Auf den Spuren der Windsors in St.Wendel

St.Wendel

„Saarländer trifft man überall – selbst im britischen Königshaus“, sagte Bürgermeister Peter Klär zum Auftakt der St. Wendeler Veranstaltungsreihe zu Herzogin Luise im Mia-Münster Haus. Dieser Satz ist nicht nur auf zahlreichen Plakaten, mit denen 

das Saarland-Marketing und die Kreisstadt gemeinsam werben, zu sehen, sondern beschreibt auch perfekt das Thema der Veranstaltungsreihe, zu der Klär gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Saarlandes jetzt den Startschuss gab.

 

Tobias Hans ist Schirmherr der Reihe, die unter dem Motto „Herzogin Luise – die Vorfahrin der Windsors in St. Wendel“ zusammen mit einer Ausstellung im städtischen Museum sowie einer Publikation des St. Wendeler Stadtarchivs verschiedene Aspekte rund um die Herzogin und ihre Zeit in der Kreisstadt beleuchtet. Den 200. Geburtstag von Prinz Albert, dem Ehemann der englischen Königin Victoria, nimmt die Kreisstadt im Rahmen des internationalen Prinz-AlbertJahres 2019 zum Anlass, sich noch einmal ausführlich mit dem Leben seiner Mutter zu beschäftigen.

 

Herzogin Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld lebte von 1824 bis 1831 in St. Wendel. Wie sie ihre Zeit in dort erlebt hat und wie die Lebensumstände der örtlichen Bevölkerung damals aussahen, zählt unter anderem zu den Themen der Reihe. „Unser Ziel ist es, die interessante Geschichte der Herzogin und ihre Bedeutung für St. Wendel und das Saarland ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“, betonte Klär. „Dass die Stammmutter der Windsors aus unserer Stadt kommt, ist etwas, worauf wir stolz sein können und zeigt zudem, welch interessante Geschichte wir direkt vor der Haustür haben.“

 

Ministerpräsident Tobias Hans: „Mit dieser interessanten Veranstaltungsreihe zum Gedenken an Herzogin Luise weckt die Stadt St. Wendel bei vielen Menschen das Interesse für einen bedeutenden Teil ihrer Geschichte. Das trägt nicht nur bei zur Identitätsstiftung der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt. Das bereichert darüber hinaus die Erinnerungskultur unseres ganzen Landes.“ 

 

Der St. Wendeler Verwaltungschef nutzte die Eröffnungsveranstaltung auch dazu, die neue „Herzogin-Luise-Stiftung“ vorzustellen. Der Stiftungsertrag soll – in Erinnerung an das soziale Engagement der Herzogin – jedes Jahr sozialen Zwecken zugutekommen. Denn ein Grund für die Verehrung Luises in St. Wendel war ihr soziales Engagement. Sie wandte alljährlich erhebliche Geldmittel auf, um die städtische Armenkasse oder in Not geratene Familien finanziell zu unterstützen.

 

„Diese Tradition wollen wir mit dieser Stiftung gerne fortsetzen“, so Klär. Die Wohltätigkeit der Herzogin war auch eines der Themen des anschließend gezeigten Kurzfilms: „Wie die Windsors aus St. Wendel kamen“. Dieser zeigte Szenen aus Luises Zeit in St. Wendel und wurde 2018 an Originalschauplätzen gedreht. Der Film wird im Rahmen der Ausstellung weiterhin im Mia-Münster-Haus zu sehen sein. Einen musikalischen Beitrag zu der Eröffnungsveranstaltung lieferten Bernd Mathias (Klavier) und Solveig Röttig (Violine) mit Philipp Jakob Riottes Sonate Op. 55.

 

Diese hatte der St. Wendeler Komponist und Zeitgenosse Luises der Herzogin gewidmet. Die Ausstellung des Museums St. Wendel zu Herzogin Luise ist vom 16. April bis zum 9. Juni im Mia-Münster-Haus zu sehen und markiert den Beginn der gesamten Veranstaltungsreihe. In den folgenden Wochen stehen dann ein Konzert, eine Theateraufführung, eine Stadtführung mit einer Luise-Darstellerin, sowie mehrere Vorträge zu Themen rund um die Zeit der Herzogin in St. Wendel und Workshops zum Leben im 19. Jahrhundert auf dem Programm.

 

Die Publikation des Stadtarchivs, eine Edition von Briefen Luises aus ihrer St. Wendeler Zeit, wird am 7. Mai um 19 Uhr, im Mia-Münster-Haus vorgestellt. Die Veranstaltungsreihe endet am 9. Juni 2019.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Schdani (Montag, 15 April 2019 20:21)

    Nichts für ungut, aber die Coburger waren und sind keine St.Wendler, da anti-katholisch bis auf die Knochen. Das wissen sie selber. "Coburger" sind keine St.Wendler!
    Mit der Ehrung von Damen und Herren aus diesem ehemals kleinen und größenwahnsinnig ehrgeizigen Fürstentum kann kein wahrhafter St.Wendler einverstanden sein: es ist Falschmünzerei.
    Diese Ehrungen sind ein Affront gegen den heiligen Wendelin und seine Stadt St.Wendel.

  • #2

    Dirrersch Barbara (Dienstag, 16 April 2019 19:30)

    Eich han ne schon vermisst, die Schdanislaus. Gruß Bäbbche!

  • #3

    Hilli (Mittwoch, 24 April 2019 18:46)

    Mein Vater war ein Coburger ,also ein Waschechter St. WENDELER, geboren und gewohnt bis zu seiner Hochzeit in WND, was soll dieser Schwachsinn, ach ja katholisch war er auch wie die ganze Familie