Warum die Güdesweiler Kirche da steht, wo sie jetzt steht

Gemeinde Oberthal

 Licht und Dunkel, Tag und Nacht, beides bestimmen die Zeit und das Leben der Menschen.

Pfarrer Peter Kohler hatte einmal gesagt: ,,Wenn die Steine und Mauern der Pfarrkirche ,,Christkönig" reden könnten, sie hätten 

 

warscheinlich viel zu erzählen vom Licht und Dunkel der Menschen hier. Nachrichten über kirchliches Leben in Güdesweiler reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Doch soweit wollen wir gar nicht zurück gehen, denn mich interessierte die Frage, nach einer mündlichen Erzählung eines Güdesweiler Bürger, warum die Kirche heute an diesem Standort steht und warum sie so groß gebaut wurde, obwohl zu gegebener Zeit die Einwohnerzahl von Güdesweiler sich mal gerade auf ca. 750 belief. Das Kirchenschiff hat eine Länge von 32,25 m, und misst in der Breite 15,5 m.

 

Mit dem Eremit Johannes Nonninger beginnt eigentlich die Zeit, die sicher belegt werden kann. Er siedelte sich im Jahre 1750/51 in Güdesweiler an und errichtete bald eine Kapelle mit Klausnerwohnung in der Nähe des heutigen Güdesweiler Friedhofes. Dort entwarf er auch den Plan für eine neue Kirche mit Chor, die an die quadratische Kapelle angebaut werden sollte. Und so war die Kapelle bis zum Neubau einer eigenen Pfarrkirche das einzige Gotteshaus in Güdesweiler. Und der Weg war weit und beschwerlich bis dort hin.

 

Heute stehen an der Valentinskapelle noch die Restmauern mit Kreuz und Altar
Heute stehen an der Valentinskapelle noch die Restmauern mit Kreuz und Altar

 

Mit der Zeit mangelte es an fürsorglicher Pflege der Kapelle und hier wird mündlich berichtet, die Güdesweiler hätten dies absichtlich getan, weil man eine Kirche im Dorf haben wollte. Die Kapelle vermoderte, die Inneneinrichtung verfiel mehr und mehr, das Dach wurde schadhaft und der Wind brauste durch die Fenster und nach einigen Jahren glich das Werk des frommen Klausners Nonninger nur noch einem Trümmerhaufen. 

 

Daraufhin wurde 1905 von Pfarrer Opp aus Namborn die Kapelle geschlossen. Hier existiert ein Beschwerdebrief von Güdesweiler Bürger an das Bischhöfliche Generalvikariat, in dem es heißt, Opp habe gesagt: ,,Ja die Kapelle ist alt, morsch, feucht und ungesund, ich kann keine Messe mehr hier halten". Und damit war für die Güdesweiler endgültig der Zeitpunkt gekommen, eine eigene Kirche im Ort zu planen und zu bauen. 1934 wurde auf Anordnung der hiesigen Polizei wegen Baufälligkeit die Kapelle niedergerissen. So musste man notgedrungen nach Namborn zur Messe gehen.

 

Doch Pfarrer Opp unterstütze die Güdesweiler Bürger bei ihrem Vorhaben. Da zur damaligen Zeit Güdesweiler an die Pfarrei in Namborn angeschlossen war, gab es gleich mehrere Gründe sich von Namborn zu lösen: Zu einem der weite Kirchweg, die Kirche in Namborn viel zu klein war und in einem weiteren Brief schrieb der Namborner Pfarrer Opp: ,,Von jeher herrsche ein scharfer Gegensatz zwischen den Bürgern von Guidesweiler und Namborn".

 

Und schon 1827 wollten die Güdesweiler weg von Namborn nach Oberthal. Dies wurde aber abgelehnt, weil Oberthal mit Immweiler, Linden, Osenbach und Gronig schon vier Filialen hatten. Und außerdem konnte Namborn damit auch nicht einverstanden sein, denn Güdesweiler brachte die meisten Beiträge in die Pfarrkasse von Namborn. Mit 100 Unterschriften, das Güdesweiler Volk wurde langsam ungeduldig, wendeten sie sich 1908 an das Bischhöfliche Generalvikariat mit der Bitte um die Selbständigkeit als Pfarrei. 

Die Kapelle kurz vor dem Verfall
Die Kapelle kurz vor dem Verfall

 

Aber erst zwei Jahre später, 1910 waren die Pläne überarbeitet und eine Genehmigung aus Trier erteilt. Einem Baubeginn stand also nichts mehr im Wege. Und doch geriet die Arbeit ins Stocken. Was für die Güdesweiler so hoffnungsvoll begann, endete nun plötzlich. Um den Kirchenbau wird es still, keine Einträge in den Büchern sind zu finden. Umstände waren wohl der erste Weltkrieg und vielleicht die Versetzung des Pfarrers Opp.

 

Erst 1918 und 1922 gab es weitere Einträge, indem Güdesweiler Kapellengemeinde mit eigenem Vorstand werden sollte. Und der setzte sich so zusammen: Pfarrer Matthias Girst, Johann Scherer II, Karl Scheid, Peter Rauber, Peter Schütz, August Scheid und Nikolaus Trapp. Gemeinsam mit dem Pfarrer ging man nun die Verwirklichung ihres Projektes an - den Neubau einer eigenen Pfarrkirche.

 

Hierzu lag dem Gemeinderat ein Antrag der Kapellengemeinde Güdesweiler vor, indem sich erschließen lässt, das der Erlös aus dem Feldspatbruch, den die Gemeinde verpachtet hatte, zum Zwecke der Erbauung der Güdesweiler Kirche zugute kommt. In einem neuen Steinbruch ,,Am Wege zur Kapelle" sollten die Bruchsteine für den Kirchenbau gewonnen werden. Die Entwürfe wurden in Trier eingereicht und auf den Prüfstand gebracht und kamen prompt zurück, die die Frage betreffen, warum die Projektierung der Kirche so groß ausfiel.

 

Dazu Trier: ,,Die Größe der Kirche scheint über das Maß, des Notwendigen hinauszugehen". Der neue Pfarrer Girst beantwortete diese Frage durch den Bau der Bahn St.Wendel - Theley, Bergleute bleiben im Ort, es wurden 20 neue Häuser gebaut, ein Unternehmer wolle an Ort und Stelle eine Porzellanfabrik errichten und 200 Arbeiter, vorwiegend Katholiken einstellen. Außerdem könnten die 200 Katholiken aus Steinberg-Deckenhardt nach Güdesweiler zur Kirche gehen, was günstiger läge als Wolfersweiler.

 

Kirche von der Bliesener Straße aus gesehen
Kirche von der Bliesener Straße aus gesehen

 

Der Unternehmer von hier die Rede ist, war die Firma Geraldy aus Saarbrücken, die neben der Firma Fischer auch eine Genehmigung zur Ausbeutung von Feldspat, Schwerspat und Ton am Leistberg beantragt hatte. Zuvor bestand schon ein Vertrag mit der Firma Fischer und trotzdem beschloss der Gemeinderat durch eine weitere Geländeverpachtung am Leistberghang mit der Firma Geraldy einen weiteren Vertrag abzuschließen.

 

Es kam zu einem Prozess zwischen der Firma Fischer und der Gemeinde Oberthal, den die Gemeinde verlor. Und auch der Vertrag mit der Firma Geraldy scheiterte. So war die Finanzierung des Kirchenbaus ins Stocken geraten, denn der Feldspat sollte hierfür die Gelder liefern. Material und Eigenleistung sollten von den Güdesweiler kommen, der Rest sollte geliehen werden und getilgt werden durch den Feldspat.

 

Der Regierungskommission schien das Bauvorhaben der Güdesweiler ebenfalls viel zu groß, sie verlangte dass das Pfarrhaus, das Ökonomiegebäude und der Turm weggelassen werden sollte. Es gab neue Verträge zum Brechen der benötigten Steine im neuen Steinbruch und so erfolgte am 15. September 1924 der erste Spatenstich. Nach dem Herbst erfolgte der nächste Schock für Güdesweiler. Aufgrund einer Anzeige wurden die Bauarbeiten baupolizeilich eingestellt. Dechant Backes aus Bliesen bemängelte gegenüber Trier den Bau als zu groß und zweifelte am Finanzierungsplan und legte noch andere Gründe vor, die Genehmigungen und geliefertes Material betrafen.

 

Von der Dorfstraße aus
Von der Dorfstraße aus

 

1925 teilt Trier mit, dass es den Weiterbau nicht verbiete, aber die Saarregierung verweigerte weiterhin den Bau im geplanten Umfang. Es gab neue Finanzierungspläne, weitere Gutachten, durch die Geldentwertung wurde das Material teurer, inzwischen entstanden schon Schäden am Fundament durch die Zwangspause, die Mehrkosten waren erheblich, die Steine aus dem heimischen Bruch waren zu weich und und und.

 

1926 konnte dann der Grundstein gelegt werden. Und immer noch waren die Sorgen der Güdesweiler nicht vorbei. Es fehlte das Geld für den Weiterbau. Es wurden Verbindungen zu einem Finanzmakler in Frankfurt hergestellt, mit Banken in Holland, die Geld verliehen mit 3 Darlehen. So konnte der Bau vollendet werden. Später stellte die Regierungskommission fest, das die Bausumme auf das Dreifache angestiegen war. 

 

Der Turm wurde trotzdem gebaut, die Löhne stiegen, Materialkosten teurer, Ziegelsteine mussten her, sie ersetzten den heimischen Bruchstein. Das hieß im Klartext die Kirchengemeinde konnte ihre Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Holländische Bank reichte Klage ein. Hilfe kam vom Landrat Schmitt der die rechtliche Situation klärte. Es kam zur Abtretung des Gemeindewaldes zwecks Ablösung der Kirchenschuld, zähe Verhandlungen mit Banken, wobei die Banken zu einem späteren Zeitpunkt selber in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, es kam zum Vergleich, Das Bistum half weiter usw. bis dann 1943 die letzte Rate fällig wurde. 

 

Ein langer beschwerlicher Weg bis dahin. 1947 wurde dann Güdesweiler zur Pfarrei und Josef Henseler der erste Pfarrer von Güdesweiler. Jetzt blieb die Frage noch warum die Kirche da steht wo sie jetzt steht. Die ist viel einfacher zu beantworten als alles andere was die Kirche betrifft: 1905 war ein Kirchbauverein gegründet worden und die Zivilgemeinde schenkte dem Verein einen Bauplatz von 87,5 Ar. Übrigens soll Pfarrer Opp beim fertigen Anblick der Christkönig Kirche gesagt haben: ,,Ihr habt ja einen Dom gebaut". 

 

Und aus einem weiteren Brief der Saarregierung geht hervor: ,, Die 772 Einwohner zählende Gemeinde Güdesweiler hat sich unter bewundernswerten persönlichen Opfern ihrer Pfareieingesessenen eine Kirche erbaut, die zu den schönsten im ganzen Saargebiet zählt". Die Kirche wurde vollendet und das mit Turm.

 

Und die Güdesweiler Bürger haben beim Bau der Kirche, viele Opfer bringen müssen: Zu Hand- und Gespanndiensten hatten sie sich verpflichtet, zur Sonntagsarbeit. Wer ein Gespann hatte, fuhr Baumaterial, Sand vom ,,Katzenhübel" oder Kalk vom Oberthaler Bahnhof zur Baustelle. Organisator war bei allen Arbeiten der stellv. Vorsitzende des Kapellenvorstandes Johann Scherer. Und auch die Bürger hat ohne Ausnahme alles getan, was finanziell möglich war.

 

Dank an Kurt Scherer aus Güdesweiler, der mir viel geschichtliches Material zur Verfügung stellte. Er hat damals in mühevoller Kleinarbeit Stein um Stein alles zusammengetragen, damit die Geschichte Güdesweiler nicht verloren geht.

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Der Kirchenspalter (Mittwoch, 07 November 2018 13:16)

    Erst einmal herzlichen Dank an die Autorin für ihren tollen Artikel. Mich hat das auch schon immer brennend interessiert, warum die Kirche dort steht, wo sie steht. Ich hätte sie neben den Sportplatz gebaut, dazu einen richtigen Dorfplatz und nebenan die Fischweiher. Gegenüber dann den Flare und die Tulle Wirtschaft. Ich glaube, ich würde dann viel öfter die Kirche besuchen und beim Flare einkehren. Zudem läge der Frühschoppen zur Kerwezeit in unmittelbarer Nähe. Wahrscheinlich hätte ich dann aber auch viel früher erkannt, dass die Kanzel nicht mehr existiert.

    Aber jetzt muss ich mich unserem Saar-Heimat-Kirchen-Und-CDU-Artikel-Kritiker Herrn Schiani zuwenden. Noch immer rätseln wir im Ort, wer Sie denn sein mögen. Diverse Späher haben wir entsannt, alte Archive der Stasi durchsucht, die Briefkästen im Dorf kontrolliert, jede Messe besucht um herauszufinden, wer Sie denn nun in Wirklichkeit sind. Bislang blieb unsere Suche erfolglos.

    Schön zu lesen war, dass wir Guidesweiler Bürger, also unsere Ahnen, so heldenhaft gekämpft haben, um ein Gotteshaus mit rund 500 qm Grundfläche zu errichten. Und nem Turm mit 46 Meter Höhe, dazu noch ein Meter höher als der in Oberthal. Chapeau. Konsequent wäre es dann gewesen, wenn man Güdesweiler auch zu einem Bistum gemacht hätte, aber das ist eine andere Geschichte.

    Kommen wir wieder zum werten Herrn Schdani. Zu lesen war darüberhinaus, dass das Werk finanziert wurde mit den Erlösen aus dem Feldspat. Ich kann mich erinnern, wie Sie vor Wochen gewütet haben, dass dort ein Raubau an der Natur stattfände, wie Sie jeden Würdenträger des Ortes quasi verflucht haben, welche Schandtaten er oder sie hier verübe.

    Wie gut tut das jetzt zu lesen, dass ausgerechnet jener naturzerstörenden Raubbau dazu beigetragen hat, unsere Christ-König-Kirche zu bauen? Selbst unser aller Ortsvorsteher, der sein Amt so ernst nimmt wie der Papst das seinige, wurde als Verräter gebrandmarkt.

    Wollen wir das Rad der Geschichte mal zurückdrehen? Güdesweiler wäre wahrscheinlich nicht mehr gewachsen, hätte es diese Initiative nicht gegeben. Hätte es den hohen Dom zu Güdesweiler nicht gegeben, so wären die Bevölkerungszahlen wohl zurückgegangen. Ihre Eltern wären dann vielleicht nach Steinberg gezogen. Steinweg war ein wirtschaftlich boomende Provinz. Seit 1763 hat dort keine Wirtschaft mehr geschlossen, also durchaus ein Grund ein Deckenharter zu werden. Stricken wir wir weiter. Ihre Eltern oder sogar Großeltern wären also ausgewandert und bleiben wir in Steinberg. Sie wären dann wohl ein Protestant geworden. Ein Kirchenspalter, wie die Volksfront von Judäa. Zudem hätten sie heute keine Kirche mehr.

    Oder nach Oberthal. Gut, dann würde das mit der Kirchturmhöhe nicht mehr auffallen, aber sie hätten auch nach Gronig auswandern können. Nach Gronig! Haben Sie deren Kirche schon mal gesehen? Als ich sie das erste Mal erblickte, dachte ich es wäre ne Aufzuchtstadion für MettIgel. Gut zu dieser Zeit war die Energie des Mombergs noch nicht zu spüren und sie haben viele Klassen höher gespielt, als die SFG.

    Aber nun haben wir sie. Die Kathedrale zu Güdesweiler. Von überall her sichtbar. Wenn der Groniger Astronaut Matthias Maurer bald ins All aufbrechen wird, kann er zwei von menschengemachte Bauwerke von der Raumstadion aus erkennen. Die Chinesische Mauer und unsere Kirche. Das war es doch wert dem Leistberg ein wenig Dreck abzuringen, oder nicht?

  • #2

    Isabelle (Mittwoch, 07 November 2018 14:12)

    ....Sprach Alexius, Güdesweiler Philosoph und Kirchturmkenner der Gemeinde Oberthal....

  • #3

    HaGS aus G. (Freitag, 09 November 2018 08:06)

    Siehe auch Kommentar von Isabelle.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es sich beim Verfasser des 1. Kommentars um einen Philosophen und Kirchturmkenner aus Güdesweiler, der in der Straße zum Güdesweiler Sportpltz wohnhaft ist, handelt.
    Im Kommentar wird auch die Kirche in Gronig von ihm angesprochen. Ich muss hier sagen, dass die Groniger Kirche bereits zukunftssicher erbaut wurde.
    Das Bistum Trier ist z. Zt. dabei eine neue Reform um zu setzen.
    Es könnte also durchaus sein, dass die Aufzuchtstation mit Mettlgel (s. oben) in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Was dann?
    Solllte diese Kirche einmal veräußert werden, so könnte ich mir vorstellen, dass ein zweites Flash daraus entstehen könnte, also zukunftsichere Nutzung.
    Na, warten wir es mal ab. Ich fände es aber schade.

  • #4

    Schdani (Freitag, 09 November 2018 11:19)

    Man kann sich heutzutage, wenn man das liest, kaum noch vorstellen wie groß die Begeisterung und das Engagement der damaligen "Giddeswélla" zum Bau dieser Kirche gewesen war. Man wollte offenkundig eine Kirche im Ort haben und z. Bsp. nicht mehr den weiten Weg nach Namborn laufen müssen, zumal die dortige Kirche auch räumlich zu klein geworden war angesichts stetig steigender Einwohnerzahlen- und damit Gottesdienstbesucher. Wenigstens sonntags zur Kirche zu gehen war damals wohl so selbstverständlich wie heute zum Globus, Aldi, Lidl... für`s Einkaufen zu fahren.

    Ein Aspekt zum Bau einer Kirche ergab sich wohl auch aus der Erfahrung, daß man von Menschen aus anderen Dörfern und Orten mehr geschätzt und respektiert wurde, wenn man eine eigene Kirche vorzuweisen hatte.
    Hinzu kommen allgemeine Lebensveränderungen, die m.Er. ebenfalls eine Kirche im Ort notwendig erscheinen ließen. Viele Männer mußten sich schon neben der Acker- und Feldarbeit ein Zubrot in der Industrie suchen, waren oftmals die gesamte Woche weg von daheim- und entsprechend müde. Der sonntägliche Weg nach Namborn und zurück war da bestimmt nicht immer einfach.

    Die Sache der Finanzierung ist und bleibt kaum nachvollziehbar, und da hatten bestimmt alle Engel und Heiligen mitgeholfen. Zu hoffen ist, daß die Kirche als Kirche erhalten bleibt, und immer mehr erkennen, daß "der Mensch nicht allein vom Brot lebt, sondern von jedem Wort aus dem Munde Gottes." An dieser Stelle würde ich besonders gerne den früheren, langjährigen Pfarrer in Güdesweiler, Pastor Robert Denis, erwähnen. Man könnte doch bspw. eine Straße nach ihm benennen.

    Zu Der Kirchenspalter: ich hatte mich zu dieser Sache mit dem Feldspatabbau differenziert geäußert und konnte und kann mir beim besten Willen keinen Reim darauf machen, warum man darüber froh sein soll. Ich hatte niemanden von denen, die das unterstützen, in seiner Persönlichkeit herabsetzen oder diskreditieren wollen- das hatte ich klargestellt.

  • #5

    Schdani (Montag, 12 November 2018 10:36)

    Nochmals zu "Kirchenspalter" (und wen es interessiert): Ich sehe mich nicht als "CDU-Artikel-Kritiker", und im übrigen habe ich hier auch zur SPD mal einige Worte geäußert.

    Ich habe auch keinen ""Würdenträger" quasi verflucht". - Es geht und ging um den weiteren Feldspatabbau, wobei ja ein Berg, der Leistberg (ein nicht unwesentlicher Teil der natürlichen Heimat), ein gutes Stück weit abgetragen und fortgeschafft wird. Man kann das ja selber vor Ort sehen, und auch Bilder lügen nicht, solche auf google earth etwa. Man sieht diese große Wunde, die dem Berg bereits zugefügt worden ist.

    Mit welchem Recht wird das getan und wo und wann soll das enden? Wer ist da Koch und Kellner? Wie ist der Abbau rechtlich geregelt und wer sind die finanziellen Großprofiteure? Wurde und wird da nicht an den Bürgern von Güdesweiler (und der Gemeinde Oberthal) vorbei entschieden?
    Wieviele abertausende Tonnen an Gestein werden da noch wegtransportiert? Das Ganze ist ein großer Eingriff in die Natur(landschaft), und die politisch Verantwortlichen finden das wohl ausnahmlos gut und richtig. Das Wort "Verräter an der Heimat", Entschuldigung, bezog sich auf diese eine, diese Sache.

    Meine Ansicht ist die, daß für einen billgen Jakob ein schönes und ausgedehntes Stück Heimat unwiderbringlich zerstört und verkauft wird. Dagegen habe ich große Bedenken und erhebe meinen Einwand.