei Quellen munter sprudeln, vom Berg der Gombach fließt, das Dörfgen nun halbierend, er sich ins Tal ergießt.

 

Bewässert saft'ge Wiesen, schlängelt durch Waldgesträuch, und überm klaren Wasser, manch Wasservöglein fleucht. Der Glocken silbern Tönen vom hohen Turme klingt, dass es in aller Herzen wie Freud, und Trauer klingt.

 

Sie mahnen zur Besinnung, den Schattenden zur Rast, nimm Einkehr, Heimatbürger, verscheuche Müh und Hast. Von Sagen reich umwoben, die Wildfrauhöhle zeugt, und in der Kreuzkapelle sich mancher Pilger beugt, zu

Valentinus flehet der Pilger fromm und büßt und aus dem Guten Brunnen ein helfend Wasser fließt.

 

Vor zweihundert Jahren kehret ein Wandersmann hier ein, der suchte Ruh und Frieden, er kam vom frohen Rhein. Der Fremde hier erkannte, beendet seine Fahrt. Der stille Waldesfrieden, der hat sich hier bewahrt.

 

Hier stört kein laut Geräusche die stille Einsamkeit, Stadt und Fabrikgeheule liegt fern von hier so weit. Doch trotzdem ist geschäftig das Dorf von früh bis spät, hier herrscht ein emsig Walten, doch alles friedlich geht. O Heimat! liebe Heimat! Bist Frieden Herzgetön, ich will mein ganzes Leben nur deine Fluren gehn.

 

 

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