Licht und Schatten bei der Kommunalwahl in der Gemeinde Oberthal

Gemeinde Oberthal

Das eine Wahl sehr spannend sein kann, offenbarte sich dieses Jahr 2019 auf eindrucksvolle Weise in unserer Gemeinde Oberthal. 

Die CDU behält die Mehrheit im 

 

Oberthaler Gemeinderat, gewinnt an Zuwachs in Steinberg-Deckenhardt, Güdesweiler sowieso, auch im Ort Oberthal ist alles klar, aber was ist in Gronig passiert? Zuerst hatte auch dort die CDU mit einer Stimme die knappe Mehrheit erhalten. Mit 394 zu 393 Stimmen. Doch sicherheitshalber wurde hier nochmal nachgezählt und tatsächlich ein ungültiger Wahlzettel ausgemacht. Um nun zu klären wer den 9. Sitz im Ortsrat bekommt, wurde nach erneutem Zählen am Montagabend im Oberthaler Rathaus gelost.

 

Und das hat die SPD vom Hocker gehauen, wie Uwe Schäfer verlauten ließ. Denn diese konnten nun den einen Sitz für sich gewinnen und Björn Gebauer aus Gronig wird nun Ortsvorsteher. Wohl kein leichtes Erbe für ihn, als Nachfolger von Toni Schäfer, der dieses Amt seit 2012 inne hatte. Löst Gronig nun Steinberg-Deckenhardt bald als rote Hochburg in der Gemeinde Oberthal ab? Der Schock am Montagabend saß tief , war die CDU doch immer stärkste Kraft in Gronig.

 

Doch die Flinte ins Korn werfen passt nicht zu dieser Partei: ,,Wir werden ab heute die Gründe für diese Niederlage aufarbeiten. Das Ergebnis ist Ansporn für uns, in den nächsten fünf Jahren anzupacken und die Mehrheit bei der nächsten Wahl zurückzugewinnen", so Dennis Meisberger.

 

 

 ,,Es ist fast unglaublich, aber wahr", freute Uwe Schäfer sich, Spitzenkandidat der SPD für den Gemeinderat. ,,Die SPD Gronig hat die Mehrheit im Ortsrat und stellt den nächsten Ortsvorsteher. Fast 14% haben wir im Vergleich zur letzten Wahl zugelegt. Das Wahlergebnis ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich". Der Erfolg sei eine Mannschaftsleistung um das junge Team von Ortsvereinsvorsitzenden Björn Gebauer. 

 

Eine beachtliche Leistung erzielte die CDU in Steinberg-Deckenhardt. Was man anfangs nur erhofft hatte, wurde wahr: Statt bislang nur einen Sitz im Ortsrat, hatte die CDU mit Manfred Altmeyer und Ortsvorsteher-Kandidat Kevin Schmitt 3 Sitze ergattert. ,,Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis und gratulieren Inken Ruppenthal zur neuen Ortsvorsteherin. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit im Hinblick für die Bürger von Steinberg-Deckenhardt. Altmeyer bedauerte es, dass Brigitte Will ihren Sitz im Ortsrat krankheitsbedingt nicht antreten kann. 

 

links: CDU, Abschluss im Landhotel Rauber, rechts SPD im Gasthaus Andler in Gronig 

 

Was die Gemeinderatswahl betrifft fällt für die Sozialdemokraten das Urteil weniger gut aus. Die CDU wird die absolute Mehrheit mit 15 Sitzen im Rat behalten. Dort waren drei Parteien, CDU, SPD und Linke angetreten um sich möglichst viele der 27 Sitze zu sichern. Statt wie bisher 11 Sitze hat hier die SPD nur noch 10 Sitze.

 

Und dieser eine verlorene Platz hat sich die Linke mit Frank Schröder ergattert. Statt bisher einen Sitz hat diese nun 2 Sitze. Dazu Gemeindeverbandsvorsitzender Dennis Meisberger: ,, Im Gemeinderat gewinnen wir 110 Stimmen hinzu, gerade im Blick auf den Generationswechsel macht mich das mega stolz".

 

Auch Dirk Schäfer, CDU Spitzenkandidat zeigte sich am Ende zufrieden: ,,Unser Wahlziel war es, die 15 Sitze im Gemeinderat zu halten, und das haben wir geschafft". Schäfer führt den Erfolg auf das neue, junge Team zurück, dass sich sowohl auf Ortsrats- als auch auf Gemeinderatsebene engagiere. 

 

 

 

Dennis Meisberger: ,,In den Ortsräten Oberthal und Güdesweiler konnten wir unsere Mehrheiten halten. Reiner Burkholz erhält mit seinem CDU Team in Oberthal 60%; Timo Backes mit dem jungen Team in Güdesweiler legt 5% zu (67,3%). In beiden Orten sind wir hervorragend aufgestellt und packen mit Herz und Leidenschaft weiterhin an. In Steinberg-Deckenhardt konnten Kevin Schmitt und die CDU direkt zwei Sitze dazugewinnen! Dieses Ergebnis freut uns sehr und gibt uns Aufschwung in Steinberg-Deckenhardt. In Gronig haben wir leider unsere Mehrheit im Ortsrat und damit den Ortsvorsteher verloren.

 

Und so setzt sich der Gemeinderat aus CDU, SPD und Linke zusammen:

 

CDU: Dirk Schäfer, Timo Backes, Frank Schön, Matthias Maurer, Bernd Simon, Johann Peltzer, Andreas Wita, Toni Schäfer, Rainer Burkholz, Andreas Schumacher, Günter Raber, Christian Paulus, Dennis Meisberger, Manfred Altmeyer, Jonas Simon.

 

SPD: Uwe Schäfer, Christoph Wolf, Gerd Schmidt, Axel Haab, Frank Henkes, Anneliese Schumacher, Heinz-Detlef Puff, Michael von Ehr, Björn Gebauer, Dennis Baumgart.

Linke: Frank Schröder, weiterer Sitz

 

Montagabend im Rathaus beim nochmaligen Zählen, dann die Verkündigung durch den Wahlleiter Stephan Rausch, nach dem Losziehen.

 

Und so setzen sich die Ortsräte zusammen:

 

CDU-Oberthal:                                                   SPD-Oberthal:   

Reiner Burkholz                                                   Anneliese Schumacher

Katja Scheid                                                          Gerd Schmidt

Thomas Conradi                                                   Marc Heck

Sina Becker                                                            Günter Haab

Mechthild Paulus

Mechthild Schumacher

Jochen Backes

CDU-Güdesweiler                                                SPD-Güdesweiler

Timo Backes                                                            Michael von Ehr

Andreas Wita                                                           Melanie Montnacher

Jenny Seibert                                                           Christian Scheer

Josef Burkholz

Matthias Maurer

Silke Riefer

 

CDU-Gronig                                                            SPD-Gronig

Frank Schön                                                             Uwe Schäfer

Toni Schäfer                                                             Björn Gebauer

Iris Gebauer                                                              Jochen Müller

Nadine Schönecker                                                 Elisa Hinsberger

                                                                                    Bernd Stephan

 

 

CDU-Steinberg-Deckenhardt:                              SPD-Steinberg-Deckenhardt:

Kevin Schmitt                                                              Inken Ruppenthal

Manfred Altmeyer                                                      Peter Wack

Karin Altmeyer (für Brigitte Will)                              Christian Koch

                                                                                       Karl-Heinz KLee

                                                                                       Fred Koch

                                                                                       Peter Leonhard

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Kommentare: 16
  • #1

    Schdani (Dienstag, 28 Mai 2019 19:09)

    So ein Losverfahren, wie das jetzt für Gronig angewandt wurde, ist fragwürdig- egal wer da der Glücklichere oder Unglücklichere ist. Eine Wahl soll doch keine Lotterie sein. Das ist doch für den Wähler nur verdrießlich.
    Bei Stimmengleichheit müßte nochmals gewählt werden. Also beide Parteien sollten sich auf eine Nachwahl einigen, das wäre ehrlich.

  • #2

    Möller Werner Ortsrat CDU Bliesen. (Dienstag, 28 Mai 2019 19:31)

    Also ich bin auch der Meinung, nicht weil ich in der CDU bin, der Fairness halber hätte hier eine Nachwahl stattfinden müssen, dies ist nicht im Sinne der Bürger.

  • #3

    Rotschwarzer Ketzer (Mittwoch, 29 Mai 2019 11:56)

    Zum Glück sind die Groniger ja auch fair. Und wenn das Kommunalwahlrecht derzeit den Losentscheid vorsieht, dann werden die Groniger 5 Jahre unter dem roten Joch sicher überstehen....

    So lange neu wählen lassen, bis das Ergebnis opportun ist, schaue ich lieber nur im Fernsehen an (Istanbul grüßt)...



  • #4

    Rotschwarzer Ketzer (Mittwoch, 29 Mai 2019 13:17)

    Nachtrag: allen Gewählten eine gute Hand und gutes Gelingen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger....

  • #5

    Schreibfix (Mittwoch, 29 Mai 2019 13:19)

    Dann prost, Du roter Dichterfürst,
    weil Du von mir gelobt heut`wirst -
    bis Samstag Grunischs Welt in Grau,
    stolzierst Du heute wie ein Pfau,
    denn hundert Jahre "Men in Black",
    die fegtet Ihr im Handstreich weg,
    und keiner von der schwarzen Macht
    hatte bis heut` `ne stille Nacht.
    Der früh`ren Opposition
    deshalb noch mal Gratulation !

    Auch allseits ist dem Volk bekannt,
    daß Euer Sieg darin bestand,
    daß der BM mit sichrer Hand
    das rote Los im Töpfchen fand.
    Die Einen meinen, so ist`s recht,
    die Andren finden`s ziemlich schlecht -
    so ist nun mal der Welten Lauf,
    ausgetrunken, Deckel drauf !

    Doch wie in jedem Neubeginn
    da steckt auch hier ein Würmchen drin :
    Da gibt`s `nen Mann mit wenig Glück,
    weil er fast 80 Jahr`am Stück
    den Stuhl polierte, der ganz hart,
    auf dem man nix zu sagen hat,
    und jetzt, wo`s Füllhorn sich ergießt,
    daß rotes Saatgut bald ersprießt,
    da steht für meinen Kamerad
    nur`n hintrer Listenplatz parat.
    Wie kam es, daß man ohne Scham
    dem Kordi jenen Platz wegnahm,
    der ihm gebührt jetzt im Triumph,
    da hallt mein Beifall nur noch dumpf.
    Ich seh`s mal als Versehen an,
    das leicht man korrigieren kann :
    ein Rücktritt nur, vielleicht auch zwei,
    schon wär der Kordi mit dabei !

    Nun einigt Euch, Ihr roten Brüder,
    dann geht`s in Grunisch rauf, nicht nieder !

  • #6

    Möller Werner Bliesen (Mittwoch, 29 Mai 2019 16:43)

    Hut ab vor diesem Gedicht, das ist schon Kunst. Gruß Werner

  • #7

    Schdani (Mittwoch, 29 Mai 2019 19:35)

    So wird Politik, wir ziehen mal Hölzchen und Stöckchen und würfeln, zum Betrug an den Wählern und vor allem auch zum Selbstbetrug.
    Nachwahl in Gronig jetzt! Groniger: demonstriert für Euer Recht.

  • #8

    Uwe Schäfer (Donnerstag, 30 Mai 2019 08:50)

    Prost, mein schreibfix, hoch die Tassen.
    Wir können's immer noch nicht fassen.
    Weder die Jungen noch die Alten
    Hätten's für möglich wohl gehalten,
    Dass am Momberg nach dem Patt
    Die SPD das Sagen hat.
    Und das noch bei dem Bundestrend,
    Den die Parteispitze zwar kennt,
    Doch nicht zur Kenntnis nehmen kann,
    Dass die Chefin nicht kommt an.
    Wenn ich Andrea Nahles seh,
    Dann tun auch mir die Augen weh.
    (Alleine das kann ja verstören,
    Noch schlimmer wird's, muss ich sie hören.)
    Wie anders lief's bei uns doch ab.
    Der Björn hält uns ganz schön auf Trab.
    Wir haben angepackt, auch gegengesteuert
    Und haben die SPD runderneuert.
    Die Strategie war abgestimmt,
    Auch Kordi hat hier zugestimmt.
    Wir sind ja wohl nicht so vermessen,
    Unsern Kordi zu vergessen.
    Es ist halt immer 'ne schwierige Kiste.
    Erneuert wurd auch die Ortsratsliste.
    Und diese lag dem Wähler vor.
    Nur der allergrößte Tor
    Beginnt jetzt mit den alten Tricks
    Und macht das U jetzt vor fürs X.
    So mancher würd sich die Hände reiben.
    Das lassen wir mal lieber bleiben.
    Erfahrung hat uns da gestählt.
    Wir ziehen so ein wie gewählt.
    Nur keine Angst, wir wolln die Alten
    Auch weiterhin in Ehren halten.
    Hans-Werner, Kordi - stets dabei:
    "Weißt Du noch, wie einst im Mai ...?"

  • #9

    Uwe Schäfer (Donnerstag, 30 Mai 2019 09:14)

    Und jetzt in Prosa an alle Kommentatoren, die mit dem Losverfahren hadern. So etwas wünscht sich natürlich niemand, aber es ist nicht unfair und nicht undemokratisch. Die Wähler waren aufgerufen zu entscheiden und sie haben sich für das Patt entschieden. In einem solchen Falle sieht das von den demokratisch gewählten Volksvertretern beschlossene Kommunalwahlgesetz vor, dass das Los entscheidet. Dies ist weder unfair, noch Betrug, erst recht kein Selbstbetrug. Lieber Schdani, bleiben Sie doch besser bei der Theologie.
    Der Losentscheid ist auch im Kommunalen Selbstverwaltungsgesetz verankert. Bei der Besetzung der Ausschüsse im letzten Gemeinderat, hätte man sich - anders als bei Orts- und Gemeinderatswahlen - einigen können, aber die CDU bestand jeweils auf Losentscheid. Vier Mal wurde gelost, vier Mal hatte die SPD das Nachsehen. Das hat uns nicht geschmeckt, aber wir haben es akzeptiert und kein Fass aufgemacht. Wo blieb damals der Aufschrei? Auch die Kolleginnen und Kollegen der CDU haben kein Problem mit dem Losentscheid an sich.

  • #10

    Hilli (Donnerstag, 30 Mai 2019 10:38)

    Gut geschrieben Uwe, den Heiligen vergessen wir jetzt einmal,ich wünsche der CDU und der SPD ein gutes Miteinander zum Wohle unser schönen Großgemeinde denn nur darum geht es

  • #11

    Schdani (Freitag, 31 Mai 2019 10:19)

    Sehr geehrter Herr Uwe Schäfer: an Sie und die möglichen Leser.

    Es ging mir um die Frage, ob ein Losentscheid geeignet ist, tatsächlich eine derartige Patt-Situation hinsichtlich des Votums der Bürger zu beheben, mag das auch gesetztlich und einvernehmlich zwischen den Parteien so geregelt sein. Warum soll ausgerechnet bei einer Patt-Situation wie in diesem Falle das Mehrheitsprinzip nicht gelten? - Dann kann man ja gleich würfeln.
    Der Wähler, der Bürger wird hier nicht wirklich ernst genommen. Es geht um Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit, primäre Anliegen der Theologie sicherlich (so sollte und muß es sein), aber ja auch in der Politik; ansonsten Willkür, Diktatur oder Anarchie.

    Die Sache ist, wie es jetzt ist, unsauber. Und das hat nichts mit einer Parteienpräferenz zu tun, wenn ich das so schreibe. Im andern Falle würde ich nichts anderes sagen.


  • #12

    Alexander Scheid (Freitag, 31 Mai 2019 16:10)

    Nun, lieber Herr Schäfer, da muss ich unserem Schdani recht geben, wenn ich auch weniger dem theologischem Ansatz folgen mag. Der Zufall mag ganz sicher gerecht sein, es ist nur fraglich ob er auch zielführend ist.

    Björn Gebauer wird nun wohl OV werden und meinerseits wünsche ich ihm eine erfolgreiche Hand, aber leider wird ihn in der kommenden Legislaturperiode wohl bedauerlicherweise der Zusatz, Mr. Zufall, anhaften - ob nun gerechtfertigt oder nicht.

    Aber vielleicht lässt sich dies ja entschärfen ... Einfach die Gattin zur Stellvertreterin wählen.

  • #13

    Uwe Schäfer (Freitag, 31 Mai 2019 17:29)

    Ach, Leute. Das könnt ihr in allen Kommunalwahlgesetzen in der Bundesrepublik Deutschland nachlesen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Für die eine Seite ist das bitter (ist uns auch schon ein paar Mal passiert), für die andere Seite nicht. Und es ist auch nachvollziehbar. Es gibt nun mal einen einzigen Wahltag (was auch sonst?). Man kann nicht so lange wählen, bis es passt. Damit würde man - vielleicht - eine neue, womöglich wieder äußerst knappe, Entscheidung herbeiführen, aber nicht unbedingt neues Vertrauen in diese Entscheidung. Oder wieder ein neues Patt. Herr Scheid, zielführend ist der Losentscheid auch, denn er löst das Patt auf. Mehr soll er ja auch nicht tun. Wenn etwas nicht zielführend ist, dann Ihre Bemerkung zu Mr Zufall, ein Etikett, das bei umgekehrten Vorzeichen dem anderen Kandidat hätte angeklebt werden können. Was soll das also? Lieber Schdani, ich hoffe, Ihre Frage, warum ausgerechnet bei einer Patt-Situation das Mehrheitsprinzip nicht gelten soll, war nicht ganz ernst gemeint. Bei einer Patt-Situation kann das Mehrheitsprinzip nicht gelten, weil es keine Mehrheit gibt. Von daher ist die Sache auch nicht "unsauber", wie Sie schreiben. Im Gegenteil. Nach den Bestimmungen des vom Landtag beschlossenen Kommunalwahlgesetzes ist hier vorgegangen worden. So muss es auch sein. Welche bessere Legitimation als die durch ein auf demokratischem Wege zustande gekommenes Gesetz kann es in der parlamentarischen Demokratie geben? Mein letzter Beitrag in dieser Angelegenheit.

  • #14

    Schdani (Freitag, 31 Mai 2019 21:02)

    Gemeint hatte ich, Herr Schäfer, daß m.Er. eine Pattsituation das Mehrheitsprinzip bei einer politischen Wahl nicht aushebeln kann und darf. Denn das ist Wasser auf die Mühlen von Unrecht und Gesetzlosigkeit.

    "Welche bessere Legitimation als die durch ein auf demokratischem Wege zustande gekommenes Gesetz kann es in der parlamentarischen Demokratie geben?" - Eine gute Frage. Es sind die Tugenden der Wahrheit, des Rechts (göttliches Recht und Naturrecht) und der Gerechtigkeit, die vorpolitisch sind, immer und zu jeder Zeit gelten, und nicht an eine Mehrheit gebunden sind.

    Eine parlamentarische Demokratie sollte sich an diese vorgegebenen Spielregeln halten und nicht außer Kraft setzen, wo für Letzteres es ja leider genügend Beispiele in Vergangenheit und Gegenwart gibt.
    Ein Losentscheid mag vom Kommunalwahlgesetz legitimiert sein, aber wird dem Wähler, der ja der eigentliche Souverän sein soll, kaum gerecht.

    Durch diesen Losentscheid, dem beide Parteien zustimmten, ist das jetzt aber geschehen und das ist nicht gut, nicht recht, und die politische Kultur ist beschädigt worden.

  • #15

    Schreibfix (Samstag, 01 Juni 2019 15:31)

    Gemüter sind zur Ruh` gekomm`
    bei dem der rot, bei dem der fromm,
    man atmet durch und man begreift,
    in Grunisch hat`s sich drauf versteift,
    daß jahrelanges schwarzes Tun
    in Händen wird von Roten ruh`n.

    Dies ist nun einmal klar ein Fakt,
    ist auch manch Schwarzer angekackt
    - und dabei schließ ausdrücklich aus
    ich den mit Namen . . . . . . . -slaus -
    vielmehr erscheint bemerkenswert,
    was im A.S. da steckt verquert !
    Wird dem, der Journalist will sein,
    der "Zufall" plötzlich fast zur Pein ?
    Sei fair, geh in Dich, gib Applaus,
    ist auch mal "Schwarz" bei Wahlen drauß.

    Ach ja, das ist`s Martyrium,
    wer wählt` am Momberg da so dumm,
    daß man just nach BM-Bescheid
    bei "Rot" man sich ganz mächtig freut ?

    Noch mal zu Dir, Du Journalist,
    bist Du tatsächlich angepißt,
    daß Regeln der Demokratie
    am Fuß vom Momberg sind passe ?
    Der Wähler hat entschieden sich,
    dann gilt es auch, A.S. für Dich,
    ob Björn, ob Iris oder Bernd
    die Schwarzen sind vier Jahr`entfernt !

    Verneige Du Dich nach Süd-West,
    dann wünsche ich Dir für den Rest
    der nächsten eins-zwei-drei-vier Jahr`n
    ein "Ohne-Losen-Los-Verfahr`n"

  • #16

    Timo Backes (Dienstag, 04 Juni 2019 07:58)

    Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zu dem ganzen Thema! ;)

    Das Los gezogen, wie famos
    Brot und Spiele wären besser als das Los!
    Man nehme von jeder Liste vier,
    und lässt sie trinken zwei, drei Bier.
    Beim Wettspiel mit dem Pfeil und Bogen
    oder beim Elfmeterschießen ungelogen,
    auch Kegeln, Darts und Kartenspiel,
    bringt uns irgendwann ans Ziel!
    Ein Dorffest für alle man füge hinzu,
    es wäre der passende Rahmen dazu.
    Ein Wettkampf um den Posten des OV,
    das gab es noch nie… das wär was genau!
    Bei Döner und Rostwurst sind wir alle dabei,
    da kommt auch die Hilli gerne vorbei! ;)

    Doch jetzt lass ich’s reimen.. ich kanns nicht so gut
    wie die Schreiber vor mir.. ich zieh meinen Hut…