Die SF Güdesweiler würdigt Spieler die den Verein verlassen

Gemeinde Oberthal

Niemals geht man so ganz ... Die SFG sagt leise Servus.

Steven von Ehr, Dennis Schledorn, David Massing und Harald »Gerry« Bermes.

Ob nun im Big Business des globalen 

 

Fußballs oder bei uns, in einem kleinen und beschaulichen Dorfclub. Nehmen am Ende einer Saison Spieler Abschied, so gehört es sich, sie noch einmal zu würdigen.

In erster Linie verliert man Freunde und erst dann Spieler, denn Freundschaft, Kameradschaft und Zusammenhalt sind für uns alle die wichtigsten Attribute, wenn es um Fußball geht. Die alte Parole von Elf Freunden, die man sein sollte um Siege zu erringen, gilt vor allem noch bei uns, denn unsere Spieler kommen nicht wegen dem monatlichem Scheck oder der Aussicht auf lukrative Angebote.

Selbstverständlich spielt der sportliche Erfolg eine entscheidende Rolle, da ein jeder grundsätzlich auch gewinnen möchte, wenn er sich schon ein ganzes Jahr abrackert, dreimal die Woche das Training besucht und den ganzen Sonntag einem Spiel unterordnet. Das ist die Essenz unseres Tuns. Aber eben nicht alles.

 

Zum Ende dieser Saison verlassen uns einige Spieler. Hier und da hat es nicht gepasst oder die eigenen Erwartungen konnten nicht erfüllt werden, aber wenn drei Jungs ihren Abschied erklären, die wir ins Herz geschlossen haben, dann stehen Emotionen hoch im Kurs.

 

 

—David Massing—
Im Januar 2014 kam David von unseren Nachbarn aus Namborn zu uns. Damals waren wir noch in der Bezirksliga, jedoch schon ambitioniert eine weitere Stufe zu erklimmen. Und bis zu diesem Sommer absolvierte er mehr als 108 Pflichtspiele und stand exakt 9.069 Minuten für die SFG auf dem Platz. Sein größter Erfolg war dann der Aufstieg unter dem Trainerduo André von Ehr und Daniel Jung im Sommer 2015. Und David, damals auch Kapitän der Mannschaft, das darf zu Recht behauptet werden, hatte einen maßgeblichen Anteil daran. Technisch stark, präzises Pass- und Stellungsspiel und enorme Kopfball- und Zweikampfstärke zeichneten ihn aus. Leider blieb auch er nicht von Verletzungen verschont, aber nie verlor er den Kontakt zu seinen Jungs. Stets war er dabei, stand mit Rat zur Verfügung. 
Aber im letzten Jahr haben sich seine Prioritäten geändert. Privat zuzog es ihn in die Losheimer Ecke, dann wurde er Vater und nicht zuletzt lässt er sich nun in Wadrill häuslich nieder. Und so reifte auch die Entscheidung die SFG zu verlassen um künftig in der Landesliga West bei der SG Wadrill/Sitzerath seine Schuhe zu schnüren. Künftig wird er in fünf Minuten auf dem Platz stehen und hat somit mehr Zeit für die junge Familie. Auch wenn es uns schwer fällt, das alles ist logisch, konsequent und nachvollziehbar. 

 

 

Umso emotionaler wurde sein Abschied. Am letzten Spieltag in Berschweiler wurde für alle nochmals sichtbar, wenn wir verlieren. Sein Tor zum 2:1 sicherte uns den Klassenerhalt. Beim Abschied vor ein paar Tagen, ein letzter (vorläufig letzter) Abend mit seiner Mannschaft und uns allen, war dann auch zu spüren, dass ihm der Abschied besonders schwer fällt. David, wir danken Dir und wünschen Dir alles erdenklich Gute.

 

—Steven von Ehr—
Einen waschechten Gombacher Bub werden wir mit Steven verlieren. 1996 kam er als kleiner Junge zur SFG. Zu dieser Zeit musste ihm noch sein grosser Bruder Ken die Schuhe binden. Und so durchlief er alle Jugendmannschaften, trainierte fleißig um letztendlich in der Saison 2011 sein erstes Spiel in der Reserve der SFG zu beschreiten. Leider lässt es sich nicht mehr exakt nachvollziehen, wie viele Male er das Jersey in Rot-Weiß überstreifte, aber wir glauben, dass es mehr als 140 Spiele in der zweiten, als auch ersten Mannschaft und damit über 11.000 Minuten waren, die Steven auf dem Platz geackert und gekämpft hat. Auch im Aufstiegsjahr 2015 gehörte er zum erweiterten Kader der Ersten Mannschaft. Das letzte Jahr allerdings verlief nicht unbedingt gut für Steven. Ein Kreuzbandriss setzte ihn schon im Herbst 2018 außer Gefecht. 


Zur neuen Saison wird er sich dem 1.FC Niederkirchen anschließen. Derzeit kämpfen sie noch um den Aufstieg in die Bezirksliga. Auch die Freundin spielt dort, was aber nicht der Grund für einen Wechsel war. Steven möchte sich noch einmal beweisen und die SFG kann und möchte ihn bei diesem Schritt auch unterstützen. Wir wünschen Dir, lieber Steven alles erdenklich Gute. Beiß dich durch. Zeig was ein Gombacher Bub alles kann und irgendwann werden wir Dich - hoffentlich - auch wieder im SFG-Trikot sehen.

 

—Dennis Schlehdorn—
Ein weiterer Namborner Spieler schloss sich 2015 der SFG an. Gerade einmal 18 Jahre alt wollte er zur SFG. Er wollte hier lernen, vor allem von unserer damaligen Innenverteidigung, die mit David Massing und Kai Schuch erstklassig besetzt war. Dennis, ein wuchtiger und kantiger Typ, war unsere Hoffnung. Mit der Zeit sollte er eine zentrale Rolle spielen in der Defensive der SFG. Aber leider war es der Beruf, der dies dann verhinderte. Als Soldat der Bundeswehr war er die ganze Zeit über immer und irgendwo im Lande stationiert und darunter litt natürlich der Fußball. Immerhin kam er noch auf 53 Spiele in dieser Zeit und stand knapp 3.400 Minuten auf dem Platz und auch in den kommenden Jahren wird die Aussicht nicht besser sein. 


Dennis wechselt zum FC Furschweiler. Dort spielen viele seiner Kumpels von früher, dort wird er auch sicherlich eine zentrale Rolle spielen, sollte der Beruf dies zulassen. Uns jedoch bleibt die Hoffnung, dass auch er irgendwann zurückkehren wird. Auch Dir, lieber Dennis, alles erdenklich Gute und bis bald.

 

 

—Harald »Gerry« Bermes—
Schade! Auch diese Zeit ist nun vorbei. Im Sommer 2017 kam Harald als Torwarttrainer zu uns. Unser damaliger Trainer Jan Morsch brachte ihn mit. Harald war kein Unbekannter. Schon in den 90er Jahren des letzten Jahrtausends schnürte er eine Spielzeit die Schuhe für die SFG. Seine Karriere als Torwart kann sich auch sehen lassen, denn er spielte u.a. bei Saar 05 Saarbrücken.
Vom ersten Tag an war seine Präsenz zu spüren. Hier kam ein erfahrener Spieler und Trainer zu uns, der sogleich die volle Anerkennung im Team fand. Gerry, als Reminiszenz an die FCK Legende Gerry Ehrmann, wurde er fortan genannt. Cool und gelassen ging er ans Werk und war für jeden Spieler, nicht nur die Torhüter, stets eine Vertrauensperson, quasi der Vater des Teams.

 

Gerry, Du wirst der Familie fehlen! Mach et juud! Und Danke, dass Du bei uns warst.

Des weiteren verlassen uns, noch mit unbekanntem Ziel, Ousmane Gondal, Nico Pulch und Quasemi Rohullah. Auch Euch alles Gute.

 

Wir sagen aber nochmals und im Besonderen DANKE David, Dennis, Harald und Steven. Niemals geht man so ganz und ein Teil von Euch bleibt hier, sowie die Tür, die immer für Euch aufsteht.

 

 

Text: Alexander Scheid

 

 

 

 

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