Wie ein Hurrikan fegten die Altligisten der SF Güdesweiler über die Steinberger hinweg

Alex Scheid mit Kurt Nofts
Alex Scheid mit Kurt Nofts

Gemeinde Oberthal

Der gemeinde Klimawandel oder warum Kurt Nofts beim Wetterbericht ständig an Erbsensuppe mit Worschd denkt. Was für eine Woche!  In unserer heiß

geliebten Bundeshauptstadt feierte ein katholischer Bischof die unheimlichste Begegnung der dritten Art, indem er erklärte, dass das Klima-Gretchen wohl die Reinkarnationen von Jesus Christus sein könnte, während die Eisheiligen zusammen mit Frosty dem Schneemann sich auftaten, uns das bibbern zurückzubringen.

 

Wenn alle vom Klimawandel reden, dann praktiziert die Altliga selbigen mit einer brachialen Genugtuung, die Bände bricht. Es war mal wieder Derbytime im Gombachstadion. Nach unserer krachenden Niederlage gegen Bliesen zum Auftakt der Saison, worüber wir kein Wort verloren, jedoch viel an Erkenntnis gewonnen haben, machten sich unsere Freunde aus Steinberg-Deckenhardt, Walhausen und unserem ehemaligen Partner aus Namborn auf, uns das Fürchten zu lehren.

 

Und diesmal haben sie sich was teuflisches einfallen lassen. Ja, der Klimawandel sollte sie zum Sieg führen. Am Tag zuvor tankten sie Kraft im Windpark am Leistberg. Jeder bekam nen Schukostecker und dann ging’s ab. Diese Manipulation der flächendeckenden Stromversorgung innerhalb der Gemeinde wird sich noch rächen. Die Folge, der Stromausfall in Gronig, wird in neun Monaten sicht- und in 32 Jahren spürbar. Die nächste Generation von Altligisten wird euch dann gehörig den Hintern versohlen. Aber dazu mehr in meinem Rentenratgeber, der voraussichtlich im Herbst 2051 erscheinen wird.

 

Kommen wir zum Spiel. Das Wetter war heut auf unserer Seite. Wie wir alle wissen, hält die Natur gelegentlich diverse Überraschungen für uns bereit. Die Wissenschaft nennt sie Phänomene. El Niño, der Passat (nicht der von VW) oder die Wanderdüne. Aber auf die gehen wir heute mal nicht ein. Selbige hat sich bei der Redaktion schwer beschwert, weil erschwerend hinzukommt, das die Schwere der Berichterstattung regelmäßig schwere psychische Schäden hinterlässt, die nur dank schwerem Wasser, versüßt mit Hopfen und Malz und das gelegentliche In-den-Arm-nehmen von Kurt Nofts, wieder in Griff zu bringen sind.

 

Oben auf dem Berg sind Schneefälle im April nichts besonderes, für uns Sonnenanbeter vom Gombachstrand, die schon im März mit dem Schirmchen im Glas den Tequila Sunrise genießen, hingegen schon. Der Treffpunkt wurde sogar um eine Stunde vorverlegt, damit genügend Zeit bleibt, die Thermounterwäsche auch fachgerecht anzulegen. Hier und da geriet auch mal ein Rettungsring außer Kontrolle und wölbte sich sanft über den Wäscherand, war aber flugs wieder verschwunden, wenn das Kompressionsshirt mit Wäscheklammern an den Stutzen festgetackert war.

 

Kommen wir zum Spiel. In ihrer Korrelation und Kausalität besteht unsere Atmosphäre aus der Troposphäre, der Stratosphäre, der Mesophäre, Thermosphäre und der Exosphäre. So wie unsere Aufstellung und Taktik, die, das sollte an dieser Stelle explizit erwähnt werden, eine Meisterleistung war.

 

In unserer Troposphäre war zu Beginn eine Anomalie sichtbar. Christoph Karius Jung, seines Zeichen Stammhalter im Kasten der SFG, wirbelte noch als unzähmbarer Hurrikan auf Reitscheider Feldern, weshalb unser Präsident zum Hüter der Unnahbarkeit werden sollte. Schon geziert mit der Sechs und bereit zu Doppeln, musste er zu Beginn ins Tor. Leider aber nur für rund 10 Minuten, dann verletzte er sich am Finger, dessen Bruch sogar noch operativ behandelt werden muss. Es sollte, Gott sei dank, die einzige Hiobsbotschaft des Tages bleiben. Gut Besserung, mon General!

 

Während der Elmar aber seinen Kasten noch sauber hielt, war sein Nachfolger etwas nachsichtiger gegenüber unseren Nachbarn. Zugegeben der Freistoß war geschickt geschlenzt. Ganz Stillenmunkes wurde es, als der Dominik die Ecke fixierte und es krachen lies. Unser Torwart erklärte uns später, ein weiteres Phänomen wäre der Schuldige. O.k., nennen wir es eine Tropopause.

 

Ähnlich wie das Wetter zirkulierten wir dann über den Rasen. Entstehen bspw. Wolken in einer Mischung aus Dichte und Druck meist in der Stratosphäre, dem mittleren Abschnitt des weiten Feldes, so fügte unser Mittelfeld dem Gegner in jedem Spielzug vor Augen, wie ein Hurrikan wirken kann, wenn er losgelassen wird. Unser Hurrikan trug die 11 und den Namen Schumann. Dicht staffelte er sein Mittelfeld mit weiteren Phänomenen.

 

Ein Junger namens Maik wurde zum Monsun und der Oliver, ein Mann von Hof, zum Zyklon. Ein ums andere Mal spielten sie Verstecken mit den Inhalatoren aus Steinberg. Wie ein Gewitter fegten sie über den Gegner hinweg. Eine latent zu spürende Wärmeentwicklung nach der anderen prasselte wie ein Hagel auf sie hernieder. Auch keine Korngröße hätte sie heut stoppen können.

 

Diese Großwetterlage bereitete Steinberg-Deckenhardt enorme Probleme. Selbst der ab und an aufziehende Zwillingsföhn über die Flanken konnte die Strahlungsbilanz der SFG nicht beeinträchtigen. Wer schon einmal in den Alpen war, der kennt ja den Föhn. Zieht er auf schweigen die Glieder. Unberechenbar pflügt er über das Feld, lähmt und lässt selbst die Feldlerche in ihrem herrschaftlichen Gesang verstummen. Mal Schön und mal wie ein Biest kommt er daher.

 

Und dann trifft er dich. Und Dich war heut die SG NSW. Wenn sie auch aus keinem gleichen Ei entschlüpft sind, so sie doch gemeinsam selbiges pellen. Ihr vertikaler Gradient führte dann auch zum Ausgleich. Würde Enid Blyton noch leben, sie hätte heut flux ein weiteres Werk ihres Erfolgsroman fortsetzen können. »Hanni und Nanni und ihre Erlebnisse im Strafraum«.

 

Ergänzt werden müsste das Werk noch mit einem Helden aus dem Marvel Universum. Double T, der in der Regel lieber mit Steffis Vorhand glänzt, war mal wieder an Bord. Vorn, im dichten Gefummel zwischen Manni, dem Libero und dem Doppelherz voller Steinberger Lungen, pflügte er übers Feld und verursachte eine Inversionswetterlage nach der anderen. In Staub und Rus zerlegte er die gegnerische Abwehr.

 

In ihrem Gefolge, oft kaum zu erkennen tarnte sich als Wetterleuchte heut die Wanderdüne. Der Permafrost wurde so zur Sahelzone in deren Verlauf die Isobarenkurve im Gausschen Mittel stetig und regelmäßiger Zuverlässigkeit zur Auffrischung beitrug. Zu Vulkanausbrüchen sollte es heute jedoch nicht mehr kommen.

 

Aber kommen wir endlich zum Spiel. Die Gefahrenabwehr war heut bester Laune. Bestens präpariert mit reichlich Erbsensuppe am Morgen, stand ein wahrer Künzer im Zentrum der Defensive. Mit dem Schwager zur Rechten und einem Freigeist zur Linken entschärften sie regelmäßig die witterungsbedingten Nieselregenschwaden, die immer wieder in Schneestürmen übergingen.

 

Und wenn die Windmaschine mal weniger schwungvoll lieg, so drehten wir etwas an der Witterung und schwups waren zwei Siedlungsphänome zur Stelle. El Niño, Christoph »Turbobost« und Michael »Calima« Dorscheid von Labertsborn, machten einfach da weiter, wo sie gar nicht aufgehört haben.

 

So, genug vom Spiel. Die Punkte bleiben an der Gombach. Für‘s Erste. Denn mit ziemlicher Sicherheit werden die Jungs vom steinernem Berge aufrüsten. Man munkelt, dass die Berliner Gretchenfrage künftig in Deckenhardt beantwortet wird. Irgendeinen Tornado werden sie bis zum Rückspiel bestimmt reaktivieren. Wir warten ab, während wir an unserer CO2 Bilanz arbeiten.

 

Apropos CO2. An dieser Stelle lüften wir das Geheimnis, die Schlagzeile des Jahres. Bei Erbsensuppe mit Worschd konnten wir ihn überzeugen. Die Energie bringt er, herkunftsbedingt, schon mit, seine Bilanz als Altligisten ist atemberaubend. Lassen wir den Tiger von der Leine! Kurt Nofts schnürt künftig seine Schuhe an der Gombach.

 

Ja, liebe Freunde des Andlers, werte Teufel vom Momberg. Er wird ein Hammelbacher. Ein schwerer Schlag, ich weiß, aber unabwendbar. So, nachdem nun am Mummerisch gronische Schnappatmung herrschen sollte, beruhigen wir uns wieder. Kurt wird lediglich als Berater fungieren. Den Dank seiner messerscharfen Analyse war unser Coach überhaupt erst in der Lage das Spiel zu drehen. Keine Sorge! Er kommt zurück. Allerdings erst nach dem Match gegen Gronig/Oberthal. Schließlich möchten wir in diesem Jahr als Sieger aus dem Gemeindemeeting hervorgehen.

 

Text: Alexander Scheid

 

Samstag | 13. April 2019 | 18:00 Uhr 
SFG : SG Namborn/Steinberg/Walhausen 2:1 (2:1)
1:0 Dominik Stillenmunkes | 1:1 Tim Thiele
2:1 Manuel Werle

Aufstellungen:
Christoph Jung | Florian Frei ... Manuel Künzer ... Michael Schirra | Maik Jung | Manuel Werle ... Bastian Schumann ... Oliver Hofmann ... Dominik Werle | Tim Thielen ... Alexander Scheid | Reserve: Christoph Bost, Michael Dorscheid, Elmar Kelkel
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Reserve: Frank Schwarz, Mahir Celik, Michael Metzger | Sebastian Leonhardt ... Dominik Stillenmunkes ... Damian Klee | Frank Theis ... Daniel Johann ... Benjamin Müller
Pascal Braun ... Georg Peiffer ... Reuben Eckhardt ... Florian Meyer | Daniel Schwan

Christoph Ternig, Oberthal
Christoph Ternig, Oberthal

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