Gesprächsgruppe für Angehörigen von Menschen mit Demenz in St.Stephanus

Gemeinde Oberthal

,,In meiner Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen ist mir die Verzweiflung vieler Angehöriger sehr nahe gegangen", erzählt Heimleiterin Sabine Wecker vom Seniorenheim St.Stephanus in Oberthal. 

Angehörige von psychisch

 

veränderten, verwirrten Menschen geraten wesentlich schneller an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. Sie brauchen Hilfe.

 

Jeder der solche Menschen pflegt kennt das sicher:

 

Der Vater wird ohne erkennbaren Grund aggressiv….

die Ehefrau läuft ohne erkennbaren Grund davon…

die Mutter erkennt mich nicht mehr….

sie macht den Tag zur Nacht….

sie beschuldigt mich….

die Nachbarn machen mir ein schlechtes Gewissen……

 

,,Die Krankheit bringt viele solcher oder ähnlicher Veränderungen mit sich. Ohne Hilfe ist es in der Regel nicht zu schaffen", so die Heimleiterin. Dabei wurde die Idee geboren eine Gesprächsmöglichkeit für betroffene Angehörige zu schaffen. ,,Seit über vier Jahren treffen wir uns einmal im Monat".

 

Es ist ein offener Gesprächskreis für alle Betroffenen und Interessierten: Angehörige, Freunde, Bekannte von Betroffenen, egal ob diese in der Häuslichkeit oder im stationären Bereich betreut werden. ,,Die Idee dahinter, war nicht nur einen Austausch anzubieten, sondern auch Informationen rund um die Erkrankung anzubieten", sagt Wecker.

 

Der Gesprächskreis wird durch Fachkräfte aus dem ambulanten, stationären, pflegerischen und seelsorgerischen Bereich betreut.

Die Angehörigenguppe ist

·       offen (vom einmaligen Besuch bis hin zur Begleitung über längere Zeit)

·       qualifiziert betreut

 

·       informativ (fachliche Beratung über das Krankheitsbild, Betreuungs-und Entlastungsmöglichkeiten, Umgang mit Menschen mit Demenz)

 

·       kostenlos

 

·       Erfahrungsaustausch

 

·       sich verstanden und angenommen fühlen von anderen Menschen in ähnlichen Lebenssituationen

 

Zu erfahren, wie es anderen geht, sich auszutauschen oder fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen, kann wesentlich dazu beitragen, dass die Situation nicht mehr so belastend empfunden wird.

„Es tut gut zu erleben, dass man nicht alleine ist.“

 

 

Die Gruppe trifft sich jeden 1. Mittwoch Monat um 18.30 Uhr im Heinrich-Meffert-Haus, Oberthal,  (Eingang auf der Rückseite). Information: Sabine Wecker, 06854-9016-0

 

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