Rekordergebnis für die Sternsinger in der Gemeinde Oberthal

Gemeinde Oberthal

 

Am gestrigen Samstag waren wieder zahlreiche Jungen und Mädchen als Heilige 3 Könige unterwegs, um in unserer Gemeinde den Segen Christus in die Häuser zu bringen. Aber

 

 

 

 

 

wie kommt es, dass das Dreikönigsfest Anlass für eine wichtige Spendenaktion der katholischen Kirche geworden ist?

 

In vielen Regionen war es schon seit dem Mittelalter üblich, dass Kinder und Jugendliche rund um den Dreikönigstag von Haus zu Haus zogen, Segenswünsche übermittelten und Gaben sammelten. Seit 1958 fördern das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und später auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die Sternsingeraktion, bei der Kinder als Könige verkleidet Spenden für ihre notleidenden Altersgenossen in Entwicklungsländern sammeln. 

Meist schreiben oder kleben sie auf Haustüren den mit der jeweiligen Jahreszahl verbundenen Segenswunsch "C + M + B". Die Abkürzung steht für "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus), erinnert aber auch an die von der Tradition überlieferten Namen der drei Könige. Gefördert wird diese Aktion auch von allen Bundeskanzlern seit Helmut Kohl 1984, die jeweils zu Jahresbeginn Sternsinger ins Kanzleramt einladen.

Zum Jahresbeginn 2018 sammelten die Sternsinger ein Rekordergebnis von rund 48,8 Millionen Euro. Seit 1959 kamen mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Das Sternsingen gehört seit 2015 zum deutschen immateriellen Kulturerbe der Unesco.

 

Und so wurde dieses Jahr auch in unserer Gemeinde ein Rekordergebnis erzielt. Nach der Aussendungsfeier mit Pater Ignasius in der Christkönig Kirche In Güdesweiler waren 32 Kinder im Alter von 4 - 15 Jahren mit 8 Betreuer unterwegs. Zwei Stunden langen liefen die Jungen und Mädchen durch die Straßen in Güdesweiler und sammelten 2130 Euro. Dabei trugen die KInder Bändchen um ihre Handgelenke mit dem Motto: ,,Wir gehören zusammen". Der Fokus lag dieses Jahr bei Kindern mit Behinderung im Beispielland Peru.

 

Als Belohnung gab es anschließend Nudeln mit Hackfleischsoße im Pfarrhaus. Helfer waren dabei Birgit Schmidt und Birgit Fries unter der organisatiorischen Leitung von Alexa Wilhelm.

 

In Oberthal gab es ebenfalls Nudeln mit Hackfleischsoße im Erwins Landhotel für 35 Kinder und 15 Betreuer. ,,Hierbei wurde das beste Ergebnis überhaupt gesammelt", sagte Günter Raber, nämlich 4830 Euro.

 

In Gronig waren 28 Kinder mit 6 Betreuern unterwegs und sammelten ebenfalls mehr wie im letzten Jahr, nämlich 3313 Euro, wie Klaus-Peter Schuch berichtete. Anschließend wurde im Jugendraum selbst gekocht. Auch hierbei durften die Kinder sich über Spagetti mit Hackfleischsoße freuen. So kamen insgesamt stolze 10 273 Euro zusammen. Letzes Jahr waren es 9250 insgesamt.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Schdani (Montag, 07 Januar 2019 11:14)

    Schöne und begrüßenswerte Aktionen der Sternsinger.
    Ein gesegnetes und gesundes Neues Jahr 2019 wünsche ich allen.

    -1-

    Vielleicht darf ich etwas zu den "hl. 3 Königen" wie sie genannt werden, schreiben, und wie das vor mehr als 2000 Jahren so war.

    Man kann sich das Ganze heute vielleicht nur schwer vorstellen, aber es war mal so, daß die Menschen einen Erlöser herbeigesehnt hatten, einen, der soz. in seiner Person die Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe ist. Nicht nur das Volk Israel erwartete einen Messias, der all dem Falschen und Unrecht ein Ende bereiten würde. Jesus Christus ist dieser Messias, aber anders als sich ihn die meisten vorgestellt hatten und vorstellen konnten. Denn man erwartete ofthin einen politischen Herrscher, größer als Cäsar in Rom usw. Gott selbst aber wurde ein Mensch, nahm in Maria Fleisch an und kam zur Errettung der Seelen aus Sünde, Tod und Satan.

    Jedenfalls erhofften auch die 3 Weisen oder Sterndeuter auf einen Erlöser und machten sich glaubend auf den Weg. Sie waren Astronomen, Astrologen und Priester des altpersischen Propheten Zoroaster bzw. Zarathustra. Dieser verkündete einen Heiland oder Saoschyant (pers.) aus dem Volke der Juden, der den endgültigen Sieg des Lichtes über die Finsternis bringen würde- ähnlich wie die Propheten des Alten Bundes (Daniel usw.). Er gebot seinen Anhängern in all den folgenden Jahrhunderten auf die Sterne zu achten und Ausschau zu halten. Das taten sie auch, insbesondere wohl diese Drei. Und Folgendes ereignete sich dann:

    In den Jahren 7 (im Mai trafen sich Jupiter und Saturn im Zeichen der Fische) und 6 v. Chr. zeigten sich einige ungewöhnliche Sternenkonstellationen am Nachthimmel: mehrere Konjunktionen von Jupiter (dem Königsstern) mit Saturn (dem Stern der Juden), aber auch von Jupiter und Saturn mit Mars und Mond. Und dann, in den ersten Tagen des jüdischen Monats Nisan, vom 9. bis 15. März im Jahre 5 v. Chr., ereignete sich Außergewöhnliches: eine Supernova/Sternenexplosion im Sternbild Adler nahe dem Stern Theta Aquilae. Das war der ausschlaggebende Erweis für die drei persischen Weisen Gathaspa, Melichior und Bithisarea (Kasper, Melchior, Balthasar) den offenbar zur Welt gekommenen Heiland oder Saoschyant (pers.), aufzusuchen und ihm zu huldigen. Sie beobachteten diesen überaus hellen Stern, den „Stern von Bethlehem“, und verließen ihre Heimatstadt Sawa (Kölner Martyrologium; Reiseberichte des Marco Polo; u.a.m.) und zogen auf den alten Karawanenwegen der Seidenstraße nach Jerusalem, eine Strecke von ca. 1700 km. Nach 7-8 Wochen kamen sie dort Anfang Mai an.
    König Herodes erkundigte sich bei den Magiern/magoi (gr.), wie es im Evangelium nach Matthäus steht, sehr genau nach dem Zeitpunkt der Himmelserscheinungen. Und das waren die 2 Jahre von Mai 7 v. Chr. bis Mai 5 v. Chr. Diese Zeitangaben sind bestätigt von seinerzeitigen und gleichzeitigen Aufzeichnungen chinesischer und koreanischer Astronomen.

    Gemäß dieser Angaben gab König Herodes den Befehl zum Kindermord an allen Knaben bis 2 Jahren in Bethlehem und Umgebung, der sich nach frühester Überlieferung am 18. Mai 5 v. Chr. zugetragen hatte. Die Bethlehemiten vergaßen das Geschehene nie. Der Gedenktag der Unschuldigen Kinder wurde in der ersten Zeit immer am 18. Mai begangen; heute 28. Dezember.
    Nach der Mitteilung des Engels floh der hl. Josef unverzüglich mit Jesus und Maria nach Ägypten. Er fragte nicht lange, er gehorchte- und rettete damit dem Jesuskind das Leben; Stunden später kamen die Häscher des Herodes.

    Zarathustras Lehren (von Licht und Finsternis, Engel und Dämonen, einem Jüngsten Gericht und einem Heilsbringer) hatten wohl Einfluß auf das nachexilische Judentum (nach der Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft) insbesondere auf die Pharisäer und Essener, nicht oder kaum auf die Sadduzäer: Apg 23,8; Mk 12,18 ff. u.a.m.
    Zarathustra stand mit seinen Lehren im Widerstreit zu Hom, dem legendären Begründer des Heidentums in der Zeit nach der Sintflut. Die Lehre von Hom ist Homotheismus- Menschenvergötterung, die in verschiedenen Varianten bis heute fortlebt: Kommunismus/Sozialismus, Atheismus, Humanismus, mod. Heidentum usw.

  • #2

    Schdani (Montag, 07 Januar 2019 11:14)

    -2-
    Noch einige Zeitangaben:
    5 v. Chr. (um den 10. März; Tierkreiszeichen Fische): Geburt von Jesus Christus in der Stallgrotte zu Bethlehem durch die sel. Jungfrau, Gottesgebärerin Maria/Mirjam (von Jahwe geliebt);
    5 v. Chr. (Mai): Besuch der Sterndeuter; Flucht des hl. Josefs (einem Tekton- Baumeister und Zimmermann; "Archi-Tekt-on") mit Jesus und Maria nach Ägypten; Kindermord in Bethlehem und Umgebung.
    4 v. Chr. (März): Tod von König Herodes, dem "Großen"; und Rückkehr der hl. Familie nach Nazareth.
    um 27 n. Chr.: Jesus Christus beginnt sein öffentliches Wirken im 15. Regierungsjahr von Kaiser Tiberius.
    30 n. Chr. (6. April abends; 14. Nisan des Jahres 3790 jüdischer Zeitrechnung): Feier des Letzten Abendmahls Jesu in Jerusalem in einem Haus des Essenerviertels auf dem hl. Berg Zion.
    30 n. Chr. (7. April nachmittags; 14. Nisan): Jesus stirbt am Kreuz. - Maria erleidet alle Qualen ihres Sohnes an ihrem Leib und ihrer Seele mit und ist Mit-Erlöserin. Christi Blut zuerst und zuletzt, aber auch Marias große Schmerzen und Tränen.
    9. April Auferstehung Christi.
    30 n. Chr. (Mai): Himmelfahrt Jesu vom Ölberg; Aussendung des Hl. Geistes, Pfingstwunder.
    um 50 n. Chr. (15. August): Entschlafung von Maria auf dem hl. Berg Zion (Tochter Zion) und Aufnahme mit Leib und Seele in den Himmel.
    64, 65 oder 67 n. Chr. : Hinrichtung von Petrus und Paulus in Rom am "Platz der Propheten"; in altägyptischer Sprache: Vatikan.
    70 n. Chr.: Zerstörung von Jerusalem durch die Römer- Kaiser Vespasian.

    Der liturgische Kalender der Kirche ist sinnvoll, da man u.a. nicht beide Hochfeste (Weihnachten und Ostern, das immer zum 1. Frühlingsvollmond gefeiert wird) fast gleichzeitig feiern kann bzw. feiern könnte.

    Buchhinweis: Michael Hesemann: Maria von Nazareth, Jesus von Nazareth; u.a.m.