Theaterfreunde Oberthal proben seit Wochen schon fleißig

zwei Ganoven in Aktion
zwei Ganoven in Aktion

Gemeinde Oberthal

Seit vielen Wochen proben die Theaterfreunde Oberthal für ihr Theaterstück ,,Hausmann Undercover". Nach der bereits 14. Probe läufts aber noch nicht richtig rund. Was aber 

 

völlig normal ist, denn wie Wolfgang Hargarter, Spielleiter der Theaterfreunde Oberthal berichtet, sind bis zur Aufführung ca. 40 Proben normal. Dieses Jahr sei man sogar in Verzug um 6 Wochen. 

 

Saar-Heimat: Um welches Stück handelt es sich diesmal ?

W.Hargarter: Es handelt sich hierbei um einen Agententhriller, der in den 70er Jahren in Amerika spielt. Ein Agent ist mit seinem Kollegen unterwegs und beide haben einen illegalen Überfall gestartet. Sie haben gemeinsam einen Geldkoffer erbeutet und sind nun auf der Flucht. Das Stück beginnt eigentlich wo sie auf der Flucht sind und sich freischießen. Dabei treffen sie sich und machen einen Termin ab und einer von ihnen nimmt den Geldkoffer in Verwahrung. Und keiner der beiden will das Geld wieder her geben.......

 

Saar-Heimat: Was hat dich dazu bewogen dieses Stück auszusuchen?

W.Hargarter: Das hängt immer davon ab, wieviele Leute zur Verfügung stehen, da das jedes Jahr unterschiedlich ist. Wenn ich die Info habe wer alles mitspielt, wird demnach ein passendes Stück ausgewählt. Dabei achte ich aber darauf, dass ich  jedes Jahr ein anderes Thema wähle, so dass es abwechslungsreich bleibt.

 

Saar-Heimat: Ihr probt nun zum 14. Mal. Wieviele Proben müsst ihr durchspielen, damit alles sitzt? 

W.Hargarter: Also für so ein Stück braucht man 40 Proben. Aber dieses Jahr sind wir sehr knapp mit den Proben, ich muss das Ganze in der Hälfte durchziehen, dafür ziehen wir die Proben sehr kompakt durch, wenn mehr Zeit ist, kann man besser auf die Situationen eingehen. Aber wir müssen jetzt kucken dass wir durchkommen, denn in 4 Wochen ist bereits die Aufführung und wir haben den 3. Akt noch nicht geprobt und auch sonst fehlen noch einige Szenen. 

 

Saar-Heimat: Wie oft probt ihr in der Woche?

W.Hargarter: Zweimal in der Woche. Die Akteure lernen ihre Texte, dann wird geprobt, davon wird erst ein grober Ablauf gemacht, ich versuche dann die Positionen zu stellen, wo spielt was, wie bewegen wir uns, wann gehen wir ab, wobei das sich ständig ändern kann, weil man immer wieder einen anderen Sichtwinkel bekommt. Der Text sollte dann aber sitzen. 

 

Saar-Heimat: Das sieht nach viel Arbeit aus?

W.Hargarter: Ja, das ist schwierig, zumal es keine Profis sind und jeder noch seiner Arbeit nach gehen muss. Und Dieter Dewes fügt hinzu, dass er gerade von Hamburg erst gekommen sei und oft seinen Text im Zug oder Flieger lernen muss.

Danach gehen wir auf den jeweiligen Charakter der Spieler ein. Ich lege sehr viel Wert darauf, das die Szenen realistisch wirken. Da muss passend zu den Szenen die Spannung rein oder mehr Gefühl. Da müssen wir zur Zeit noch daran arbeiten. Die Akteure müssen sich in die Szene hineinfühlen, müssen das echt spielen.

So bedarf es vieler Wiederholungen.

 

Saar-Heimat: Wann fangt ihr das erste mal überhaupt mit den Proben an?

W.Hargarter: Ende Oktober, Anfang November. Nur dieses Mal haben wir leider erst im Januar angefangen. Jetzt fehlen uns 6 Wochen Probe. Wenn man das hochrechnet, sind das 12 Proben. Pro Minute auf der Bühne, sind 45 Minuten Probezeit erforderlich. Und dann muss man auch schauen, wie die Leute Zeit haben um zur Probe zu kommen. Manche Szenen gefallen mir nicht, die müssen dann nochmal angegangen werden, oder Einzelproben müssen noch durchgeführt werden. 

Saar-Heimat: Und dann braucht man sicher einige Zeit um in die einzelnen Szenen reinzukommen?

Dieter Dewes: Ja, ich merke es immer so wie jetzt, wo ich heute morgen noch in Hamburg war und Vorträge abgehalten habe, und dann in den Zug gestiegen bin und nun hier abends zur Probe bin. Und das merkt dann schon, man muss sich gut konzentrieren um in die Szenen reinzukommen.

 

Aber nach so vielen Jahren werden die Theaterfreunde auch das meistern, da bin ich mir ganz sicher. Wir freuen uns schon auf das Stück und sind jetzt schon richtig neugierig geworden, wie das mit dem Agenten Spencer Spoon, dem ehemaligen Secret-Service-Agent weiter geht, der eigentlich unter dem Namen Harry Hills ein beschauliches Leben mit Frau und Tochter führt.

 

Doch schon bald wird er von seiner Vergangenheit eingeholt. Der Schein der perfekten Familie beginnt dann langsam zu bröckeln. Geprobt wurde übrigens an diesem Abend bei Dieter und Sylvia Dewes zu Hause in Oberthal, denn nicht immer lassen sich die passenden Örtlichkeiten finden. So muss dann mal ab und zu improvisiert werden. 

 

8 Euro kostet der Eintritt. Kartenvorverkauf bei Allianz Christoph Ternig, Oberthal und Gasthaus Andler in Gronig. Unten die Termine.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Foozer (Mittwoch, 13 März 2019 12:00)

    Hei, Olaf Sch., so schnell hättest Du Dein Versprechen
    vom 03.02 d.J. aber nicht umsetzen müssen.
    Lies mal, wie abgespannt und fertig Du Deine
    Staatsdiener nach Hause entläßt - fast
    verantwortungslos, wenn man bedenkt, was
    so einen Beamten zuhause noch für wichtige
    Aufgaben erwarten.
    Dabei ist auch bemerkenswert, wie leicht
    heute ein beamteter Zöllner zum Kriminellen
    werden kann - na ja, aber Gottseidank gelingt
    nicht jedem diese Karriere !

  • #2

    Aktiver Wähler (Mittwoch, 13 März 2019 12:43)

    Watergate in Oberthal, BND übernachtet in Raubers Landhotel, Einsatzzentrale in Oberthaler Rathaus Büro Bürgermeister, er sitzt jetzt unten! Zwischen Helleheisje, Selbach, Varuswald und Wahlhausen, rund um die Uhr Verkehrs und Personenkontrolle, Helikopter kreisen über der Gemeinde, Reporter aus ganz Europa vor Ort, NTV berichtet live!

  • #3

    Pum (Mittwoch, 13 März 2019 20:18)

    Endlich merkt der Herr auch mal was es heißt abgebrannt zu sein.
    Zehntausende seiner "Kollegen" erleben dies täglich und dies nicht wegen einer Zugfahrt von Hamburg nach oberthal oder irgendwelcher Vorträge sondern weil sie ihre tägliche Arbeit erledigen