Mitglieder werden bei der Gewerkschaft in Oberthal geehrt

Gemeinde Oberthal

Der Bergbau im Saarland existierte bereits in keltischer Zeit und ist seit 1429 urkundlich nachgewiesen. Überwiegend wurde Steinkohle abgebaut. Ab 1850 sorgte die 

 

Industrialisierung für eine starke Nachfrage und eine enorme Ausdehnung des Bergbaus an der Saar. im Juni 2012 endete der Bergbau im Saarland mit der Schließung des Bergwerks Saar. ,,Trotzdem wollen wir weiterhin an der Tradition der Bergleute erinnern", sagte der Vorsitzende der Ortsgruppe Oberthal der Industriegewerkschaft Bergbau, Energie und Chemie (IGBCE), Lothar Kunz, beim Familienfest im Heinrich-Meffert-Haus in Oberthal.

 

Mit dem läuten der Glocke wurde die Anfahrt der Kumpels angezeigt und danach das Einfahrtgebet der Grube Duhamel vorgetragen, bei dem es um das Segnen des Schachtes und Stollen geht sowie vor Bewahrung vor Flut und Brand schützen soll. Dabei ging es auch um 26 Jubilare für zusammen 1230 Jahre Mitgliedschaft, die geehrt wurden. 

 

„Sie sind ein Eckpfeiler im Kampf um eine humanere Arbeitswelt und Wegbereiter eines demokratischen Fortschrittes“, fügte Lothar Kunz hinzu und  überreichte mit seinem Stellvertreter Wolfgang Jung den Jubilaren als Dank für ihre  Solidarität mit ihrer Gewerkschaft Urkunden, Anstecknadel und Präsente. Die IGBCE Oberthal entstand 2012 aus mehreren kleinen Ortsgruppen zu einer zentralen Einheit. 

 

Bild: Lothar Kunz
Bild: Lothar Kunz

 

Geehrt wurden für 25 Jahre: Cornelia Ruffing, Stefanie Terig.

 

Für 40 Jahre: Jürgen Weber, Berthold Noll, Lothar Kunz, Klaus Förster, Paul Villemin, Rudolf Scharle, Wilfried Pingen, Peter Backes, Joachim Mörsdorf, Günter Schneider, Alfred Schaal, Karl-Heinz Klee, Wolfgang Zägel und Wolfgang Killian.

 

Für 60 Jahre: Hans Schäfer, Kurt Nofts, Günter Backes, Valentin Ost, Manfred Schohl, Günter Zöhler, Hans Palliot.

 

Für 65 Jahre: Paul Bouillion und Dieter Sauer.

Für 70 Jahre: Erwin Mohr

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Schdani (Donnerstag, 16 Mai 2019 10:41)

    Im Bergbau gab es viele technische Neuerungen, die dem Wohl der Beschäftigten und ihrer Gesundheit sehr dienlich waren. Außerdem konnten die Gewerkschaften vieles erreichen und auch in der Politik gab es eine starke Lobby für die berechtigten Belange der Bergleute. Man sollte sich daran erinnern und Lehren für heute ziehen.

    Viele Menschen befinden sich doch heute in prekären Beschäftigungsverhältnissen und müssen eigentlich von der Hand in den Mund leben, bspw. Leiharbeiter. Und krank werden dürfen sie nicht. Sozialversicherungspflichtige Stellen wurden in den letzten Jahrzehnten bekanntlich immer mehr abgebaut und wegrationalisiert. Stattdessen Teilzeitstellen, die auch etwas für sich haben, aber auch genug Nachteile mit sich bringen.

    Die Arbeitswelt ist leider nicht immer "humaner" geworden, und der Druck auf viele Arbeitnehmer ist gestiegen u.a. zum Schaden ihrer Gesundheit. Da müßte politisch umgesteuert werden. Dabei wäre die katholische Soziallehre ein hilfreiches Instrument, damit die Marktwirtschaft tatsächlich und zu Recht sozial genannt werden kann.

  • #2

    !!!!!!!!!!! (Freitag, 17 Mai 2019 20:34)

    Was ein Schwachsinn. Was haben denn bitte sozialversicherungspflichtige Stellen mit dem Themen Teilzeit zu tun.
    Ist jemand in Teilzeit etwa nicht in der Sozialversicherung?


  • #3

    Schdani (Montag, 20 Mai 2019 09:31)

    et !!!!!... Vielen Dank für Ihren Hinweis.
    Es sollte heißen: sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen...

    Was halten Sie von "Leiharbeit"?, usw.

  • #4

    zack mc cracken (Montag, 20 Mai 2019 19:20)

    Dazu möchte ich auch etwas sagen:

    Von Leiharbeit ist sehr viel bis rein gar nichts zu halten.

    Leiharbeit kann dazu dienen, dass Unternehmen kurzfristige Spitzenzeiten an Aufträgen durch schnell verfügbare Arbeiter abdecken können. Des weiteren gibt sie vielen Menschen überhaupt die Möglichkeit in Vollzeit zu arbeiten, diese sind ja nach wie vor bei dem Leiharbeitsunternehmen beschäftigt. Viele wären ohne Leiharbeit arbeitslos. Die Leiharbeitsfirmen fangen sie sozusagen auf. Die Unternehmen müssen also für Auftragsspitzen niemanden einstellen, den sie in ein paar Monaten wieder entlassen müssen weil dann wieder nicht genug Arbeit da ist.

    Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz wurde 2017 grundlegend geändert (Stichwort equal pay, Höchstüberlassungsdauer usw). Dabei wurden die Rechte der Leiharbeiter massiv gestärkt.
    Leiharbeiter haben übrigens einen höheren Lohnanspruch als es der gesetzliche Mindestlohn vorsieht.

    Natürlich ist es auch so, dass sich sehr viele Unternehmen nicht an die Spielregeln halten. In solchen Fällen kann man durchaus von einer Ausbeutung der Arbeitnehmer sprechen.