Sportfest im Juli - Steinberg-Deckenhardt ist stolz auf ihre Frauenfussballmannschaft

Bild: SG NSW
Bild: SG NSW

Gemeinde Oberthal

 

Frauenfußball ist im allgemeinen in der Beliebtheit ja immer noch weit hinter dem Männerfußball. Tennis, Handball oder gar Ballett sind doch die viel schöneren Sportarten für Frauen und Mädchen – und so sind mittlerweile 

 

 

schon viele Frauenmannschaften wieder von der Bildfläche verschwunden.

 

Nicht so die Frauenmannschaft des SV Steinberg-Deckenhardt.

 

1999 wanderte die damalige Mannschaft komplett vom FC Oberkirchen zum SV Steinberg-Deckenhardt aus. In Oberkirchen passten die Vorstellungen der Frauenmannschaft und der damaligen Vereinsführung nicht so ganz zueinander, so dass man kurzerhand in Steinberg-Deckenhardt um „Asyl“ bat. Und die Steinberger?

 

Die waren stolz eine eigene Frauenfußballmannschaft zu haben. Also wurde der Schriftzug „FC Oberkirchen“ auf der Rückseite der gelben Trikots einfach geändert in „SV Steinberg-Deckenhardt“, die Mannschaft für die Saison 1999/2000 beim SFV umgemeldet und schon hatte Steinberg eine komplette Frauenmannschaft samt Trainer in der Verbandsliga Saar – auch damals schon die höchste Spielklasse im Saarland.

 

Von Beginn an spielte die Frauenmannschaft um die Meisterschaft mit. In den Spieljahren 2001/2002 und 2002/2003 wurde sie jeweils Meister der Verbandsliga. In den Jahren  2001/2002 scheiterte der Aufstieg allerdings an Rahmenbedingungen des Verbandes. War man doch ein kleiner Dorfverein, der die Voraussetzungen für die Regionalliga nicht erfüllte.

 

2002/2003 war dann aber neben der Meisterschaft auch das „rundherum“ passend und der „kleine“ SVS stieg in die Regionalliga Südwest auf. An die legendäre Meisterschaftsfeier in der mittlerweile bereits abgerissenen Schulturnhalle in Steinberg-Deckenhardt können sich alle damals Anwesenden sicherlich noch bestens erinnern. ,,Auch die wahnsinnige Unterstützung der Fans bleibt unvergessen", erzählt Katinka Krämer von der Frauenmannschaft.

 

Zu den Auswärtsspielen, die in der Regionalliga meistens Sonntags morgens 11 Uhr stattfanden, wurde ein Bus mit 50 Plätzen bereit gestellt, so dass neben der Mannschaft mit Trainer und Betreuer auch Platz für die Fans war. So wurden auch die Auswärtsspiele zu Heimspielen, waren doch die rot-weißen Fahnen bei allen Spielen in maßloser Überzahl.

 

Dennoch sollte der Traum Regionalliga nur eine Saison andauern, ehe man mit einem knappen Rückstand wieder in die Verbandsliga absteigen musste. ,,Die geographische Lage Steinberg-Deckenhardts war und ist leider immer noch für viele Spielerinnen und auch potentiellen Trainer zu umständlich und weit weg, um einen fähigen Regionalliga-Kader auf die Beine zu stellen", so Krämer.

 

Also spielte man einfach in der Verbandsliga „mit den Määd, die man hatte“– und so ist es auch heute noch. Seit 20 Jahren nie niedriger gespielt als Verbandsliga und sogar bis auf die letzte Saison, vier Jahre lang den ältesten Kader der Klasse aufgestellt. Dabei war der Abstiegskampf kein Thema. Erst in der vergangenen Saison, als der – absolut nötige - Umbruch zu jüngeren Spielern vollzogen wurde, kam zum ersten Mal das Abstiegsgespenst in gefährliche Nähe. Aber auch dieses wurde kurz vor Ende der Saison mit toller Moral verjagt, so dass auch in der nächsten Saison der SV Steinberg-Deckenhardt (mittlerweile SG NSW, da sich den Männern angeschlossen wurde) wieder in der höchsten Spielklasse des Saarlandes spielen wird.

 

,,20 Jahre Frauenfußball beim SVS, ein Privileg, das es gerade in unserem Kreis nicht oft gibt. Haben wir doch viele Neugründungen und wieder Abmeldungen umliegender Vereine erlebt, aber leider auch viele Abmeldungen ehemaliger gestandener Frauenmannschaften im Saarland", sagt die Schriftführerin der SG NSW.

 

Wenn man andere Vereine fragen, was „die Steinberger“ ausmacht, werden viele antworten:

 

Zusammenhalt, Moral, Spaß am Sport und Kameradschaft: sowohl in der Mannschaft, als auch der Mannschaft zum Verein. 

-        Die Erfolgseigenschaften von 20 Jahren Frauenfußball

 

Im Rahmen des Sportfestes hat daher der Verein alle ehemaligen Spielerinnen, Trainer und Betreuer (insgesamt über 120 Personen) zum Wiedersehen am Sonntag, 21.07.2019 in die SVS – Arena eingeladen um den Flair und die Erinnerungen noch einmal ins Leben zu rufen. Ab ca. 11 Uhr wird ein Ü35 Saarlandmeisterschaft ausgetragen. Der Gewinner vertritt das Saarland bei der Südwestmeisterschaft und hat bei Gewinnen dieser sogar die Möglichkeit, das Saarland in Berlin bei der deutschen Meisterschaft zu vertreten.

 

Für neue Spielerinnen stehen die Türen ebenfalls jederzeit offen. Wenn Du Interesse hast, Teil der Mannschaft zu werden, wende Dich einfach an die Vorstandsmitglieder des SVS.

 

Turnierplan

Sportfest 2019 Freitag, 19. Juli 2019

18.00 Uhr Hörmann Freisen – Hörmann Eckelhausen

Ab 19.00 Uhr: Alte Herren Samstag,

20. Juli 2019 Ab 12.00 Uhr Jugendspiele 15.00 Uhr bis 16.45 Uhr: SV Mosberg/Richweiler – TuS Nohfelden 2

17.00 Uhr bis 18.45 Uhr: SG NSW - SV Bubach-Calmesweiler

19.00 Uhr bis 20.45 Uhr: SV Wolfersweiler – SC Alsweiler Sonntag,

21. Juli 2019 – 20 Jahre Frauenfußball beim SVS Ab 11 Uhr Ü35 Frauen-Saarlandmeisterschaft

16.00 Uhr: SG NSW – SV Dirmingen

Mit Rahmenprogramm für die ganze Familie 

Sonntag, ab 12.00 Uhr Mittagessen: Spießbraten mit Kartoffelsalat (6,50 € pro Portion, Voranmeldung erwünscht) 

 

 

 

Christoph Ternig, Oberthal
Christoph Ternig, Oberthal

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerhard Schill (Mittwoch, 19 Juni 2019 12:46)

    Die könnten ein wenig schneller laufen, nicht soviel Fastfood.