Dulle in Gilleswilla is nur wat für Experde

Gemeinde Oberthal

 

Unser Dulle-Reporter Alex war letzte Woche am Freitag hautnah beim Dulle-Turnier der Sportfreunde Güdesweiler dabei und berichtet über einen echtes Männerspiel mit echten Männern. Im Sportheim der 

 

Sportfreunde Güdesweiler wurde ein Dulle-König 2019 gesucht und rund 20 Bewerber fanden, bei miesem Wetter, den Weg ins Sportheim. Warum eigentlich immer so früh im Jahr? Ein solcher Abend lädt doch geradezu ein, jeden Vorsatz schon nach 14 Tagen über jeden Haufen zu werfen.

Für alle Jugendliche die mithören, Dulle ist noch ein echtes Männerspiel, das man in der Tat lernen kann. Dafür braucht man nur ne lange Lehrzeit, viel Geduld, etwas Glück gehört natürlich auch dazu, aber vor allem ein besonders dickes Fell, denn der wesentliche Bestandteil dieses Spiels, nennt sich dischbudiere. Das wird nämlich ständig.

Vier Mann am Tisch und 16 Karten sind nicht viel, denn vier bekommt jeder und spätestens nachdem die Kreuzdame seinen Partner gerufen hat, weiß zumindest einer schon mal, wer sein Partner ist. Es kann schon vorkommen, dass auch dies schiefgeht, aber das kommt selten vor. Dafür kommt es öfter vor, dass der erfahrene Pläddscher schon nach zwei Stichen alle Karten auf den Tisch wirft.

 

Und dann wird’s lustig. Sitzt ein Frischling dabei, kann er unter Umständen davon ausgehen, dass über ihn hergefallen wird, wie beim Kindergeburtstag über die Torte und Mama darf anschließend die Tränen trocknen. Im Clubheim der SFG aber waren die Profis unter sich. Insgesamt saßen rund 1.027 Jahre an fünf Tischen, was einen durchschnittlichen Altersschnitt von 51,05 Jahren ausmacht.

 

 

Erstaunlicherweise war der jüngste aller Experten gerade mal 25 und zudem noch Titelverteidiger, Alexander Maurer, der trotz seines Rufnamens Mau, selten Mau-Mau spielt. In diesem Jahr war er hingegen chancenlos.

Den Titel, oder sagen wir besser die Titel, sicherte sich der älteste Vertreter am Tisch. In fünf Runden brachte es Anton Strohmeyer auf 2.940 Punkte und einem Vorsprung auf Platz 2, mit rund 600 Punkten, den Horst Breyer belegt. Arno Therre und Alfred Erfurt belegten die weiteren prämierten Plätze.

Zudem gewann unser Dulle-König 2019 auch noch die Platzierungswertung, sowie den Preis des ältesten Teilnehmers. Anton Strohmeyer spielte dann riskant, wenn andere noch zögerten, wusste sich mit fast allen Blättern stets zu helfen und langte immer dann zu, wenn viele Punkte zu verteilen waren. Selbstverständlich gehört auch immer eine Prise Glück dazu, aber Ehre, wem Ehre gebührt.

Auf der anderen Seite gibt es dann auch immer einen, der als Verlierer des Abends geehrt werden muss. Diesmal durfte Stephan Keil die rote Laterne in Empfang nehmen. Unser Ex-Präsident schrieb fast ausschließlich rote Zahlen. Gewann er zwei Spiele mit je 160 Punkten, so verlor er sie im nächsten Spiel gleich wieder. Da kann es einem schon mal die Röte ins Gesicht schießen, Stephan jedoch nahm es gelassen hin.

 

Traditionell wird das Turnier vom Förderverein der SFG ausgetragen und deren Vorsitzender, Klaus Simon, lies es sich nicht nehmen, den Abend zu modereieren, während Willi Jung am Regietisch mit moderner Technik das Geschehen minutiös dokumentierte und so dem geneigten Publikum ständige Wasserstandsberichte liefern konnte.

Angelockt von so viel Rummel, ließen sich auch diverse Besucher nicht abhalten das Sportheim zu besuchen, um Zeuge zu werden von der Anton-Strohmeyer-Show und die SFG, als auch der Förderverein, bedankt sich recht herzlich für die rege Anteilnahme und einen kurzweiligen Abend in Güdesweiler.

Text: Alex Scheid

Hier kommen noch die Platzierungen:

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Dirrersch Barbara (Freitag, 18 Januar 2019 17:08)

    Eich war ach do,han awwer nur geguggt eich gläb de Keil Stephan hätt eich noch gepaggt,
    trotz da schlechte Auwe. Et war e scheener Owend. Gruß Bäbbche!

  • #2

    Borre Jääb (Samstag, 19 Januar 2019 10:46)

    Bäbbche, wo treibschd Dou Deich net noch iwwerall romm ?
    Eich gehn von ous, daß Dou aach noch e scheener weggenuddelt haschd !
    Werschd de morje wahrscheinds wirrer med Koppweh romjoomere
    on et Baarezemmer werd aach nommo ned gebotzt senn !
    Wad werd dad nor med Der iwwer die Faasenachd genn ?
    Saa Beschäd, wenn`s Der zu dreckisch geht,
    eich helfe Der dann beim Schlugge !

    Gruß vom Jääb

  • #3

    Dirrersch Barbara (Samstag, 19 Januar 2019 14:02)

    So voll war eich net onn ed Baad hann eich e Daach vorher gebotzt frecher Jääb!
    Gruß Bäbbche!