Warum es wichtig ist, einen Behindertenbeauftragten in der Gemeinde Oberthal zu haben

Hartmut Heinke
Hartmut Heinke

Gemeinde Oberthal

Seit  2016 ist Hartmut Heinke Behindertenbeauftragter der Gemeinde Oberthal. Damals kam Bürgermeister Stephan Rausch auf ihn zu und bot ihm diese Stelle an. Daraufhin wählte man ihn einstimmig bereits nun in die 

 

 

 2. Amtsperiode. Und was macht so ein Behindertenbeauftragter? Umsetzen der UN-Konventionen, Einsetzen für die Barrierefreiheit in unserer Gemeinde Oberthal, Zusammenarbeit parteiübergreifend mit unserem Bürgermeister, Gemeinderat und Bauhof.

 

,,Ganz wichtig dabei ist aber die Barrierefreiheit zu fördern und auch einzufordern“, erklärt Hartmut Heinke. Er betont auch, dass wir hier in unserer Gemeinde gut aufgestellt sind auch mit Hinblick dem neuesten Projekt, eine Toilette, natürlich barrierefrei an der Leichenhalle in Oberthal.

 

Wir erinnern uns, dass jüngst auch eine barrierefreie Toilette beim Angelsportverein in der Hollerbach gebaut wurde, und am DGH in Gronig mit einer zusätzlichen Dusche und Rampe im Außenbereich. Und dafür ist Hartmut als Oberthaler auch Stolz, dass man Gehör bekommt in solchen Angelegenheiten.  

 

Rechts im Bild: kam gerade vorbeigeschnerrt , Hans-Herbert Mörsdorf mit Ferienhund.

 

Jeden ersten Montag im Monat gibt es im Rathaus mit ihm eine Sprechstunde. Aber es rufen auch viele Leute so an oder schreiben E-Mails um Probleme vorab zu klären. Dabei tätigt er auch Hausbesuche. Es geht um Anträge die die Pflege betreffen, barrierefreie Umbauten im Haus und anderes.

 

Seit 2007 sitzt Hartmut Heinke bedingt durch 3 Bandscheibenvorfälle und mehreren Operationen im Rollstuhl. Auch bei seinem aktuellen Arbeitgeber der Firma Hörmann ist er Behindertenbeauftragter und arbeitet dort den halben Tag als Schlosser. In den 80er Jahren kam Heinke hier ins nördliche Saarland und seit 2001 in unsere Gemeinde Oberthal.

 

Beim Nachfragen seiner Ziele fiel ihm spontan ein: ,,Mein Ziel ist es die UN-Konventionen umzusetzen, die Barrierefreiheit für jeden zu gewährleisten, alle gleich zu behandeln, ob jemand im Rollstuhl sitzt oder geistig behindert ist. Für mich sind das Menschen die Hilfe brauchen und die sollen auch die Hilfe bekommen. Dafür kämpfe ich, dafür setze ich mich ein“.

 

Aber er scheut sich auch nicht öffentlich Kritik zu üben. Denn er ist davon überzeugt, dass zum Beispiel die Hilfsmittelverordnung geändert werden müsste. Es muss den Leuten besseren Zugang zu den Hilfsmitteln geschaffen werden, richtige Beratung ist das oberste Gebot und dazu die richtigen Hilfsmittel verordnen.

 

Hier liegt viel im argen, meint der Behindertenbeauftragte. Zuviel werden noch die falschen nicht passenden Hilfsmittel verschrieben und darunter leidet die Lebensqualität. Viele Zuwendungen werden den Antragstellern auch verwehrt wo Hilfe notwendig wäre. Und das werde dann so auch geschluckt, erzählt Hartmut. Viele sind auch gar nicht in der Lage sich zu wehren durch Depressionen von Erkrankungen.

 

Über die Frage der Perspektivlosigkeit im Rollstuhl, sagt er:

,,Meine Ziele sind nur noch so hoch wie ein Bordstein“. Klar hatte man früher wie man laufen konnte, ganz andere Ziele, die viel höher und größer gesteckt waren. Man lernt eben mit der Zeit sich anzupassen und sich andere Ziele zu stecken. ,,Das was ich mache, mache ich mit Herz“. Und das spürt man sofort, wenn man sich mit ihm unterhält. Danke Hartmut für das tolle Gespräch und der Blick in deinen Alltag und deine Arbeit als Behindertenbeauftragter.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hamidd Salim (Montag, 29 Juli 2019 12:58)

    Sehr gut das es so jemand gibt, finde ich super!