Eichen Prozessionsspinner auf Grundstück vom Schullandheim entdeckt

Bilder Norman May
Bilder Norman May

Gemeinde Oberthal

Letze Woche bereits hat Norman May den Eichen Prozessionsspinner im Oberthaler Wald und auf dem Grundstück des Schullandheimes entdeckt. Hierzu wurde inzwischen eine Spezialfirma 

 

beauftragt, die alle Nester auf dem Grundstück entfernt haben. Weitere Nester gab es oben im Wald in der Nähe des Sendeturmes und auch in Güdesweiler hinter der Kita am Waldesrand. Auch dort werden die Nester noch entfernt, da der EPS nicht ganz ungefährlich ist.

 

Gerade in Trockenjahren kann es zu Massenvermehrungen kommen. In Deutschland sind aufgrund der Massenvermehrungen alle Bundesländer davon betroffen. Daher kommt es in 2019 zu einer größeren Population als letztes Jahr. Gefahr für den Menschen besteht am stärksten im Mai und Juni, wenn man in direkten Kontakt mit den Haaren kommt. 

 

Eine ganzjährige Gefahrenquelle sind die Häutungsnester und die am Baum oder am Boden verbleibenden Verpuppungsgespinste. Die Brennhaare bleiben an Kleidung und Schuhen haften, die bei Berührung immer neue toxische Redaktionen auslösen. Das Toxin der Brennhaare ist über mehrere Jahre aktiv. Sogar Brennholz aus diesen Gebieten stellt einen Risikofaktor dar. Gesundheitliche Beschwerden durch den Eichenprozessionsspinner können daher während des gesamten Jahres entstehen

 

 

Die eindringenden Brennhaare reizen die Oberhaut und die Schleimhäute und können Knötchen, Quaddeln und eine Hautentzündung verursachen. Die Hautreaktionen halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an. Meist sind alle Hautbereiche betroffen, welche nicht bedeckt waren. Die Haut- und Schleimhauterscheinungen können mit Kortisolpräparaten behandelt werden. Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika.

 

 

Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis bis hin zu Asthma führen. Hier wirken Kortisonsprays und Sprays mit bronchienerweiternden Mitteln erforderlich. Selten ist eine stationäre Behandlung notwendig.
Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.

Quelle: LWF, Bilder: Norman May

 

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