Wenn Altgiganten gegen die steinernen Jungs vom Deckenhardtgebirge spielen

Gemeinde Oberthal

Ja, dann kann es sein, dass die Güdesweiler Greis-Giganten haushoch mit 0:8 verlieren. 

Schuld könnte der Neucoach gewesen sein, der sich die Frage gefallen lassen muss, warum

 

der Neucoach als wandernde Düne versagte oder wieso Teletubbies im Swingerclub immer zu kurz kommen.

Schon beim Gang in die Kabinen, ging es zu wie derzeit bei Treffen der GroKo in Berlin. Nachdem unmissverständlich feststand, dass wir gegen die steinernen Jungs vom Deckenhardtgebirge gnadenlos untergingen, wurde die Unmissverständlichkeit sofort angezweifelt. »Wir müssen nachverhandeln!«, so das allgemeine Credo ohne Excelis Deo.

Was war passiert? Nun, Teile unserer Aussagen würden die Bevölkerung nur noch zusätzlich verunsichern. Sicher ist derzeit nur, dass nichts sicher ist, was sicher noch sehr Unsicher formuliert ist. Der Neucoach, auf die Niederlage angesprochen, gab zu Protokoll, dass er sich nicht mehr erinnern könne.

 

Wie in Berlin brauchen auch wir einen Horst, also denjenigen, den wir steinigen können. Fangen wir beim Coach an. Wer aber hat einer wandernden Düne die Geschicke einer Mannschaft anvertraut? Natürlich ein Bazi und so schwant uns schreckliches. Steht der Schwan in der griechischen Mythologie noch als Sinnbild für ein beliebtes erotisches Motiv, so stand unser Schwan am Rande und verfolgte das Geschehen mit Erschrecken.

 

Fassen wir die Ereignisse zusammen, so kann den Coach gar keine Schuld treffen! Wer so langsam läuft, wird einfach nicht getroffen. Aber greifen wir da nicht zu kurz? Tagelang verschanzte sich die Düne im Hobbykeller und bastelte mit seinen Teletubbies am Konzept gegen Stainbersch. So ginge es bei uns zu wie im Swingerclub, wenn plötzlich einer ruft: »Hey Chef, mach mal das Licht an, ich habe jetzt aus versehen zum dritten Mal mit meiner eigenen Frau geschlafen!«

Jedenfalls war der Andrang riesig. Sorgen wir uns in der Regel darum, beim nächsten Match überhaupt genug Spieler an Bord zu haben, so ging es diesmal in unserer Kabine recht eng zu. So eng, dass der ein oder andere Spieler gerne zwei Trikots vernäht hätte, nur um seinen Astrallkörper entsprechend verdecken zu können.

Aber wir hacken jetzt nicht auf unseren Spielern rum, wir hacken diesmal nur auf den Trainer ein. Vielleicht bringen wir ihn ja so dazu, dass er freiwillig das Handtuch wirft. Die Frage ist nur, wie weit wirft er? Jedenfalls wissen wir aus gut unterrichteten Kreisen, dass er das Spiel zuerst noch analysieren müsse. In der Vergangenheit stellte er sich sich immer schützend vor seine Jungs. Bei seiner Pressekonferenz am Weltmännertag im November erfahren wir mehr.

 

Bedauerlicherweise haben aber wir einen Rücktritt zu verzeichnen. Kalle, die Kanone aus Ludweiler, der Hammer vom Lappentaschenhof und stolzer Betreiber eines Brennholzverleihs im Teutoburger Wald verkündete seinen Abschied und so konnte die Redaktion noch ein letztes Interview mit ihm führen.

 

 

»Kalle, als Vater vierer Kinder und Trucker aus Leidenschaft, wie fühlst du dich an deinem letzten Tag im Trikot der SFG?« Karl-Heinz, bescheiden wie immer antwortete im Effekt: »Als Vater vieler Kinder muss es heißen, schließlich reise ich oft, aber der Vaterschaftstest hat vieles kaputt gemacht in unserer Gesellschaft, weshalb die Pharmaindustrie endlich die Pille für den Mann entwickelt hat. Sie ändert einfach die Blutgruppe.

Schon im 18. Jahrhundert haben französische Männer versucht nur Jungen zu zeugen in dem sie sich den linken Hoden abgebunden haben. O.K., das muss man mögen, aber das ist nun Nebensache. Meine Eltern entschieden sich damals jedoch für die künstliche Befruchtung, aber auch da kann man schön enttäuscht werden. Sie betrieben einen riesen Aufwand um ne schöne Katharina zu zeugen und Jahre stand ich vor ihnen und und sagte: »So, ab heute heiße ich Kalle und werd Fernfahrer.«

 

»Kalle, du hättest Pipi in den Augen, als du deine Ehrenrunde gedreht hast? Was ging in dir vor?« Und wieder kam ein typischer Kalle: »Meine Uhr jedenfalls nicht, aber ich dachte über meine Karriere nach und resultierte, dass ich heute mehr an den ADAC glaube, als an die katholische Kirche, denn von den gelben Engel habe ich wenigstens eine Telefonnummer.«

Kalle! Wir werden Dich vermiesen! Du bist ein Mann der Superlativen. Als wir uns kennen- und lieben lernten, erzählte er mir einen Schwank aus seiner Jugend, der mich bis heut verzückt: »Weißt du, ich war sogar mal mit seinem Geschlechtsteil im Guinness Buch der Rekorde, aber dann wurde ich aus der Buchhandlung geworfen.«

 

Aber was machen wir jetzt mit dem Coach? Wir befördern ihn zum Sonderberater, denn bis zum Weltmännertag is noch weit und wenn wir bedenken, dass am kommenden Samstag, die Vorstädter aus Bliesen anreisen, sollten wir uns dringend Gedanken machen, wer das Amt übernimmt, denn noch so ne Vorstellung á la Teletubbies und wir können gleich zur Darmspiegelung. Ohne Narkose!

 

Text: Alex Scheid

Aufstellung
Harald Bermes | Florian Frei ... Christopher Klein ... Manuel Künzer | Elmar Kelkel ... Alexander Scheid | Manuel Werle ... Simon Tritz ... Michael Schirra ... Dominik Werle | Tim Thielen

Bank: Christoph Bost, Klaus Scheid, Christoph Ternig, 
Kalle Höchst, Steven von Ehr

 

 

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