Hulapalu - große Party an der Gombach in Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

Bekanntlich gibt es im schönsten Dorf der Welt ja keinen klassischen Verein, der die ,,Faasenacht" bespielt. Es gibt aber auch keinen unklassischen, es gibt im Grunde gar keinen, jedenfalls nicht im Sinne des OCV, der gefühlt seit dem 

 

Kartoffelkrieg um achtzehnhundertschiessmichtod, als sich das Saargebiet von der Palz trennte, das närrische Treiben innerhalb unserer Gemeinde bestimmt.

 

Am Fuße der Deiweilskanzel schlossen sich einst die Turner und Fußballer zusammen, um auch Karneval zu feiern. Über viele Jahre hinweg war man in der Lage, zwei Sitzungen zu stemmen, die immer wieder für viel Spaß im Dorf sorgten.

 

Im Herbst 2018 stand man vor einer neuen Herausforderung. Für die gewohnte Form des Sitzungskarneval fehlten einfach die Akteure. Was also tun? Ein weiteres Jahr nur nach Oberthal schielen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir tief in die literarische Trickkiste greifen und zitieren Shakespeares Hamlet, Akt II, Szene IV, Vers 48: »Nein! Niemals«

 

Und so ersann die SFG ein neues Konzept. Da der Spaß allseits im Vordergrund stehen sollte, entschlossen sich einige, mutige junge Frauen und wenige, bereits im Geranienalter angekommene Männer, genau jenen Spaß, der stets für Freude sorgt, der Humor mit sich bringt und selbst dem, von Martin Luther besorgniserregend als verzagt beschriebenes Gesäß eine lustige Flatulenz zu erzeugen, zu fördern.

 

Wir feiern dann eben mal ne Party, aber wir peppen selbige ein wenig auf mit einem Showcase - so nennt der neumoderne Eventmanger, einen bunten Strauß voller Action, Musik und Tanz. Wir an der Gombach blicken schließlich auf eine fast 800 Jahre lange Tradition, deren einziges Ziel es stets war, uns den Rest der Gemeinde vom Hals zu halten.

 

 

Warum also nicht mal brechen? Mit der Tradition versteht sich. Und so fragte man mal rum, wer so alles Lust hätte mitzuwirken. Schnell fanden sich einige großartige und talentierte Protagonisten und Gruppen aus der ganzen Gemeinde, was uns auch ein wenig stolz macht, da wir ganz sicher auch zukünftig aufeinander angewiesen sein werden.

 

Garde und Funkenmariechen

 

Da das Funkenmariechen der Garde des Furschweiler Karnevalsverein ihren Tanzoffizier im schönen Güdesweiler gefunden hat, waren schon mal zwei Acts gefunden. Marie-Claire, so ihr wunderbarer Name, der ja quasi schon den Grundstein für eine Karriere als Funkenmariechen bildet, zeichnet sich zudem als Trainerin dieser jungen Truppe von Tänzerinnen aus und begeisterte als Solotänzerin mit akrobatischen Einlagen das Publikum. 

 

Schön war zu beobachten, wie sich die Gesichter einiger Männer im Saal panikartig verzogen, als die »Leeve Marie« zum Spagat ansetzte. Mansch einer hörte ein imaginäres knacken und fürchtete um die Fortsetzung des eigenen Stammbaums, sollte er dies selber einmal versuchen. Als Formation hingegen, stand die Symmetrie und Tradition im Vordergrund, die nun mal eine Garde zur Garde macht und herrlich anzusehen ist.

 

 

Dank, wem Dank gebührt: Hannah & Helen Maldener | Eva Schwan | Laura Wecker | Fabienne Adelmann | Michelle Ballof | Marie Kreutz | Michelle Weber | Lisa Kunz und alles unter der Leitung von Marie-Claire Kömen.

 

 

Gombacher Fernsehballett

 

Irgendwie haben es die Gombacher Frauen immer wieder geschafft, wunderschöne Töchter auf die Welt zu bringen. Ja, die Gene setzen sich in einer weiteren Generation durch und liebe Männer, es sind die weiblichen Gene, was eindeutig zu sehen war. Danke, dafür!

 

Gleiches gilt auch für Ihre Verstärkung, da sich auch Mädels aus Oberthal, Gronig, Steinberg-Deckenhardt und sogar der Palz im Ballett befanden. International könnte man da schon anmerken. Unter der Leitung von Lena Lorenz, die aber wegen einer Grippe leider nicht dabei sein konnte, bewegte sich unser Ballett auf Federfüssen so leichtfertig auf dem Parkett, wie Libellen beim sommerlichen Liebestanz über die Wiesen und Auen im Oberthaler Bruch. 

 

 

Die Libellen im Einzelnen waren: Hannah & Lisa Will, Elisa & Viven Kron, Hanna und Christin Kelkel | Laura Erfurt | Silke Riefer | Anna Veit | Stephanie Schreyer, Christina Dorscheid | Michelle Laub | Anna Lena Theiß | Ines Burkholz | Julia Krams | Jasmin Schunk und alles unter der Leitung von Lena Lorenz

 

 

SFG Abräumer und Cordula Grün‘s Cousing

 

In der vergangenen Wiesnzeit katapultierte sich ein Lied in alle Charts des Musikbuisiness. Es handelt von einer Frau, die auf den einfühlsamen Namen Cordula hört und launisch Grün daherkommt und, sollte sie je ein Mann tanzen gesehen haben, er sofort eine Einladung ausspricht, sie zu einem Fruchtkonzentrat einzuladen. Nun könnte man meinen, bei der Frau handelt es sich um eine Politikerin, die ne Laktoseintolleranz aufweist und in schrillen Klamotten recht viel Unsinn von sich gibt. Das wäre dann aber Claudia Roth und nicht unbedingt viele wollen sie unbedingt tanzen sehen. 

 

Die SFG Tänzer hingegen waren von der Aura der darstellenden Cordula so fasziniert, dass sie sich im Anschluss zum Duell mit dem Degen herausforderten, um zu entscheiden, wer sie denn nun zum Altar tragen mag. Das Schöne am Karneval ist und bleibt dann doch der Gedächtnisverlust nach dem oralen verklappen diverser deliriumverheissender Destillate. 

 

Denn, so sollte sich später herausstellen, war jene Frau Grün, nicht die Cordula, sondern ihr Cousin, der immer wieder herrliche Klaus Scheid. Zuvor schon zu bewundern als Special Guest in Lederhosen und mit Hirschgeweihmikrophonehalter bei den Gombacher Fernsehballett, als die Hymne des Abends erklang. Hulapalu von Andreas Gaballier.

 

 

Abgeräumt haben ... Klaus Scheid, Luca Klees, Dennis Beining und die Gebrüder von Ehr.

 

 

 

OCV Männerballett 

 

Eifrige Besucher der OCV Prunksitzungen kennen sie natürlich und seit Jahren schon gehören sie zu den Highlights der Sitzungen in der Bliestalhalle. Jörg Foshag trainiert sie mit Hingabe und Überzeugung und garantiert Jahr für Jahr für ihre Qualität. Aktuell beschäftigen sie sich mit dem Leben und Wirken von Tarzan. 

 

Ganz ohne eine Jenny und ohne Lianen zelebrierten Sie einen tonwuchtigen Tanz voller physischer Gewaltakrobatik. Erinnerungen an den Urknall wurden wach. Gestählte Oberkörper, mal bepackt von Waschbrettern, gelegentlich von Waschbären, schwangen sie von imaginären Ast zu Ast und verströmten einen Hauch von Moschus, was bei der ein oder anderen Göttin im Saal, zu gelegentlichen Milscheinschüben führte. Als sie dann noch den ältesten, wohl aber fittesten unter ihnen, durch die Gombachhalle schleuderten, musste manch einer der Zuschauer bereits wiederbelebt werden. 

 

 

Tarzan‘s Tänzer im Einzelnen: Julian Schmidt | Timo Schmitt | Peter Kapitza | Sebastian Keller | Kai Schwarz | Manuel Setz | Jan & Jochen Backes | Pascal Kirsch | Michael Maldener | Michael & Johannes Schumacher | Bastian Mohr | Philipp Ost | Christian Becker | Stefan Wirtz | Matthias Schaal | Dominic Gebel und alles unter der Leitung von Jörg Foshag

 

 

Alexandra Berg Show

 

Hier sollte vorab angemerkt werden, dass die Veranstalter leider keine Wahl hatten. Vom großen Namen verführt, engagierten sie, die - nachträglich wohl als angemessen anzusehende Verstoßung seitens der Schwester - völlig unbekannte Alexandra, deren Gesang nur eine Schlussfolgerung zulässt. Sie kann das dreistimmig. Laut, schräg, aber dafür mit Enthusiasmus. 

 

 

Bei der Zugabe war übereinstimmend zu sehen, dass die beiden begleiteten Jungs, Tiamo Kaiser und Sven Silbereisen - im übrigen auch nur Teile der krummbuckeligen Verwandtschaft, bekannter Showstars - vollkommen Recht hatten, als sie sich die Frage stellen, warum sie nicht einfach nein gesagt haben. Und hier bewahrheiten sich die Ergebnisse einer neuen Studie, dass der bloße Anblick des Dekolletés einer Frau, die Gehirnleistung eines Mannes um 50% reduziert, pro Brust versteht sich.

 

Das Ram Pack von der Gombach und Herbert’s Angels

 

Gleich drei Dorfbuben sorgten für die programmatische Unterhaltung der Gäste. Sie bildeten quasi das Entertainment-Triumphat, welches durch das Programm führte und für die Livemusik im Saal sorgte.

 

Timo Backes und Alexander Scheid, nur Dank zweier verstörender Farben (Der lila Butzenmann & das Apelsinnenstrüßje) überhaupt unterscheidbar, führten im Dialog durch das Programm. Mit dem Mottosong »Hulapalu« eröffneten sie den Abend und stellten die einzelnen Programmpunkte vor.

 

Selbstverständlich darf auch ein Sologastspiel von Timo nicht fehlen. Ob der werdende Vater ein Mann für Amore bleiben wird, kann uns nur die Ewigkeit beweisen. Sven Gatzweiler, heute in glänzendem Silber, vervollständigte die Version des Gombacher Hammelpack, sozusagen eine kleine Anlehnung an das Las Vegaser Original. 

 

Beim Finale wurde dann geschmettert was das Zeug hielt. Dank einer Showtanzgruppe, die der Flare Herbert einst im eigenen Hause heran gezüchtet hat und Ihnen den Namen Angels gab, verströmte noch einmal ein Hauch von Manfred Sexauer‘s Musikladen (was für ein Name ...) im Narrenpalast zu Güdesweiler.

 

 

Die engelsgleichen Feen waren: Nicole Dettweiler | Nicole Kapitza | Nicole Veit | Nicole Backes | Silke Rauber | Sylvie Jakobs | Bernadette Kaufmann | Siggi Schmidt

 

 

Zur guter Schluss ertönte noch eine neue Hymne am Leistberg. Musikalisch entführte man einen Songs der Kölsch-Rockband Brings und versah ihn mit neuem Text. In wenigen Zeilen erläuterten die Drei, warum das Reich der Hämmel, der schönste Ort der Welt ist. Die Groniger Kerb ist für sie nur mimi, Oberthal egal und Steinberg stand auch nie zur Wahl. Eben weil man nicht groß sein muss, da, sollte man einmal den roten Kerwehut getragen haben, man aufsteigen kann zur Legende vom Kirmesfrühschoppen. Sowas kann nur ein Gombacher Bub. 

 

Und seit auch die selektive Trennung am Kirmesmontag aufgehoben wurde, gehören die Gombacher Mäd ebenso dazu, denn sie glänzen auch im Kläd, da sind sie den Buben gleich, nur nie so butterweich, ach nie so bräd, das sind die Gombacher Mäd! So ein kleiner Hieb über die dörfliche Grenze hinaus darf an Faasenacht schon mal sein, obgleich alle begeistert waren vom Zusammenspiel der Dörfer an diesem Abend.

 

 

Das Highlight war jedoch unsere Band. Splendid, als Garant für handgemachten Rock und Pop, sind bereits weit über die Grenzen hinaus bekannt. Für das närrische Spektakel jedoch verkleinerte man die Formation auf Drei. Für den Sound sorgte ihr Keyboarder Tom Vogt, der jeden Partyhit zum Leuchten brachte. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich die Frontpfeiler, Nadja Schilly und Sven Gatzweiler. Ein Klassiker jagte den Anderen und dabei steuerte man bewusst über jede musikalische Grenze hinweg, was dem Publikum reichlich Gelegenheit gab, abwechselnd zu tanzen oder mitzusingen. 

 

 

Fazit:

 

 

So kann es mit Hulapalu weiter gehen. Im nächsten Jahr werden ganz sicher die Tonprobleme gelöst sein und nach brandaktuellen Informationen, die dieser Redaktion bereits vorliegen, haben sich bereits weitere Akteure und Gruppen gemeldet, die im kommenden Jahr auch den Zauber des Ruhms zelebrieren möchten. Unter anderem eine Formation von vier Generationen transsexueller Kabukitänzer alter japanischer Schule. Na, das wird bestimmt ein Spaß ...

 

Euer Alex Scheid

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Kelkel Elmar (Dienstag, 12 März 2019 12:49)

    Alex, Du hast es wieder auf den Punkt gebracht.
    Ich möchte mich aber an dieser Stelle im Namen des Vorstandes der ganzen SFG neben den bereits erwähnten Akteuren auch besonders bei allen Helferinnen und Helfer bedanken, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre, Angefangen bei unseren Muckis, die sich um das leibliche Wohl gekümmert haben, über unser Team der Technik für die mediale Ausstattung, den befreundeten Vereinen für ihren Dienst beim Verkauf, den Helfern beim Auf- und Abbau, persönlich bei meinem Vorstand für die Arbeit (ihr seid ein super Team !), bei unserem Ortsvorsteher für seinen Einsatz (nicht nur musikalisch) und vor allem bei Dir für die Idee, die Entwicklung, die Umsetzung und die Organisation. Und Du weißt was dies für nächstes Jahr bedeutet :-)

  • #2

    Aktiver Wähler (Dienstag, 12 März 2019 12:58)

    Erstes Bild von Bildergalerie.Was macht den AKK in Güdesweiler ?

  • #3

    Heike Erfurt (Dienstag, 12 März 2019 13:58)

    Aktiver
    Wähler
    Fastnacht feiern

  • #4

    Foozer (Dienstag, 12 März 2019 14:13)

    Heike, kennst Du denn nicht die Vorwitztuut ?

  • #5

    AktiverWähler (Dienstag, 12 März 2019 18:46)

    Ich habe gefeiert, Freitag und Montag. Ist das jetzt unsere AKK?

  • #6

    Heike Erfurt (Dienstag, 12 März 2019 20:07)

    Hättest sollen vorbei kommen.