Der Tag danach - Nur noch ein Häufchen Asche beim Angelsportverein Güdesweiler

Gemeinde Oberthal

Nur noch ein Häufchen Asche ist übrig geblieben vom vergangenen glanzvollen Tag des Hexenfeuers zu Güdesweiler. Ein paar Bierflaschen stehn an der Haltestelle rum und warten

 

geduldig auf ihren Abtransport in Richtung Heimatort. Die Stimmung scheint verkatert. Wo am Abend vorher noch der Zapfhahn gekräht, und der kräftigende Gerstensaft als Volksnahrungsmittel die Kehle hinunter rinn und das Sprichwort durch die Reihen ging: Zwischen Leber und Milz passt noch ein Pils, ist danach nichts mehr von dem pompösen Abend zu spüren. Im Farbton zwischen schwarz und grau präsentiert sich das Aschehäuflein am Tage danach, wie zu Glanzzeiten der Gebrüder Grimms Aschenputtels Märchen. 

 

Grandioser hätte der Abend können nicht sein, der Angelsportverein mit den Schlepperfreunden schwelgten im Glück des Erfolges, Kühlschrank leer, Schwenker und Würstchen verkauft, nächste Rostwurstschicht abgesagt und Bürgermeister Rausch bezifferte wie immer den Besucherrekord mit der überschrittenen magischen 500 und mehr. Das erklärte auch die Parkplatzknappheit in Güdesweiler. Was aber nicht erklärt warum vorm Männerklo die Schlange länger war, wie vorm Frauenklo, tatsächlich rätselt halb Güdesweiler darüber.

 

Und bevor das Feuer tobte und die Funken gen Himmel schlugen und die Grenzen aller Grenzen durchbrachen und damit überschritten, verkündete ein in ganz Güdesweiler bekanntes überaus stolzes ,,Häsje", dass dies der schönste Maibaum aller Maibäume der letzten vergangenen Jahren sei, die die Hämmel am obersten Balken der Pyramide je befestigten. Und während Alleinunterhalter Uli Recktenwald seinen neuesten Coverhit ,,Die eine die immer lacht" in den Nachthimmel schmetterte,

 

 

wurde zünftig und vor allen Dingen ,,WARM" in den Mai gefeiert. Das Feuerchen,  völlig legal angezündelt von dem berühmten Abfackler und Oberbrandstifter Axel Will und Mike Seibert, war mit seinen über 9 Metern Höhe sehr aber auch wirklich sehr dezent und die selbstbewussten Funken die aus seinem Schlund hervorsprühten, schlugen in so manches Haupte ein, wie bei........

 

Cordula Grüns Cousing aus HulaPalu, ausnahmsweise mal ohne Perücke, aber mit Loch im ,,Kopp". Mit fröhlicher Unterstützung sowie freundlicher Genehmigung seinerseits, durften wir das Foto veröffentlichen und die Tragik präsentieren, die sich so nie ereignet hat.

 

Und übrigens wurde dieses Jahr nicht nur der Zuschauerrekord eventuell oder vielleicht geknackt, ganz  sicher ist, das dieses Jahr die Pyramide mit einer Rekordhöhe von 9,70 erreicht wurde und die Feuerwehr die Bäume ringsherum genässt hat, wegen des starken Funkenfluges, der die Zuschauer regelrecht zu einem Maitanz aufforderte, um dem Feuerregen zu entkommen. Eben das heißeste Ereignis in unserer Gemeinde Oberthal. 

 

 

Christoph Ternig, Oberthal
Christoph Ternig, Oberthal

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Kommentare: 5
  • #1

    Soydo (Donnerstag, 02 Mai 2019 10:08)

    Super geschrieben! Es war wie immer ein gelungener Abend!

  • #2

    Hilli (Donnerstag, 02 Mai 2019 10:18)

    Ein Genuß zu Lesen, Gottseidank hat das Wetter mitgespielt,ein toller Erfolg, für alle die daran beteiligt waren,so soll es sein

  • #3

    Isabelle (Donnerstag, 02 Mai 2019 12:34)

    Danke, hoffe dass diesmal keiner was zum meckern hat, und nein ich wede den Text nicht verändern und ihn nicht rausnehmen, ist schließlich alles nur Spass....

  • #4

    Petra (Donnerstag, 02 Mai 2019 14:24)

    Vielen Dank, Isabelle, ist wirklich ein sehr schöner und witziger Bericht.
    Das Fest in den 1. Mai war wieder sehr gelungen und hat viel Freude gemacht.
    Von hier aus noch ein Dankeschön an alle Besucher

  • #5

    Norbert Schu (Freitag, 03 Mai 2019 12:41)

    Mehr brauche noch Hexe zum omherdanze for 2020, Isabelle melde dich!!