St.Martin hoch zu Ross auf der Bahntrasse nach Gronig

Gemeinde Oberthal

Jedes Jahr um den 11. November herum ziehen Scharen von Kindern mit bunten Laternen über die dunkle Bahntrasse mit St.Martin hoch zu Ross und den Klängen des Groniger Musikvereins nach Gronig zum Dorfgemeinschaftshaus mit seinem 

 Martinsfeuer. Dieses Jahr war das Feuer höher wie sonst, erzählte man sich. Aber noch lange keine Konkurrenz zum Maifeuer des Angelsportvereins von Güdesweiler. Mit zwei Traktoren von Michael Wilhelm und Manfred Kasper wurde das Palettenholz herbei geschafft, welches von der Veranstaltung der Feuerwehr am Bostalsee ( rescue Day ) stammte. 

 

Die Jungs von der Feuerwehr Oberthal-Gronig stapelten das Abfallholz zu einer großen Pyramide und befestigten das Holz zur Sicherheit mit Draht. Auf eine Abdeckung des unbehandelten Holzes wurde bewusst verzichtet, da es nicht so schnell die Feuchtigkeit aufnimmt. 

 

 

Beim Ankommen des Umzuges auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses brannte das Martinsfeuer hell im dunkeln der Nacht. Der Groniger Musikverein empfing die Kinder, Eltern und Großeltern musikalisch und sorgte für das leibliche Wohl mit kalten Getränken, Glühwein und Würstchen. Der Oberthaler und Groniger Ortsrat vergab an die Kinder die Martinsbrezeln. Und vor allen Dingen, bei dieser Wetterlage hat sich gezeigt, welche Möglichkeiten und Vorzüge das DGH bietet.

 

Früher hatte jeder Ort seinen eigenen Umzug. Die Oberthaler zogen von ihrer Kirche durch die Kirchstraße, Bahnhofsstraße über die Poststraße zum Kirmesplatz mit Martinsfeuer. Die Groniger hatten es nicht ganz so weit. Sie liefen über die Theleyer Straße und Schulstraße ans Dorfgemeinschaftshaus. 

 

 

Dieses Jahr war der 6. gemeinsame Umzug. Wie kam es aber eigentlich dazu, dass man heute einen Umzug gemeinsam gestaltet? Die Idee wurde in der Hollerbach beim Angelsportverein geboren. Denn dort saßen sonntags Ortsvorsteher Toni Schäfer und Hermann Schmitt ( Mehr Licht ) gemeinsam beim Frühschoppen. Und nach dem 3. Glas Bier stand fest nur gemeinsam geht es. 

 

Dazu Toni Schäfer: ,,Die beste Lösung war es, über die Bahntrasse zu gehen, allein schon wegen der Problematik mit dem Verkehr". Und für Toni stand von Anfang an fest: ,,Es sollte ein Zeichen der Gemeinsamkeit sein, um das Kirchturmdenken zwischen den einzelnen Ortsteilen so langsam abzuschaffen", sagte er. Seit 2012 ist Schäfer Ortsvorsteher und seitdem findet die Feier gemeinsam statt. Seit 6 Jahren also. 

Thomas Scheerer mit seinem neuen und alten Pferd
Thomas Scheerer mit seinem neuen und alten Pferd

 

Hintergrundinfo zu St.Martin: 

Mit 15 Jahren – also im Jahr 331/332 – in das römische Heer eingetreten, traf Martin wenige Jahre später gemeinsam mit anderen Soldaten am Stadttor von Reims auf einen fast unbekleideten Bettler. Der Legende nach kümmerte trotz des eisigen Winters keinen seiner Begleiter das Schicksal des frierenden Mannes. Martin jedoch wollte helfen. Da er außer seiner Uniform und seinem Schwert nichts bei sich hatte, teilte er kurzerhand seinen Mantel in zwei Stücke und gab eines davon dem Bettler. Das soll ihm den Spott seiner Mitsoldaten eingebracht haben.

Doch St. Martin ließ sich nicht beirren: In der folgenden Nacht erschien ihm Jesus im Traum und dankte ihm für die gute Tat. Denn in der Gestalt des Bettlers habe Martin dem Gottessohn selbst geholfen: "Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet", soll Jesus zu Martin gesagt haben.

 

Ortsvorsteher Toni Schäfer und Ortsvorsteher Rainer Burkholz bedanken sich bei allen die zum Fest beigetragen haben:

 

Bei Thomas Conradi, Gitte Raber, Barbara Klein, Petra Burkkolz, und Michael Czulak für die Gestaltung des Wortgottesdienstes in der Pfarrkirche in Oberthal,

bei Dietmar Schröder für die wunderschöne Dekoration in der Kirche,

bei Thomas Scheerer und Andrea Schohl mit ihrem Pferd,

bei  dem Musikverein Gronig für die musikalische Umrahmung und die Bewirtung,

bei der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr LBZ Oberthal-Gronig für die Sicherheit,

bei Michael Wilhelm und Manfred Kasper, die zusammen mit den Männern der Feuerwehr ein ganz tolles Martinsfeuer aufgebaut hatten,

 

 

sowie bei den Mitgliedern der beiden Ortsräte aus Oberthal und Gronig!

 

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