Warum die Güdesweiler den Gronigern 80 Vergissmeinnicht spendeten

Gemeinde Oberthal

Nachdem wir ja nun schon einen Bericht über die Groniger Pflanzaktion ,,Gemeinsam für ein demenzfreundliches Saarland", berichtet hatten, brauchen wir das an dieser Stelle nicht mehr 

 

zu tun. Denn natürlich hat sich Güdesweiler auch an dieser Aktion beteiligt und viele fleißige Hände in Form von diversen Männlein und Weiblein, buddelten sich früh morgens nach Ei, Kaffee und Toast, durch den steinharten verwurzelten Boden und haben somit ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen setzen bedeutet mit gutem Beispiel voran zugehen.

 

Aber da liegt schon der Knackpunkt, der Cardo totius rei. Schon in der Bibel wird vor Menschen gewarnt, die ,,Zeichen setzen". Alles was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen. Ist nun halt mal so. Daran ist nichts verkehrt. 

Aber darum geht es eigentlich nicht. Vielmehr geht es hier um ein deutsches Phänomen der Aufklärung über die Aufklärung. Die Frage nach dem ,,Warum".

 

Wer als Aufklärer etwas aufklärt, beleuchtet und leistet Aufklärungsarbeit. Irgendwann sieht er dann klar und kann etwas klar machen. Diejenigen, die aufgeklärt sind, brauchen keine Aufklärung mehr. Zu einer Art Aufklärer der Nation muss man sich nun aber nicht erheben, hier soll nur kurz Licht ins Dunkel gebracht werden.

 

Clarescere, Clarare und Clarus würde der Lateiner jetzt in den kalten morgendlichen Himmel schreien und würde damit aber doch nur das Gleiche meinen wie wir. Und nun wird es aber auch langsam Zeit, denken sich die Leser und so ähnlich dachten auch die 120 ,,Vergissmeinnicht", die Myosotis aus der Gattung der Boraginaceae, der blauen Sorte der MonAmie, als sie nach ca. 2-wöchiger Abstinenz, endlich ihr dunkles Verlies im unteren Ritt verlassen durften.

 

 

Etwas gebeutelt, aber im guten Zustand machten sie sich fluchtartig auf im grellen morgendlichen Sonnenlicht, gen Norden zur Christkönig Kirche zu Güdesweiler.  Dort warteten bereits die fleißigen Helfer um den kleinen ,,Blauen" ein neues Zuhause zu schenken. Fröhlich alsbald schmiegten sie sich in die braune noch kalte Erde und bekamen dazu noch eine kalte Dusche von oben. Der harte Alltag der kleinen besteht nun darin, nicht gefressen zu werden und regelmäßig von oben frisches Nass zu bekommen und natürlich zu wachsen und gedeihen.  

 

Güdesweiler blüht auf dank 120 Vergiss-Mein-Nicht-Blümchen im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne ,,Demenz geht uns Alle an". Die Kommunen erhielten deshalb 200 Vergissmeinnicht für ihre Aktion. Allerdings wanderten 80 von ihnen nach Gronig aus, wir hoffen es gefällt ihnen dort, denn diesmal waren die Groniger nicht so flott wie sonst mit dem Anruf beim Ministerium. Und deshalb mussten sie zu den 80 Stück, welche dazu kaufen.

 

Aber dafür haben sie ja den Verein für Dorfentwicklung.....und übrigens, früh übt sich. Kein geringerer wie der für das nächste Amt als Ortsvorsteher in Gronig kandidierender vielleicht, eventuell oder mit Sicherheit gewählter Mann, kam die 80 Vergissmeinnicht nach Güdesweiler abholen. Und wenn wir jetzt zum Schluss die aus Steinberg-Deckenhardt noch erwähnen würden oder wollten, wäre das Theater perfekt. Doch das wäre eine andere Geschichte......

 

 

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Kommentare: 9
  • #1

    Hilli (Montag, 01 April 2019 11:42)

    Was ist mit Oberthal,?gibt es hier keine Demenz?,Muß man hier nicht aufklären und darauf hin weißen, Oberthal, der weiße Fleck in der Großgemeinde

  • #2

    IsaMö (Montag, 01 April 2019 12:09)

    Hilli, vllt. Ist in Oberthal die Demenz so groß, dass man es vergessen hat den Antrag zu stellen....lach

  • #3

    Hilli (Montag, 01 April 2019 12:36)

    Der Spruch ist gut, könnte hinkommen�,

  • #4

    Alexander Scheid (Montag, 01 April 2019 17:41)

    Lass Blumen sprechen

    Schon im 17. Jahrhundert organisierten die Holländer den ersten globalen Austausch mit Blumen, hier explizit mit Tulpenzwiebeln. Um 1620 erfand Cornelius Drebbel, wohl in weißer Voraussicht, das erste Unterseeboot und wenige Jahre später Jan van der Heyden, den aufrollbaren Feuerwehrschlauch. So verbanden sie mit Boot und C-Rohr die Kanäle und Grachten im ganzen Land und sorgten für blühende Landschaften, wie sie erst wieder nach der Kohl’chen Wende in der Ex-DDR vorkommen werden würden.

    Kurz darauf erfand Willem von Oranien den Slogan »Lass Blumen sprechen«. Einige Jahre später, Holland verpasste zum ersten die Qualifikation zur WM, führte dieser Handel zur ersten gesamteuropäischen Finanzkrise. Nicht überliefert ist, ob aus dieser Zeit auch das gelbe Nummernschild stammt, welches ja nur verteilt wird, wenn ein Holländer fünfmal durch die Führerscheinprüfung gefallen ist.

    Was lernen wir daraus? Wir sollten vorsichtig sein, wem wir welche Blumen schenken, denn sie sprechen, in der Tat, Ihre ganz eigene Sprache und die daraus resultierenden Ereignisse haben fast schon einmal einen ganzen Kontinent in den Abgrund gestürzt.

    Güdesweiler hat sich nun, einmalig in seiner Geschichte, in einem rabenschwarzem aber christdemokratischem Alleingang, entschieden, ausgerechnet dem Dorf, welches den freiwilligen Kirchgang erfunden hat, 80 »Vergissmeinnicht« zu schenken. Über viele Jahre hinweg haben Sie den Gronigern auch immer wieder die Punkte geschenkt, aber das geht ja heute leider nicht mehr ...

    Was sagt uns das? Es hätte weitaus schlimmer kommen können. Da es hier ja direkt schon wieder zu Beschwerden kam, warum Güdesweiler nur an die Groniger gedacht haben, einige Ideen, wie sich zukünftig etwaige Irritationen hinsichtlich des Gemeindefriedens vermeiden lassen.

    Naheliegender wäre es wohl gewesen, wenn wir den Gronigern statt dem »Vergissmeinnicht« das »Rühr-mich-nicht-an« geschenkt hätten. Entspannt Euch! Das ist keine Rückzugsaufforderung einer älteren Jungfer oder eine persönliche Erfahrung vom letzten Sado-Maso-Kongress an der Dweiwelskanzel. Hierbei handelt es sich um ein schwach giftiges und gelbblühendes Balsaminengewächs aus der Familie der Springkräuter.

    Bitte jetzt keine kognitive Rotationen. Es ist ja nur schwach giftig. Aber was schenken wir Steinberg und Oberthal? Im Angebot hätten wir noch das Eselsohr, die Fetthenne, den Frauenschuh, den Guter Heinrich, das Kälberkropf, die Mannstreu, die Pestwurz oder das Pfaffenhütchen.

    Ich persönlich tendiere zum Mannstreu und Pfaffenhütchen. Nur bin ich mir noch nicht sicher, wer was bekommen soll. Man würde sich bestimmt schon wieder künstlich erzürnen, müsste ich auswählen, welcher Ort welche Pflanze bekommt.

    Ich persönlich liebe Euch Alle. Und ich kappele mich auch gerne mit unseren Gemeindefreunden. Herzhaft empfinde ich unsere gelegentlich stattfindende Vergleiche um die Größe der einzelnen Türme. Ein jeder von uns möchte ja immer den Grössten haben. Dabei endet doch so gut wie jeder Größenvergleich in der Vergangenheit immer in einer Katastrophe.

    Aber wir befinden uns ja schon wieder mitten im Wahlkampf. Und da verspricht - oder man macht gleich - die Politik ja gerne mal Geschenke. Nach der Auftaktoffensive seitens der CDU, folgt sicher bald die Antwort der SPD. Wir dürfen also gespannt sein. Jedenfalls wissen wir aus sicherer Quelle, dass die Partei der bibeltreuen Christen, jedem Dorfbrunnen einen bunten Strauß von Teufelskrallen zukommen lassen wird. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt ...

  • #5

    Hilli (Montag, 01 April 2019 19:19)

    Danke Alexander toll geschrieben�das Wort zum Vergissmeinnicht

  • #6

    Dr. Alfred Tetzlaff Ökonom Nauwieshof (Dienstag, 02 April 2019 12:13)

    Demenz und Blumen, ein Kreis der sich selten schließt! Blumen blühen und vergehen wie der Mensch! Aber ein positives Zeichen bleibt!

  • #7

    Grafe Madda (Mittwoch, 03 April 2019 13:12)

    Die SPD setzt of jede Fall welche... sith macht das... aber ob es noch vor den Wahlen passiert, wisse ma net

  • #8

    Isabelle (Donnerstag, 04 April 2019 13:54)

    Das hier war defenitiv nicht Grafe Madda, hab ich mir sagen lassen. Bitte benutzt eure eigenen Namen, aber nicht den von anderen.

  • #9

    Dr. Alfred Tetzlaff Ökonom Nauwieshof (Sonntag, 07 April 2019 12:11)

    Die ist ein wahres Wort !!!!!!