Fest, flüssig und gasförmig - Wassermusik der Trachtenkapelle Gronig begeisterte die Besucher

Gemeinde Oberthal

Ob fest, flüssig oder gasförmig. Die Wassermusik der Trachtenkapelle Gronig begeisterte die etwa 400 Konzertbesucher im Gasthaus Andler am letzten Samstag und Sonntag gleichermaßen. Dabei bestimmte ,,Wasser" in all seinen 

 

Aggregatzuständen das Themenkonzert an diesem Abend. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt, denn die Trachtenkapelle Gronig interpretierte die Wassermusik auch weiter. Dabei spielten nicht nur musikalische Boots- und Schifffahrten eine Rolle sondern auch die Wetterphänomene wie Regen, Schnee und Eis.

 

So war auch das musikalische Spektrum breit gefächert, das vom Marsch und Walzer über Rock und Musical bis Dixieland und Swing alles beinhaltete. So ging es mit Volldampf gleich in den ersten Teil des Abends und weiter mit dem Poseidonmarsch, eine Komposition von Leon Jessel. Mit viel Gefühl wurde der Schneewalzer gespielt, eines der bekanntesten Melodien im deutschsprachigen Raum. 

 

 

Aber nicht nur Zuhören war angesagt, sondern auch aktives Mitsingen der Besucher. So hieß es beim Wassermarsch, bei dem es rund um das Wasser und die Feuerwehr ging für die Besucher ,,Wasser ist zum Waschen da". Und da das Wasser auch zum Löschen da ist, wurde auch die Feuerwehr mit Blaulicht und Tatütata angekündigt. Dabei war erst nur geplant gewesen, ,,Trara es brennt" zu singen, wie Dirigent Gernot Wirbel erzählte.

 

Aber wie das manchmal so ist, kam es nach einem langen Probewochenende doch anders. Ein Posaunist fragte den Dirigenten ob er das Lied kenne ,,Wasser ist zum Waschen da". Ein ziemlich cooles Lied: ,, Wasser ist zum Waschen da, falleri und fallera, auch zum Zähneputzen kann man es benutzen,  Wasser braucht das liebe Vieh, fallera und falleri, selbst die Feuerwehr benötigt Wasser sehr, auch bei manchen Füßen würde man es begrüßen.

 

Das war die zündende Idee für Gernot, direkt nach Hause zu wirbeln und alles nochmal ein bisschen umzuschreiben. Er nennt es ,,Feinschliff", denn bis alles steht muss ein gewisser Prozess durchlaufen werden. Wirbel nennt seine Musiker als eine sehr kreative Truppe mit vielen Ideen, die er dann versucht ,,handwerklich" umzusetzen. Übrigens schreibt der Dirigent die Arrangements für die Konzerte alle selbst. Und immer noch wie früher mit Bleistift und Radiergummi. Was nicht taugt wird weggeworfen und neu geschrieben.

 

 

Auch der zweite Teil des abends war nicht zum dahinplätschern gedacht, sondern aktives Mitmachen war angesagt beim Schiffe versenken. Ein Quizspiel bei dem 8 Songs die mit Schiffen zu tun hatten, kurz angespielt wurden, und die ausgesuchten Kandidaten erraten mussten, um welchen Namen es sich bei dem Schiff handelte. Das hieß also Titelmelodie erkennen, beispielsweise ,,Traumschiff" von James Last und dann das zugehörige Schiff nennen, die ,,MS Deutschland".

 

Für die Gewinner gab es übrigens eine Taschenversion des Spiels ,,Schiffe versenken". Einen grandiosen Abschluss versprach der alte Rockklassiker ,,Smoke on the water" von Deep Purple. Mit einer unglaublich wechselnden Dynamik und viel Gefühl gespielt. Am tosenden Applaus mit mehreren Zugaben, hat man an diesem Abend erkannt: Die Trachtenkapelle Gronig hat wieder mal alles richtig gemacht.

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Alex S. (Donnerstag, 31 Januar 2019 12:42)

    In der Tat! Der Mann vor dem Orchester macht vor allem seinem Namen alle Ehre. Dass er zudem nicht einfach in eine Kiste voller Noten greift, die es heut ja überall zu kaufen gibt, macht seine Arbeit zu etwas Besonderem. Und gute Frauen und Männer an den Instrumenten sind auch nicht mehr selbstverständlich. Insofern sollten wir diese Tradition in Ehren halten. Bleibt zu hoffen, dass auch junge Leute weiterhin Interesse zeigen. Wenn aber ein solcher Wirbel vor dir steht, sollte das doch auch gelingen.

  • #2

    Hilli (Donnerstag, 31 Januar 2019 13:13)

    Schön geschrieben,die Groniger Musiker sind schon klasse

  • #3

    Dirrersch Barbara (Donnerstag, 31 Januar 2019 14:20)

    Eich war ach do, han henne gehuggt, do wars ach Laut awer gudd onn beim Georg ess et Bier emmer gudd kalt. Awer de bescht gefall hat mer de Kraus Uwe aus Groonich met seinem digge Inschtrument der ess emmer bei da Sach, ach beim trenge! Proscht!
    Gruß Bäbbche!

  • #4

    Borre Jääb (Donnerstag, 31 Januar 2019 14:47)

    Eich hanns gewoschd, äät hat e annerer - ... awwer ous Grunisch ???
    Do kann eich nix mache, er hat scheinbar dieses digge Inschtrument !!!
    Bäbbche, das dutt weh, ob eich dodriwwer wegkomme ?
    Et werd dauere !

    Vorerschd ledschder Gruß vom Jääb

  • #5

    Isa (Donnerstag, 31 Januar 2019 15:21)

    Ei Borre de Jääb, haschd dou kä dickes Inschtrument? Eisch dät dem Bäbbsche mo eens bloose. So gehts jo net......

  • #6

    Dierrersch Barbara (Freitag, 01 Februar 2019 13:08)

    Soo eich mos ma mo nommo e Baldriantee mache, nur wehe eich zwei!
    Gruß Bäbbche.