Neues Kreuz am alten Güdesweiler Kirchweg errichtet

Gemeinde Oberthal

Ob sie im Dorfinnern oder auf Fluren, Wiesen oder in den Wäldern stehen, Wegekreuze sind wertvolle Zeugnisse wichtiger geschichtlicher Ereignisse und zeugen von einer tiefen Frömmigkeit der Menschen in unserer

 

 

 

Heimatgemeinde. Viele der Kreuze erzählen von Leid und Not, von Unfällen, Unglücken und Krankheiten. Andere wurden zu besonderen Anlässen als Dankesbezeugung für Gebete und Bitten, als Zeichen eines Gelübdes oder zur Erinnerung an bestimmte Ereignisse oder Vorkommnisse errichtet. Sie überstanden Kriege und Revolutionen.

 

Auch der spätere Straßenbau konnte den meisten der irgendwann oder irgendwo im Weg stehenden Kreuze wenig anhaben. Die Kreuze wurden von den Anwohnern an eine etwas weiter gelegene sichere Stelle gebracht und wiederrichtet. Es waren und sind einfache Holzkreuze.

 

Vor allem wurde dabei stets darauf geachtet, die alten Kreuze, wenn irgend möglich, zu erhalten und behutsam wieder zu restaurieren. Und genau das hat Josef Burkholz aus Güdesweiler gemacht. In diesem Fall aber wurde ein ganz neues Kreuz hergestellt, denn das alte hatte ausgedient. Vom Gonnesweiler Sägewerk stammen die Balken, die Burkholz bearbeitet hat. Dazu wurde der Querbalken eingesetzt und ein Dach angebracht.

 

In der Nähe des Lindner Hofes, am Grenzweg auf der Loch in Richtung ,,Linzelt", am alten Güdesweiler Kirchweg nach Bliesen, befand sich immer ein Holzkreuz, welches im Jahre 1980 schon einmal erneuert wurde. Man trug die Verstorbenen aus Güdesweiler auf diesem Weg zur Beerdigung nach Bliesen. Güdesweiler gehörte im Mittelalter zur Pfarrei Bliesen, ab 1803 zu Namborn. Auf diesem langen Weg nach Bliesen, wurde dann an diesem Kreuz geruht.

 

Deshalb nennt man den Platz auch ,,Ruhebämje". Der Platz hält zudem die Erinnerungen wach. Dieses Kreuz hat allerdings nichts mit einem Güdesweiler Bürger zu tun, der sich damals vor ca. 40 oder 50 Jahren, an einem hinter dem Kreuz befindlichen Apfelbaum erhängte. Eine Güdesweiler Bürgerin weiß noch zu berichten, dass am nächsten Morgen jede Menge Zigarettenstümmel zu finden waren, die der Verstorbene geraucht haben musste in der Nacht als er sich das Leben nahm. Den Apfelbaum hat man danach direkt gefällt.

 

Geholfen bei der Aktion haben neben Josef Burkholz, Ortsvorsteher Timo Backes, Andreas Wita,  Michael Maurer, Markus, Marc und Stefan. Die Kosten hierfür, hat die CDU Güdesweiler übernommen.

 

Danke an Werner Rauber, Geschichts- und Heimatverein Oberthal für die Infos 

Bilder: Timo Backes, Stefan Burkholz

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Möller Werner Ortsrat Bliesen (Dienstag, 11 Juni 2019 13:36)

    Super und Danke das so etwas noch gemacht wird. War das UR- Pils auch kalt? Gruß Werner.

  • #2

    Schdani (Dienstag, 11 Juni 2019 21:32)

    Sehr sehr lobenswert diese Aktion. Ave Crux Spes Unica- Sei gegrüßt heiliges Kreuz, unsere einzige Hoffnung.