Die Altliga der Gemeinde Oberthal startet wieder in die Saison - Der Speck muss weck

Gemeinde Oberthal

...oder wie hätte man die Überschrift passender wählen sollen? Vielleicht aber auch so...wie von unserem Fussballexperten und Kommentator Alex, die Wanderdüne: Die Altligaerweckungsbewegung oder warum Seppo Bumsinger und 

 

 

 

 

und das Dihydrogeniumoxid die unvermeidliche Wiedervereinigung der Spalttablette vorantrieb.

Während ein blutroter Mond am südöstlichen Firmament sich langsam, aber mit der Sorgfalt einer südkaukasischen Nacktschnecke, in den dunklen Bliesa Nachthimmel schob, erweckte in uns der Frühlingsanfang frühlingshafte Gefühle. Unterdessen rettet Schwedens heilige Greta, dank der Nuklearenergie die Champions League vor dem Brexit und Jogi Löw kratzt sich unterdessen weiter am Überraschungsei und widerlegt die These von Karl Lagergeld, dass Männer in Jogginghose dem Leben bereits entsagt haben.

 

Nun, das können wir so bestätigen. Wir können das, weil wir heute dem Trainingsauftakt der Altliga beigewohnt haben. 25 gestandene Männer - zumindest standen sie noch zu Beginn der Einheit - fühlten sich gezwungen, nein, berufen, heut dem Ruf ihrer Spielkoordinationsbeauftragten Folge zu leisten.

 

Monate vergingen, seit der Mond zum letzen Mal im Wendekreis des Steinbocks, oder wie wir gendergerecht anmerken müssen, auch der Steinböckin, seine Bahnen gezogen hat und jene Monate wurden, wie sollte es auch anders sein, weniger für sportlichen Aktivitäten genutzt, die eventuell in dieser Saison Früchte tragen könnten. Nein, die Herren, allesamt Schöpfer, bespaßten mehr das göttlich angetraute Weibe oder brachten die Buben zum Kicken oder die Töchter zum Stricken.

 

Aber spätestens nach dem Weltfrauentag ist Schluss mit lustig. Beziehungen sind ja ganz schön, weil man zu zweit vier Mittelfinger hat, aber die Brut bringt einen dann doch manchmal an den Rande des gelebten Wahnsinns. Töchter zum Beispiel. Bis sie 15 sind jammern sie, dass sie unbedingt ein Pferd wollen und mit 16 dann bringen sie einen Esel mit nach Hause. Söhne im Erweckungsalter setzten dem Ganzen dann doch die Krone auf. Schon der bloße Anblick des Dekolleté einer Frau reduziert ihre Denkfähigkeit um 50%. Pro Busen.

 

Da will man doch weg. Da muss man doch weg. Und 25 Männer aus Bliesen, Gronig, Oberthal und Güdesweiler schafften es dann doch heute dem trautem Heim zu entfliehen. Schon beim Ankleiden wurde Leid geklagt. So entfuhr es einem Kollegen, dass sich seine Frau heut darüber geärgert hat, dass ihr Bruder drei Schwestern hat und sie nur zwei. Ja, das Leben ist kein Ponyschlecken.

 

Umso schöner, wenn das alte Ballkleid dann doch noch, nach reichlich zupfen und ziehen, recken und strecken, wieder sitzt wie angegossen oder auch mal reingeschossen. Aber dafür ist die Vorbereitung ja da. In dieser Zeit gilt es den winterlichen Aufbau, wieder abzubauen, damit der Anbau, trotz Zubau den Vorbau nachbaut, um nicht in den ständigen Konflikt mit der Schwerkraft zu geraten.

 

Aber es hat sich gelohnt. Nie war der Auftakt schöner. Der ein oder andere präsentierte stolz das Geschenk der Holden zum Fest der Liebe und was gibt’s passenderes, als ein brandneues Set der Wormatia Worms Unterwäsche stolz zu zeigen. Beschwingtes Abklatschen beim Warmgehen folgten zärtliche Umarmungen voller Vorfreude auf das nun kommende.

 

Dann wurde gekickt. Alle in den Kreis und abzählen. So sollten zwei Teams gebildet werden. Immer Eins und dann Zwei. Aber der ein oder andere schüttelte wohl noch den Kalk aus den Knien, als er urplötzlich vier rief und später feststellen musste, dass es nur zwei Teams gibt. O.k. so weit oben ist die Luft schön dünn, da gerät das Limbische System schon mal durcheinander.

 

Letztendlich war es ein launiger Kick an einem kühlen Frühlingsabend. Tore spielen, ähnlich wie bei den Minis nicht wirklich eine Rolle, weshalb der Ein oder Andere auch vortrefflich vor dem Tor auf einen Treffer verzichtete. Seine geraunte Entschuldigung trug dann doch zur Bewusstseinserheiterung bei. Er hatte zuviel Zeit zum Denken. Fußballer und Denken, das ist wie die europäische Kondomnorm. Da fühlt man sich irgendwie eingeengt.

 

Im Anschluss wartete unser Sportkamerad Kurt Nofts auf uns im Clubheim und analysierte bereits die diametrale Passverlagerung im digitalen Zeitalter mit seiner analogen Version eines Notebooks, dem Notizbuch. Wer das am Abend seinen Kindern erklären will, brauch schon Wikipedia, aber das ist ja heute abgeschaltet.

 

Abgeschaltet haben wir im Anschluss noch mit deliriumverheissenden Destillaten, die - noch immer gekonnt - oral verklappt wurden und dann doch noch zu Desorientierungen auf dem Heimweg führten. Zum Glück gab es veganfreie Würste und mächtig dicke und saure Gurken, die allesamt den Zuckerspiegel wieder neutralisierten.

 

Am Samstag startet dann das erste Match. Während Gronig und Oberthal den Winterschlaf noch bis in die Adventszeit verlängern, müssen Bliesen und Güdesweiler bereits ran. So viel steht bereits fest. Der Verlierer darf den Saft der monströsen Gurkengläser auf Ex verkosten.

 

Text: Alex Scheid

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hilli (Freitag, 22 März 2019 10:44)

    Super geschrieben Muße laut Lachen, und hatte Kopfkino,schönes Foto, mein Patenkind�, spielt da auch mit. FREUE MICH AUF WEITERE SO TOLLE Berichte,von dir und Isabell