Ohne Trinkbecher startet nie ein Kerweumzug in Steinberg-Deckenhardt

Gemeinde Oberthal

Es ist Sonntagmittag in Steinberg-Deckenhardt. Die Aussicht grandios, der Himmel blau, wie so mancher Bürger an diesem Tage und die Sonne brennt auf den Asphalt. Eigentlich sollte um 15.00 Uhr 

 

pünktlich der Kerweumzug vor der kleinen Kneipe am Steinmaar starten, alles steht in den Startlöchern vom Musikverein über die Straußbuwe bis hin zu zahlreichen Bürgern aus Steinberg, bis einer laut schreit: ,,Eh, wo sinn dann die Becher"? Tja, und ohne Trinkbecher fährt kein Zug ab in Steinberg-Deckenhardt. 

 

Grenzenlose Aufregung in dem kleinen beschaulichen Ort. Aber wo waren denn nun die Becher. Es ist komplizierter als gedacht: Also, die hätten eigentlich beim Manni Altmeyer im Auto liegen sollen. Nachdem er, der Norbert Schmidt und der Peter Leonhard den Wagen noch geschmückt hatten, lagen die Becher noch beim Norbert Zuhause. 

 

Dann wurden sie mitgenommen in den Wald und die Becher kamen in Mannys Auto. Irgendwann hat der Norbert die dann rausgeholt und wieder bei sich Zuhause deponiert. Hat de Manny awwer net mitkriegt. Der dachte die wären immer noch in seinem Auto. Also sind Manny und Stolze Thomas in dessen Bus runter ins Dorf an Mannys  Auto gefahren und wollten die Becher holen. Nur da waren sie ja nicht mehr. 

 

Mist, also wieder hoch gefahren. ,,Die Becher sinn net do". Bis es aus Norbert endlich rausbricht: ,,Ei die Becher leie doch bei mir dehemm". Und dann konnte endlich der bunte Trupp mit Trinkbecher, Musikverein, Straußbuwe, Maibäume  und dem Steinberger Bergvolk seinen Umzug starten.

 

 

Aber wie war das eigentlich mit der Kerb in Steinberg-Deckenhardt? War die nicht mal vom aussterben bedroht? Nachdem es über Jahre keinen Kerwejahrgang mehr gab, war es der Jahrgang 1964, der 2004, in dem Jahr als man 40 Jahre alt wurde, die Tradition wieder aufleben ließ.

 

Als Kerwejahrgang "FIX unn VIERZIG" sorgte man wieder dafür, dass ein Straußjahrgang vorhanden war. Schnell erklärte sich damals auch der Musikverein bereit, wieder an einem Kerweumzug mitzumachen und musikalisch für die entsprechende Stimmung zu sorgen.

 

Im Jahr darauf übernahm dann auch wieder die Dorfjugend - zunächst noch mit Unterstützung der 1964er - die Tradition und bildete aus ihren Reihen jahrgangsübergreifend einen Straußjahrgang. ,,Seit 2004 ist der Kirmesumzug auch nur einziges Mal und das wetterbedingt ausgefallen", erzählt Peter Wack.

 

Der Jahrgang 1964 ist teilweise immer noch jährlich beim Umzug mit dabei und zieht mit seinen T-Shirts "1964 LIMITED ON TOUR" durchs Dorf. Seit Gründung des Jugendclubs ist es dieser, der federführend dafür sorgt, dass immer ein Straußjahrgang an der Kirmes für die entsprechende Stimmung sorgt.

 

 

,,Unsere Kirmes war in diesem Jahr wieder einmal ein voller Erfolg", stellte Ortsvorsteher Peter Wack fest ,,Und auch die Stimmung war an allen Tagen bombastisch. So feiert man Kirmes. Daher geht ein ganz herzlicher Dank an ALLE, die in irgendeiner Art und Weise zum Gelingen unserer Kirmes beigetragen haben.

 

Ein besonderer Dank geht natürlich an die Musiker von unserem Musikverein, die uns beim Umzug und beim Frühschoppen mit bekannter Qualität unterhalten und zur guten Stimmung beigetragen haben. Auch der Straußjugend ein herzliches Dankeschön für das Aufrechterhalten der Tradition und die schöne Stimmung, für die man bei allen Veranstaltungen mit gesorgt hat".

 

Auch Danke an die Schaustellerfamilie Schröter, die uns auch in diesem Jahr treu geblieben ist und schon fürs nächste Jahr wieder zugesagt hat. Danke auch an die Wirte, die mal wieder ein super Programm zusammengestellt hatten, so dass immer für Unterhaltung gesorgt war. Und weil die Kerb so bombastisch war, muss der Ortsvorsteher Wack erstmal eine längere Pause einlegen von seinem Ortsvorsteher- Dasein. In der Zeit vom Freitag, 21.9.18 bis zum Montag, 05.11.18 wird dann die stellvertretende Ortsvorsteherin Inken Ruppenthal, 06852-991166, das Amt vertreten.

 

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